Martin Warnke
Stadt Wien/IFK_Fellow


Zeitraum des Fellowships:
01. März 2011 bis 30. Juni 2011

Martin Warnke

PROJEKTTITEL

Praxisfelder der Kunsttheorie



PROJEKTBESCHREIBUNG

Die Habsburger haben bis um 1650 ca. 40 Künstler geadelt, das ist ein Drittel aller bis dahin nobilitierten Künstler. Martin Warnke wird im Wiener Staatsarchiv die Unterlagen, vor allem die unveröffentlichten Texte der Diplome untersuchen. Die Nobilitierungen von Künstlern bedeuten berufsgeschichtlich die Rangerhöhung eines Handwerks, also eine zentrale Neubestimmung des Berufes: Das künstlerische Handwerk muss in den Adelsdiplomen als eine geistige Tätigkeit definiert werden; es kann so als ars liberalis in die priviligierten Ränge kultureller Tätigkeit aufsteigen.



CV

Martin Warnke war von 1971 bis 1978 Professor für Kunstgeschichte an der Universität Marburg, seit 1979 an der Universität Hamburg, 2003 Emeritierung. Im Jahr 1991 ausgezeichnet mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, im Jahr 2006 mit dem Gerda-Henkel-Preis.



Publikationen

(u.a.): Velázquez. Form und Reform, Köln 2005; Politische Landschaft, München 1992; Hofkünstler, Köln 1985; Peter Paul Rubens. Leben und Werk, Köln 1970; Kommentare zu Rubens, Berlin 1965.

07
März
2011
  • Lecture
IFK
Martin Warnke

Martin Warnke widmet sich einem entscheidenden Kapitel der Kunstgeschichte: den Wechselbeziehungen zwischen bildender Kunst und Literatur. Der Dichter Francesco Petrarca, eine der Gründungsfiguren des Humanismus, war der Erste, der religiöse Bilderfahrungen als profane Beziehungsform darstellte und damit ein neues Paradigma eröffnete.

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