Markus Wurzer
IFK_Junior Fellow Abroad


Zeitraum des Fellowships:
01. Oktober 2017 bis 30. Juni 2018


Fellow Abroad

01. Oktober 2018 bis 30. Juni 2019

10/18–12/18: European University Institute, Florenz

01/19–03/19: Harvard University, Boston





Kontakt

wurzer@ifk.ac.at

Markus Wurzer

PROJEKTTITEL

„Unheimlichkeiten aus Vaters Hand“. Kolonialkrieg in visuellen Kulturen und Familiengedächtnissen



PROJEKTBESCHREIBUNG

Fotografien kolonialer AkteurInnen trugen durch Zirkulation und Verwendung zur Konstruktion kolonialer Realitäten bei. Das Dissertationsprojekt zielt auf die Untersuchung zeitgenössischer privater Fotopraktiken kolonialer AkteurInnen, also auf die Analyse von Produktion, Zirkulation, Aneignung und Tradierung von Fotos sowie auf ihre Rolle im Kontext von Familiengedächtnissen ab. Das koloniale Projekt Italiens gegen Abessinien (1935–1941) dient als Fallbeispiel. Dabei wird auf die Erinnerungsproduktion deutschsprachiger Soldaten Italiens fokussiert, um die Ambivalenzen kolonialer Kriege, in denen sich keine homogenen Entitäten bekriegten, sichtbar zu machen. Das Dissertationsvorhaben ist in den Visual Culture Studies verortet und arbeitet mit einem methodisch kombinierten Ansatz, das heißt, es baut sowohl auf historische und kulturwissenschaftliche als auch auf kunsthistorische und anthropologisch-soziologische Zugänge, wie beispielsweise durch Untersuchungen zur Rezeptionsästhetik, auf.



CV

Markus Wurzer studierte 2009–2014 Geschichte und Germanistik an den Universitäten Graz und Bologna. In seiner Diplomarbeit widmete er sich kolonialen Erzählungen zu Fremdheit, Gewalt und Selbst im Selbstzeugnis eines deutschsprachigen Soldaten im Italienisch-Abessinischen Krieg 1935–41. Seit 2015 ist Wurzer Doktorand am Institut für Geschichte in Graz und dissertiert über Kolonialkriege in visuellen Kulturen und Familiengedächtnissen. Von 2015 bis 2016 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte in Graz. Von 2016 bis 2017 war er Universitätsassistent am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte in Linz. 2016/2017 mehrmonatiger Aufenthalt als ÖAW-Stipendiat am Österreichischen Historischen Institut in Rom. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in folgenden Bereichen: Visual Culture Studies, (Post-)Colonial Studies, Memory Studies, Alltagsgeschichte, italienische Kolonialgeschichte, Erster Weltkrieg, NS-Studierende im Österreich der 1930er-Jahre.



Publikationen

„Nachts hörten wir Hyänen und Schakale heulen“. Das Tagebuch eines Südtirolers aus dem Italienisch-Abessinischen Krieg 1935–1936 (=Erfahren – Erinnern – Bewahren. Schriftenreihe des Zentrums für Erinnerungskultur und Geschichtsforschung 6), Innsbruck 2016; „,Reisebuch nach Afrika‘. Koloniale Erzählungen zu Gewalt, Fremdheit und Selbst von Südtiroler Soldaten im Abessinienkrieg“, in: Geschichte und Region/Storia e Regione 25 (2016), Heft 1, S. 68–94; „Betwixt and Between. The Hybrid Identity of a South Tyrolean Bersagliere in the 1935–1936 Italo-Abyssinian War“, in: Tabula 14 (2016), Heft 1, S. 165–179.

"Neither Private nor Public? New Perspectives on the Entanglements between War and Photography“, Vortrag von IFK_Junior Fellow Markus Wurzer in Atlanta

Von 5. bis 8. Oktober 2017 findet in Atlanta (Giorgia) die diesjährige Konferenz der German Studies Association (GSA) statt. IFK_Junior Fellow Markus Wurzer wird dort einen Vortrag zu "Neither Private nor Public? New Perspectives on the Entanglements between War and Photography“ halten. Zum Programm

 

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Dr. Alois Mock-Europa-Stiftung für die Diplomarbeit von IFK_Junior Fellow Markus Wurzer

 

Am 20. Dezember 2017 erhält IFK_Junior Fellow Markus Wurzer den Förderpreis der Dr. Alois Mock-Europa-Stiftung für seine Diplomarbeit „,Nachts hörten wir Hyänen und Schakale heulen.’ Das Tagebuch eines Südtirolers aus dem Italienisch-Abessinischen Krieg 1935-1936“. Erschienen ist die Abschlussarbeit 2016 in der Schriftenreihe "Erfahren – Erinnern – Bewahren. Schriftenreihe des Zentrums für Erinnerungskultur und Geschichtsforschung“ des Universitätsverlags Wagner.  

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„Transfer kolonialer Imaginationen in familialer Foto-Feldpost“

Markus Wurzer, IFK_Junior Fellow im Studienjahr  2017/18 hält am 8. Februar 2018 im Rahmen der internationalen Konferenz „Den Nahen Osten im Blick: Imperialismus, Wissenschaft und Visual History“ an der Universität Köln den Vortrag „Transfer kolonialer Imaginationen in familialer Foto-Feldpost“.

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"Transcending Borders - Redrawing Perspectives"

Markus Wurzer, IFK_Junior Fellow, wird am Samstag, den 5.5.2018, im Rahmen der Tagung "Transcending Borders - Redrawing Perspectives", die von 4. bis 6. Mai 2018 an der Universität Graz stattfindet, an der Roundtable Discussion zum Tagungsthema teilnehmen.

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"Kolonialkrieg als mediales Spektakel. Der Italienisch-Abessinische Krieg (1935-1941) in der faschistischen Bildpropaganda"

Am 7. Juni 2018 stellt sich das Österreichische Historische Institut in Rom am Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der ÖAW in Wien vor. Als ehemaliger Stipendiat (2016/2017) wird dort IFK_Junior Fellow Markus Wurzer über "Kolonialkrieg als mediales Spektakel. Der Italienisch-Abessinische Krieg (1935-1941) in der faschistischen Bildpropaganda" vortragen. Anbei das Programm.

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"Krieg und Fotografie. Neue Aspekte einer alten Beziehung in transnationaler und postkolonialer Beziehung"

In der Ausgabe Jg. 45, Heft 2|2018 der Zeitschrift Zeitgeschichte haben Birgit Kirchmayr (JKU Linz) und Markus Wurzer (IFK_Junior Fellow abroad) Beiträge unter dem Titel "Krieg und Fotografie. Neue Aspekte einer alten Beziehung in transnationaler und postkolonialer Beziehung" herausgegeben.

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11
Dezember
2017
18:15
  • Lecture
IFK
Markus Wurzer

Die kolonialen Projekte europäischer Staaten hinterließen vielfältige Spuren in ihren Gesellschaften – nicht nur in den offiziellen, sondern auch in Familiengedächtnissen. Der Vortrag nimmt in Familien überlieferte Bildbestände in den Blick und fragt, wie Individuen durch deren Aneignung oder Ablehnung koloniale Erinnerungen verhandel(te)n.

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