Stefanie Kitzberger
IFK_Junior Fellow


Zeitraum des Fellowships:
01. Oktober 2015 bis 30. Juni 2016

Stefanie Kitzberger

PROJEKTTITEL

Das konstruktive Imaginäre. Modelle von Kunst und Entwürfe künstlerischer Subjektivität im russischen Konstruktivismus



PROJEKTBESCHREIBUNG

Am Moskauer Institut für künstlerische Kultur (INKhUK) arbeitete die „Erste Arbeitsgruppe der Konstruktivisten“ in den frühen 1920er-Jahren an einer Neukonzeption von Kunst und Künstler/innen-Subjekt in Übereinstimmung mit den ökonomischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen nach der Oktoberrevolution. In ihrem Dissertationsprojekt geht Stefanie Kitzberger der Frage nach, weshalb die Versuche, das repräsentationale bürgerliche Kunstwerk durch eine funktionalistische, außerhalb des ästhetischen Feldes operierende künstlerische Praxis zu ersetzen, eine Wiederkehr von Imaginationen zur Folge hatten. Die damit einhergehenden Rezeptions- und Vermittlungskonzepte weisen den künstlerischen Erzeugnissen anstelle konkreter Anwendbarkeit einen modell- oder entwurfshaften Status zu. Das Imaginäre in den konstruktivistischen Objekten, Grafiken und Fotografien wird im Projekt aber nicht als ein Scheitern des Konstruktivismus in seinen künstlerischen Zielen interpretiert. Die Arbeiten werden vielmehr als Aushandlungsorte gedacht, in denen sich Vorstellungen von einer neuen Gesellschaft und Politik mit konkreten historischen Lebens- und Arbeitsbedingungen kreuzen.



CV

Stefanie Kitzberger studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Cultural Studies an der Universität Wien und schloss mit einer Diplomarbeit über das Werk des Künstlers Martin Kippenberger ab. Bis Herbst 2015 war sie Assistentin an der Abteilung Kunstgeschichte der Universität für angewandte Kunst Wien. 2016/17 IFK_Junior Fellow Abroad in Kent und Chicago.



Publikationen

‚ich brauch in keinem zimmer keinen baldachin wär auch sehr lächerlich’. Selbstinszenierung und Repräsentation der Erzherzogin Maria Anna, in: Eva Kernbauer und Aneta Zahradnik (Hg.), Höfische Porträtkultur. Die Bildnisse der Erzherzogin Maria Anna (1738–1789), Berlin 2016 (erwartet f. 2016); Rezension von Angelika Bartl, Andere Subjekte. Dokumentarische Medienkunst und die Politik der Rezeption, Bielefeld: Transcript, 2012, in: FKW. Zeitschrift für Geschlechterforschung, 56, 2014, URL: www.fkw-journal.de/index.php/fkw/article/view/1283/1286; Werktexte zu Robert Adrian X; Heiko Bressnik; Inge Dick; Stanislav Kolibal, in: Andrea Hubin und mumok (Hg.), Leidenschaftlich exakt. Sammlung Dieter und Gertraud Bogner im mumok, Köln 2012, S. 85–86, 106, 110, 154–155.

23
Mai
2016
  • Lecture
IFK
Stefanie Kitzberger

In den künstlerischen Arbeiten der russischen KonstruktivistInnen ist ein paradoxes Nachleben traditioneller Rezeptionsverhältnisse und repräsentationaler Strukturen zu beobachten. Stefanie Kitzberger fragt nach den historischen Kontexten dieser Wiederkehr.

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