SOMMERAKADEMIE 2019: 18.-24. August, Linz OÖ, HAPPY END – PROSPEKTE UND NARRATIONEN MÖGLICHER ZUKUNFT

 

IFK_Sommerakademie 2019: 18.-24. August, Linz OÖ, Jägermayrhof

 

HAPPY END – PROSPEKTE UND NARRATIONEN MÖGLICHER ZUKUNFT

Mit dem Happy End ist zumeist das gute Ende einer Geschichte gemeint. Doch ist ein „glückliches Ende“ wirklich immer ein gutes? Vor der derzeitigen Flut an dystopischen Entwürfen in Literatur, Film und Theater, aber auch in der Geschichte, Soziologie und Urbanistik lässt sich diese Frage neu stellen: Sind Happy Ends Reaktionen auf Szenarien der Ausnahme? Dienen sie zur Traumaverarbeitung, gerade vor dem Hintergrund von negativen Erfahrungen? Was verbindet sie mit den Wünschen für eine gute Beziehung, einen guten Arbeitsplatz oder auch dem guten Leben in einer Stadt? In welchen Sektoren sind sie am häufigsten zu finden? In welchen Genres, bei welchen Figuren, Motiven? Wie gehören Komik und Happy End zusammen? Können gute Enden auch offen sein?

Schon Kaiser Joseph II. veranlasste, dass Stücke im Wiener Burgtheater keine traurigen Schlüsse mehr hatten, um sein Volk nicht in schlechte Stimmung zu versetzen. Selbst „Romeo und Julia“ oder „Hamlet“ wurden nicht verschont. Und heute? Während in der Öffentlichkeit durchaus diverse und oftmals ironische Antworten zirkulieren, favorisieren politische Strömungen mit populistischen und nationalistischen Entwürfen eine andere Tendenz, die das Happy End auf seine konservative Bedeutung reduziert: Der weiße Mann bekommt die Hausfrau seiner Träume und rettet nebenbei die Welt. Kurzum, was sagen uns geschichtsphilosophische, soziologische, kulturwissenschaftliche und künstlerische Zukunftsvisionen über die Lage der Gegenwart?

Die IFK_Sommerakademie 2019 widmet sich in interdisziplinären Gesprächen den möglichen Happy Ends unserer Zeit.

 

SEKTIONEN & FACULTY

Sektion 1: Vor den letzten Dingen:

Geschichtsphilosophische Entwürfe, Utopien und

Untergangsvisionen: Karin Harrasser

Sektion 2: „Wiener Schlüsse“: Happy Ends in Literatur,

Theater und Film: Andreas Gehrlach

Sektion 3: Nach der Arbeit: Technische und ökonomische

Transformationen: Elena Esposito

Sektion 4: Neue Städte: Modelle urbaner Zukunft:

Siegfried Atteneder

Sektion 5: Visionen des guten Endes:

Liebe, Alter, Tod: Inga Anderson

 

IFK_FACULTY

Karin Harrasser (Kunstuniversität Linz, Abteilung Kulturwissenschaft), Andreas Gehrlach (Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Kulturwissenschaft), Elena Esposito (Universität Bielefeld, Modena und Reggio Emilia, Sozialwissenschaft), Siegfried Atteneder (Kunstuniversität Linz, Abteilung Architektur), Inga Anderson (Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum, Bereich Bildung, Gender)

 

TEILNEHMERINNEN

NachwuchswissenschafterInnen und kulturwissenschaftlich versierte KünstlerInnen, die ein zentrales Interesse an Kulturwissenschaften haben. Österreichische BewerberInnen oder solche, die an österreichischen Wissenschaftseinrichtungen arbeiten, werden besonders zur Antragstellung ermutigt.

BEWERBUNGSFRIST: 12. 2. bis 24. 3. 2019

Das Stipendium beinhaltet Unterbringung im Einzelzimmer, Verpflegung (exkl. Getr.nke) sowie Bereitstellung von Arbeitsunterlagen. Die Anreise an den Akademieort in Oberösterreich muss selbst übernommen werden.

 

Mit der seit 2003 jährlich stattfindenden Sommerakademie will das IFK folgende Ziele erreichen:

→ Stärkung kulturwissenschaftlicher Verfahren und Perspektiven in den Geistes-, Kunst- und Sozialwissenschaften

→ Nachwuchsförderung durch intensive Zusammenarbeit von jungen und arrivierten ForscherInnen

 

Bewerbungsbeginn: 12. Februar 2019
Bewerbungsende: 24. März 2019

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