Christina Wieder
IFK_Junior Fellow


Zeitraum des Fellowships:
01. Oktober 2017 bis 30. Juni 2018


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wieder@ifk.ac.at

Christina Wieder

PROJEKTTITEL

Visuelle Selbstermächtigungsstrategien im Exil.

Jüdische Künstlerinnen von Mitteleuropa nach Argentinien



PROJEKTBESCHREIBUNG

Das Exilland Argentinien erlangte bisweilen nur wenig Aufmerksamkeit in der Forschung zum jüdischen Exil während des Nationalsozialismus, obgleich sich ab 1933 in Buenos Aires ein lebendiges Zentrum jüdischer Kultur herausbildete. Grete Stern (Fotografin), Hedwig Schlichter (Schauspielerin) und Irena Dodalová (Regisseurin) waren zentrale Figuren innerhalb dieses Netzwerks von Exilierten, die durch ihr kreatives Schaffen maßgeblich den Dialog zwischen mitteleuropäischer Kulturlandschaft und argentinischer Kunsttradition mitgestalteten. Rücksicht nehmend auf den historisch-gesellschaftlichen und individuell-biografischen Bruch, der durch das Exil hervorgerufen wurde, will das Dissertationsprojekt die künstlerischen Arbeiten dieser drei Frauen analysieren und Kenntnisse über die darin beinhalteten politischen Anliegen, Ideen und Forderungen erlangen. Das Projekt fragt damit v. a. nach visuellen Strategien der Selbstermächtigung sowie nach Funktionen von Körpervisualisierungen und -inszenierungen zur Schaffung politischer Handlungsräume.



CV

Christina Wieder studierte von 2010 bis 2016 Geschichte und Romanistik an der Universität Wien und der Universidad de Buenos Aires. In ihrer Diplomarbeit befasste sie sich mit Exilerfahrungen im argentinischen Film während der Militärdiktatur (1976–1983) und der Redemokratisierung Argentiniens. Seit 2015 ist sie Mitarbeiterin des Schwerpunkts „Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte“ am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, u. a. des dort angesiedelten Forschungs- und Filmprojektes „Die Zweite Reihe des Wiener Filmexils“. Gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Frank Stern und in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria kuratierte sie die Reihe Film Noir Reloaded, die monatlich im Metro Kinokulturhaus stattfindet. 2016/2017 arbeitete Christina Wieder als Lehrbeauftragte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und war wissenschaftliche Mitarbeiterin des Oral-History-Projektes Geschichten von der Flucht des Audiovisuellen Archivs (AVA).



Publikationen

gem. mit Klaudija Sabo, „Visual History in Bewegung. Bildliche Quellen in der historischen Forschung“, in: Bertrand Perz und Ina Markova (Hg.), 50 Jahre Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien 1966–2016, Wien 2017 (im Erscheinen)

Rethinking Jewish and Non-Jewish Relations

Christina Wieder (IFK/Universität Wien) wird am Dienstag, den 8. Mai 2018, bei der Konferenz „Rethinking Jewish and Non-Jewish Relations“ am Centrum für Jüdische Studien an der Karl-Franzens-Universität in Graz über „Forms of Cultural Transfer and Intervisual Relations in Jewish-Argentinian Exile“ sprechen.

Zum Programm

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"Fotografie – Inszenierung – Narrativ"

Im Rahmen des Studientags "Fotografie – Inszenierung – Narrativ" der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung der Universität Innsbruck und des Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen wird Christina Wieder (IFK_Junior Fellow) am 18.5.18, 14 h einen Vortrag zum Thema Zwischen Popkultur und Feminismus. Grete Sterns fotografisches Werk und das Bild der „Neuen Frau“ halten.

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Vortrag „A Network of Pictures: On the Intervisuality of Exile“.​

Christina Wieder, IFK_Junior Fellow, hält am 5. Juni 2018 im Rahmen des Workshops „Differences Reconsidered“ an der Karl-Franzens-Universität Graz den Vortrag „A Network of Pictures: On the Intervisuality of Exile“.

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12
März
2018
18:15
  • Lecture
IFK
Christina Wieder

Grete Stern wurde 1904 in Elberfeld geboren, 1933 musste sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft aus Deutschland flüchten. Im argentinischen Exil trug sie nicht nur maßgeblich zur Modernisierung der visuellen Künste bei, sondern prägte auch durch Techniken der Fotomontage das Bild der „neuen Frau“, das sich gegen jenes der peronistischen Bildproduktion auflehnte.

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