Ana de Almeida
IFK_Junior Fellow


Zeitraum des Fellowships:
01. Oktober 2017 bis 30. Juni 2018


Kontakt

dealmeida@ifk.ac.at

Ana de Almeida

PROJEKTTITEL

Von der Sammlung zum Archiv: Überlegungen zur Bildproduktion im inter-revolutionären Raum zwischen Nelken- und Samtener Revolution (1974–1989)



PROJEKTBESCHREIBUNG

Ausgehend von den Amateurfotos meines Vaters, José Alberto Vidal de Almeida, der von 1978-1987 als portugiesischer Student und Stipendiat in der ehemaligen Tschechoslowakei war, verfolge ich in meiner Dissertation die Transformation einer Fotosammlung von deren Aufbewahrung in einem Schuhkarton zur Aufbereitung in einem Archiv, wo gelebte und vermittelte (eingeschriebene) Erfahrung neben makropolitischen und historischen Prozessen dargestellt wird. Eine Analyse des Archivs erlaubt es, gleichzeitig Einblick in die letzten Jahre des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei und in die ersten Jahre nach der linksgerichteten Revolution im April 1974 in Portugal zu erhalten. Autobiographie dient demnach in dieser Untersuchung als Ausgangspunkt, um die Idee eines kollektiven Revolutionsgedächtnisses zu erkunden. Sie fragt: Wie wird dieses Gedächtnis stetig ausgeformt, wer sind die Protagonisten, und wie kann das Potential für sozialen Umbruch, das es in sich trägt, bewusst unterdrückt oder freigesetzt werden? Letztendlich widmet sich diese Studie der Analyse unterschiedlicher Bildproduktionsprozesse im inter-revolutionären Archiv.



CV

Ana de Almeida ist Künstlerin und Autorin. Sie kommt ursprünglich aus Lissabon, lebt und arbeitet aber im Moment in Wien. Sie studierte Malerei an der Fakultät der bildenden Künste an der Universität Lissabon und setzte ihr Studium in Wien fort, wo sie dank eines Stipendiums von der Calouste Gulbenkian Foundation ihren Master in Critical Studies an der Akademie der bildenden Künste abschließen konnte. Aktuell ist sie dort Doktorandin und arbeitet an ihrer Dissertation über Bildproduktion und deren ideologische Implikationen im inter-revolutionären Raum zwischen Nelken- und Samtener Revolution (1974–1989). Ana de Almeida ist Mitglied und Mitbegründerin des kuratorischen Projekts Gudrun Ingenthron und des Interndinner-Kollektivs gegen die Prekarisierung von Arbeit im kulturellen Bereich, sowie Mitglied des Künstler_innen-Kollektivs <dienstag abend>. Ihre künstlerischen Arbeiten thematisieren Erinnerungsprozesse und deren unterschiedliche Verantwortungsgrade im Subjektivierungsprozess; bewusste und unterbewusste narrative Konstruktionen, die Raum und Subjekt verbinden; sowie multiräumliche und vielschichtige Narrative im Allgemeinen.

Inhabited Projections: Ausstellungseröffnung von Ana de Almeida in Münster

Sind Raum und Kunst stets in ihrem Kontext zu begreifen oder sollte ein Raum als freie Ausstellungsplattform unabhängig von seinen Koordinaten bespielt werden? Ausgehend von dieser Frage – die sich das kuratorische Team des Förderverein Aktuelle Kunst Münster e.V. (FAK) in diesem Jahr stellt – bezieht die Künstlerin Ana de Almeida in der Einzelausstellung Inhabited Projections Position und reflektiert den Kunstort des FAK vor dem Hintergrund seines historischen Kontextes. De Almeida ist im Studienjahr 2017/18 IFK_Junior Fellow.

Ana de Almeida

Inhabited Projections, FAK Münster

Eröffnung                 Do, 22.03.2018, 19 Uhr

Ausstellungsdauer  23.03.2018 - 22.04.2018

Öffnungszeiten       Fr. - So. 16 bis 19 Uhr

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VIRTUAL VIRTUE

Virtual Virtue ist eine Ausstellung von Hong Zeiss und Michael Kral
Kuratiert von Gudrun Ingenthron (Ana de Almeida, Catalina Ravessoud und Mariel Rodríguez)

Virtual Virtue ist eine Ausstellung über Malerei. Malerei jenseits von Malerei aber auch Malerei als Malerei selbst, als Medium, welches die Mittel ihrer eigenen Transzendenz bestimmt. Die Ausstellung ist als eine großflächige Installation konzipiert, in welcher die idiosynkratischen piktoralen Übereinkünfte von Zeiss und Kral auseinandergenommen und anschließend wieder zusammengebaut werden. Dabei entstehen multidirektionale Kommunikationsmöglichkeiten, eingebettet in seriellen Verwandtschaften und/oder durch die Nachbarschaft einzelner Werke.

Eröffnung: 24. Mai 2018 // 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 25. Mai - 15. Juni

FRANZ JOSEFS KAI 3

www.gudruningenthron.com

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11
Juni
2018
18:15
  • Lecture
IFK
Ana de Almeida

Only fifteen years separate two historical events fundamental to the constitution of two Western and Central European democracies as we know them today. The Carnation Revolution of April 1974 in Portugal and the Velvet Revolution of November 1989 in former Czechoslovakia shifted the course of local and global histories and rewrote national narratives, while playing important roles in much larger processes such as the collapse of the Eastern Bloc and the definitive dissolution of a moribund colonial empire.

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