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Tagung
21.-23. April 2005
ALBERT-SCHWEITZER-HAUS
Schwarzspanierstraße 13
1090 Wien

ANMELDUNG NICHT MEHR MÖGLICH

21. April 2005
Albert-Schweitzer-Haus
14.00-17.00

22. April 2005
Albert-Schweitzer-Haus
9.30-18.30

23. April 2005
Albert-Schweitzer-Haus
9.30-13.30

Konzeption:
Hans Belting (IFK, Wien)

Am 21. April hält
W. J. T. Mitchell im Rahmen der Tagung einen Vortrag zu "What Do Pictures Want? The Lives and Loves of Images" (18.30 Uhr)

Mit freundlicher Unterstützung der
Stadt Wien.

Bildwissenschaft? Eine Zwischenbilanz

Bildwissenschaft als Kulturwissenschaft: Diese Frage impliziert die Notwendigkeit, sich erst einmal über den Gegenstand von Kultur und ihre visuelle Qualität zu verständigen. Das bedeutet zunächst, für den Begriff "Bildkultur" eine Übereinkunft zu gewinnen: Bevorzugt wird hierfür derzeit die Tendenz, Bildkulturen als interne Praktiken der westlichen Gesellschaft zu verstehen und sie als medienspezifisch zu sehen. Seit der Begegnung mit anderen, nicht-westlichen Kulturen läßt sich die gleiche Frage aber auch im externen Vergleich stellen und dabei radikalisieren. Im Zentrum steht außerdem die Frage nach dem Bildbegriff, dessen Geschichte derzeit zur Disposition gestellt wird. Dabei stehen sich heute zwei Positionen gegenüber, deren Widerspruch nicht das letzte Wort sein kann. Auf der einen Seite wird der Ruf nach einer allgemeinen Bildwissenschaft erhoben, deren Methoden über die Belange spezifischer Bildtheorien (und Bildmedien) ebenso hinausreichen wie über die Ergebnisse einer historisch ausgerichteten Bildwissenschaft. Auf der anderen Seite wird der Versuch unternommen, die digitale Ära als eine Zeit "nach dem Bild" auszurufen und sie von der Bildgeschichte in den Zeiten "davor" abzukoppeln. Auf dieser Seite hört man, die Bildwelten der Virtual Reality seien mit den analogen Bildern so weit auseinander geraten, daß sie von keinem Bildbegriff mehr erfaßt werden könnten. Jeder bildwissenschaftliche Dialog muß in dieser Auseinandersetzung seinen Standort gegenüber dem, was Bildgeschichte auch in einem anthropologischen Sinne (und nicht nur im Licht der Medientechniken) ist, suchen. Die Frage nach dem Bild und seiner Geschichte läßt sich inzwischen auch nicht mehr von einer interkulturellen Perspektive trennen, denn nur in einer solchen Perspektive, bezogen auf ganz verschiedene Traditionen der Bildproduktion, läßt sich ein Begriff der westlichen Bildgeschichte gewinnen. Dazu gehört auch jene kulturwissenschaftliche Fragestellung, die dem Imaginären einer Gesellschaft und seiner Geschichte gilt.
Die Tagung versucht, die gegenwärtigen Kontroversen um einen universalen oder spezifischen Bildbegriff so zur Debatte zu stellen, daß die unterschiedlichen Positionen zu Wort kommen.

TEILNEHMERINNEN:
Gottfried Boehm (Kunsthistorisches Seminar, Universität Basel), Peter Geimer (Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften, ETH Zürich), Hans Dieter Huber (Fachgruppe Kunstgeschichte und Kunsttechnik, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart), Klaus Krüger (Kunsthistorisches Institut, FU Berlin/Italian Academy at Columbia University), Christiane Kruse (Arbeitsgruppe Kunstwissenschaft, Universität Konstanz), Thomas Macho (Kulturwissenschaftliches Seminar, Humboldt-Universität zu Berlin), W. J. T. Mitchell (Department of Art History and Department of English Language and Literature, University of Chicago/Wissenschaftskolleg zu Berlin), Elisabeth Samsonow (Akademie der Bildenden Künste, Wien), Martin Schulz (Institut für Kunstwissenschaft, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe), Horst Wenzel (Fachbereich Germanistik, Humboldt-Universität zu Berlin), Gabriele Werner (Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften – Kunstpädagogik, Universität für Angewandte Kunst Wien),
Beat Wyss (Institut für Kunstwissenschaft, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe)

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