Fiona Faßler
IFK_Junior Fellow


Zeitraum des Fellowships:
01. Oktober 2018 bis 30. Juni 2019

Fiona Faßler

PROJEKTTITEL

„Man lernt, wenn man einen Ausweg will". Eine Kulturgeschichte der Tierdressur der Moderne



PROJEKTBESCHREIBUNG

In einem regelrechten Boom erreicht die Dressur ab dem mittleren 19. Jahrhundert innerhalb kurzer Zeit ihre bis heute anhaltende Popularität. In unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen fasziniert das Narrativ der Dressur, Verhalten von Tieren nach Belieben zu steuern und somit für eigene Zwecke in den Dienst zu nehmen. Besonders in den Kategorien der Zirkusgeschichte, der Verhaltenswissenschaft, der Entwicklung von Militärstrategien sowie in der (Trick-)Filmgeschichte wird diese Erzählung aufgegriffen und funktionalisiert.

Entlang von Fallbeispielen – aus Autobiografien, Laborberichten bis hin zu Filmen und Illustrationen – der genannten Kategorien soll ein Überblick dieser Kulturgeschichte der Dressur der Moderne entstehen, der dabei gerade den Blick auf Momente des Ungehorsams, der Desertion und das dressierte Tier als Grenzfigur wendet.



CV

Fiona Faßler studierte von 2010 bis 2016 Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und von 2006 bis 2010 Kunst und Biologie an der Universität Duisburg-Essen. Ihre kulturhistorische Masterarbeit schrieb sie über Tierdressur bei Insekten – wie dem Flohzirkus und sogenannten Cy-Bugs. Zwischen 2012 und 2016 war sie studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für kulturwissenschaftliche Ästhetik und bei unterschiedlichen Forschungsprojekten des Interdisziplinären Labors Bild-Wissen-Gestaltung der Humboldt-Universität zu Berlin. Unter anderem arbeitete sie dort in der Forschungsgruppe „Formen und Stile des Befehls“. Sie wirkt zudem regelmäßig in Ausstellungsprojekten mit und engagiert sich für kulturelle Bildung. Seit 2016 ist sie mit ihrem Forschungsprojekt über die Kulturgeschichte der Tierdressur der Moderne Promotionsstudentin der Humboldt-Universität zu Berlin.