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Tagung 17.-19. März 2010 IFK
Konzeption: Friedrich Teja Bach (Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien) und Wolfram Pichler (Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien)
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Rethinking Primitivism
Im weitesten Sinne bezeichnet der Begriff "Primitivismus" den Bezug auf eine Alterität, die als "Ursprung" bzw. als ein wenig komplexes Vorstadium gedacht wird. Als solches ist "Primitivismus" kein spezifisches Phänomen der Moderne, sondern ein Prinzip, das auch von früheren Kulturen in Anspruch genommen wurde. In der westlichen Moderne aber gewinnt dieses Prinzip seit dem 18. Jahrhundert nicht zuletzt vor der Folie des beanspruchten Traditionsbruchs, der menschheitsgeschichtlichen Universalisierungen und der weltweiten Kolonialisierungen eine spezifische Virulenz. Hier liegt der Einsatzpunkt der Tagung "Rethinking Primitivism". Ihr Gegenstand ist die diskursive Konstellation des "Primitivismus", wie sie sich im Zeitraum zwischen etwa 1870 und 1930 herauskristallisiert. Zu dieser mit dem Kolonialismus verbundenen Konstellation werden hier nicht nur Phänomene der europäischen Kunst und Literatur um 1900 gerechnet. Es werden auch Begriffe und Denkfiguren in den Blick genommen, die in den zeitgenössischen Human- und Geisteswissenschaften Konjunktur hatten. Zu erörtern sein wird, inwiefern die mit dem "Primitivismus" einhergehenden Veränderungen im Verständnis geschichtlicher Zeit zentrale Punkte im (Selbst-)Verständnis der europäischen Moderne berühren.
KONZEPTION: Friedrich Teja Bach (Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien), Wolfram Pichler (Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien) TEILNEHMERINNEN: Hartmut Böhme (Kulturwissenschaftliches Seminar, Humboldt-Universität zu Berlin), Hanna Eglinger (Institut für Nordische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München), Gabriele Genge (Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen), Aage Hansen-Löve (Lehrstuhl für Slavische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München), Ulla Haselstein (John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerika-Studien, Freie Universität Berlin), Richard Heinrich (Institut für Philosophie, Universität Wien), Karl-Heinz Kohl (Frobenius Institut, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main), Inka Mülder-Bach (Institut für Deutsche Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München), Barbara Wittmann (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin).
Mit freundlicher Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung
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