Matthew Johnson
Fulbright/IFK_Junior Fellow


Zeitraum des Fellowships:
01. Oktober 2019 bis 30. Juni 2020

Matthew Johnson

PROJEKTTITEL

Faltering Language. Deutsch-jiddische Literatur nach 1900



PROJEKTBESCHREIBUNG

In seinem Dissertationsprojekt beschäftigt sich Matthew Johnson mit der Beziehung zwischen der deutschen und der jiddischen Literatur nach 1900. Obwohl oft angenommen wird, dass Deutsch und Jiddisch divergierende Richtungen der modernen jüdischen Kultur repräsentieren, zeigt seine Forschung, dass erhebliche Anstrengungen unternommen wurden, um diese Sprachen zusammenzubringen. Johnson identifiziert und analysiert ein vernachlässigtes Korpus von Texten, in denen die AutorInnen sowohl Deutsch als auch Jiddisch benutzen. Hierzu gehören Übersetzungen, Transkriptionen, Sammlungen, Feuilletons und zweisprachige Texte von Solomon Birnbaum, Martin Buber, Paul Celan, Moyshe-Leyb Halpern, Bertha Pappenheim und Chava Rosenfarb. Weiterhin behauptet Johnson, dass diese sprachliche Begegnung zwischen Deutsch und Jiddisch neue Möglichkeiten für die moderne jüdische Kultur eröffnete.



CV

Matthew Johnson studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik und Judaistik in Chicago, Berlin und New York und absolvierte Praktika im Archiv des Jüdischen Museums Berlin und am Leo Baeck Institute in New York. Seit 2015 promoviert und lehrt er am Department of Germanic Studies an der University of Chicago. In seiner Dissertation befasst er sich mit den Beziehungen zwischen der deutschen und der jiddischen Literatur im 20. Jahrhundert. Darüber hinaus ist er zurzeit auch Mitglied im Redaktionsteam des Literaturmagazins Chicago Review.



Publikationen

“Book Review: Cosmic Miniatures and the Future Sense: Alexander Kluge’s 21st-Century Literary Experiments in German Culture and Narrative Form by Leslie Adelson”, in: The Germanic Review: Literature, Culture, Theory 95, 2019; together with Corbin Allardice, Jessica Kirzane, Jonah Lubin (Translation), “The Small Opinions of Great Men by G. Selikovitch”, in: Pakn Treger: Magazine of the Yiddish Book Center, 2019; “Book Review, Never Better! The Modern Jewish Picaresque by Miriam Udel”, in: geveb: A Journal of Yiddish Studies, 2016.