Stefanie Samida
IFK_Research Fellow


Zeitraum des Fellowships:
01. Oktober 2019 bis 31. Januar 2020

Stefanie Samida

PROJEKTTITEL

DNA-gestützte Vergangenheitsforschung: Komplexität und Simplizität in interdisziplinären Kontexten



PROJEKTBESCHREIBUNG

Weitere schlagzeilenträchtige Überschriften wie „Britain is more Germanic than it thinks“ (Spiegel Online, 16.6.2011), „Wie viel Germane steckt in uns?“ (P.M. Magazin, 12/2014) und „Alle Europäer haben einen Migrationshintergrund“ (WAZ Online, 2.8.2017) bezeugen in ähnlicher Weise die steigende Bedeutung molekulargenetischer Ergebnisse im Kontext historischer Forschung im öffentlichen Diskurs. Zugleich bilden sie aber auch einen in den letzten Jahren beobachtbaren Trend innerhalb der Archäologie ab, der sich in der Zunahme naturwissenschaftlicher Verfahren zeigt. Die im Schnittfeld von Kultur- und Naturwissenschaften befindliche DNA-gestützte Vergangenheitsforschung bietet zwar völlig neue Zugänge, aber nur scheinbar eindeutige Aussagen zur menschlichen Vergangenheit. Der Vortrag nimmt sich der (Wechsel-)Beziehung von Komplexität und Simplizität in diesem Feld an und spürt den transdisziplinären Folgen nach.



CV

Stefanie Samida ist Privatdozentin für Populäre Kulturen an der Universität Zürich und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Heidelberg. Sie studierte Vor- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Mittelalterliche Geschichte, danach Medienwissenschaft-Medienpraxis. 2005 erfolgte die Promotion in Tübingen, 2016 die Habilitation an der Universität Zürich. Sie war u.a. Forschungsstipendiatin der Gerda Henkel Stiftung, Junior Fellow am Berliner Exzellenzcluster „Topoi“ und von 2012–2015 Projektleiterin im Forschungsprojekt „Living History. Reenacted Prehistory between Research and Popular Performance“ am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Heritage Studies, materielle Kultur, populäre Kulturen sowie Medien- und Wissenschaftsgeschichte.



Publikationen

Publikationen (u.a.): gem. mit Jörg Feuchter, “Why Archaeologists, Historians and Geneticists Should Work Together— and How”, in: Medieval Worlds 4, 2016, p. 5–21; gem. mit Manfred K. H. Eggert und Hans Peter Hahn (Hg.), Handbuch Materielle Kultur: Bedeutungen, Konzepte, Disziplinen, Stuttgart, Weimar 2014; gem. mit Manfred K. H. Eggert, Archäologie als Naturwissenschaft? Eine Streitschrift, Berlin 2013.

25
November
2019
18:00
  • Lecture
IFK
STEFANIE SAMIDA

In der Juli-Ausgabe des Jahres 2015 titelte „Bild der Wissenschaft“: „Wir Europäer sind Asiaten“. Die Beiträge zum Titelthema rekurrierten dabei weniger auf archäologische, sondern vielmehr auf aktuelle genetische Analysen, die auf neue und bislang „unbekannte Komponenten im Erbgut der Europäer“ hinwiesen.

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