Wojciech Łukowski
IFK_Senior Fellow


Zeitraum des Fellowships:
01. März 2012 bis 30. Juni 2012

Wojciech Łukowski

PROJEKTTITEL

Symbolische und ethische Dimension der (Spät)Moderne an ihrer europäischen Peripherie



PROJEKTBESCHREIBUNG

Das Forschungsziel ist ein Versuch, die symbolische und ethische Konstruktion der (Spät-)Moderne in ihrer peripheren Ausprägung zu erklären. Wojciech Łukowski sucht nach einer Antwort auf die komplexe Frage nach der Entstehung der Vorstellungen von einer guten Gesellschaft und einem symbolischen Zusammenhalt in einer erheblichen, nicht nur physikalischen Entfernung von den durch die Europäische Union institutionalisierten Vorstellungen von einer guten Gesellschaft, die in philosophischen und moralischen Schlüsselkonzepten (u. a. im Liberalismus und Kommunitarismus) enthalten sind. Der zu untersuchende Raum ist der soziale Raum des Grenzgebiets der Europäischen Union und der Russischen Föderation (der Kaliningrader Bezirk). Hier begegnen einander die europäischen und russischen Vorstellungen von gutem Leben und symbolischem Konstruieren von Raum. Von entscheidender Bedeutung wird jedoch wahrscheinlich die lokale Art und Weise der Bestimmung dessen sein, was europäisch, global, ethisch und symbolisch wertvoll ist, die Art und Weise, die eine Resultante der Wirkung von verschiedenen Kräften, Beweggründen, Vorstellungen und Kompetenzen sein wird. 



CV

Wojciech Łukowski ist Mitglied des Zentrums für Migrationsforschung an der Universität Warschau. Er leitete mehrere Forschungsprojekte, u. a.: Soziale Konstruktion von Heimat (1996–1999, VW-Stiftung); Polnische Arbeiter auf dem europäischen Arbeitsmarkt (2001–2003, Polnisches Wissenschaftsministerium); Grenze als Ressource. Der Schmuggel an der Grenze EU zu Russland (2004–2006, VW-Stiftung); Der Einfluss der temporären Wanderarbeit nach Deutschland auf die lokalen Gemeinschaften in Polen (Deutsch-Polnische Stiftung für Wissenschaft, 2009–2010) Politische und soziale Spaltungen in Polen. Ethnosurveyanalyse (Nationales Zentrum für Wissenschaft, 2010).



Publikationen

(u. a.): Symbolische Sonderstellung des EU-Russland Grenzraumes. Überwindung aller Grenzen durch die „Kritik der reinen Vernunft“ und den Schmuggel, in: Wilfried Heller (Hg.), Identitäten und Imaginationen der Bevölkerung in Grenzräumen, Berlin 2011, S. 123–136; gem. mit Mathias Wagner (Hg.), Alltag im Grenzland. Schmuggel als ökonomische Strategie im Osten Europas, Wiesbaden 2010; Społeczno na granicy. Zasoby społeczno ci lokalnych i mechanizmy ich wykorzystywania (Community an der Grenze. Ressourcen der lokalen Gemeinschaft und deren Nutzungsmechanismen), Warschau 2009; gem. mit Gerd Meyer und Stanislaw Sulowski (Hg.), Brennpunkte der politischen Kultur in Polen und Deutschland, Warschau 2007.

12
März
2012
  • Lecture
IFK
Wojciech Łukowski

Können die Thesen Immanuel Kants Einfluss auf die symbolische und ethische „Erschließung“ des Grenzraums zwischen der EU (Nordostpolen) und Russland haben? Ist es ein reiner Zufall, dass Kant gerade hier in Königsberg (seit 1945 Kaliningrad) gelebt und gewirkt hat? Fragen, die sich der polnische Politologe Wojciech Łukowski im Rahmen seines Vortrags zu den symbolischen und ethischen Dimensionen der europäischen Peripherie stellt.

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