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Alle Termin des IFK im laufenden Semester finden Sie hier.
05.03.2012 , 18:00 Uhr
Christoph Deutschmann, Soziologe an der Universität Tübingen, beschreibt den dynamischen Charakter des modernen Konsums und geht den Thesen derer nach, die die KonsumentInnen für manipuliert erachten, und auch jener, die eine solche autoritäre Interpretation für unangemessen halten. Konsumkritik bestimmt wieder Meinungen, Medien und Wissenschaft
12.03.2012 , 18:00 Uhr
Können die Thesen Immanuel Kants Einfluss auf die symbolische und ethische „Erschließung“ des Grenzraums zwischen der EU (Nordostpolen) und Russland haben? Ist es ein reiner Zufall, dass Kant gerade hier in Königsberg (seit 1945 Kaliningrad) gelebt und gewirkt hat? Fragen, die sich der polnische Politologe Wojciech Łukowski im Rahmen seines Vortrags zu den symbolischen und ethischen Dimensionen der europäischen Peripherie stellt.
19.03.2012 , 18:00 Uhr
Einer der Versromane von Chrétien de Troyes, des Begründers des höfischen Romans in der altfranzösischen Literatur, galt Wolfram von Eschenbach als Vorlage für seinen „Parzival“, und dieser wiederum als Schablone für Wagners gleichnamige Oper.Jan-Dirk Müller konzentriert sich in seinem Vortrag auf das Fehlen der „Mitleidsfrage“ beim eigentlichen Schöpfer der Figur Parzival und auf die Weltentwürfe zwischen Ritterlich-Höfischem, angeborenem Adel und christlicher Ethik
Read more … Jan-Dirk Müller: Art und Ethos. Zur Hybridität des Höfischen Weltentwurfs
22.03.2012 - 23.03.2012
Die Kultur- und Literaturgeschichte des Abendlands ist geprägt von Versuchen, das Leiden des Einzelnen kulturell produktiv zu machen. Die Integration von Leiderfahrungen – körperlichen wie seelischen – in den Raum der Kultur gelingt durch ihre ethisch-religiöse Einbindung, ihre politisch-ideologische Funktionalisierung und vor allem durch ihre ästhetische Vermittlung. Eingeübte Opferrhetoriken stellen dabei wirkungsmächtige Semantiken zur Verfügung, damit Verzicht, Schmerz, Qual und Tod mit Sinn versehen werden können.
26.03.2012 , 18:00 Uhr
Ana Mijić geht im Rahmen ihres Forschungsprojekts „Verletzte Identitäten? Zur Transformation von Deutungsmustern in Bosnien und Herzegowina des Nachkriegs“ der Frage nach, wie Menschen angesichts „verlorener Gewissheiten“ ihr Selbstbild (neu) konstruieren.
16.04.2012 , 18:00 Uhr
Anhand der Werke von arabisch-amerikanischen SchriftstellerInnen und KünstlerInnen legt Markus Schmitz, Professor für Englisch und Postcolonial & Media Studies, die auf Stereotypen basierenden wechselseitigen Infragestellungen und deren dazugehörige Konflikte frei. Was bedeutet auf der einen und auf der anderen Seite Migration? Was Authentizität? Was Identität?
23.04.2012 , 18:00 Uhr
An Robert Walsers Textoberflächen tummeln sich die Gattungen der Literatur scheinbar inflationär; tatsächlich sind die Texte aber höchst absichtsvoll in den Bedeutungshorizont der literarischen Gattungen eingeschrieben. Am Beispiel Walser diskutiert Paul Keckeis die Möglichkeiten der Gattungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.
Read more … Paul Keckeis: Im Spiel der Klassifikationen: Robert Walsers Gattungen
27.04.2012 , 14:00 Uhr - 18:30 Uhr
Unter dem Begriff „Knappheit“ wird in den Sozialwissenschaften das Handeln mit knappen Mitteln verstanden. Er kann aber auch als universelles Denkmodell diskutiert werden, das sich auf Alltag und Realität übertragen lässt. Im Rahmen dieses IFK_Workshops wird eine Debatte weitergeführt, die im Herbst 2011 in der „Zeitschrift für Kulturwissenschaften“ begonnen wurde.
Read more … "Knappheit" als Universalie? Kulturwissenschaftliche Interventionen
30.04.2012 , 18:00 Uhr
Die Kunsthistorikerin und Anthropologin Ursula Helg richtet in ihrem Vortrag den Blick auf die Adaption von Textilien westlicher Herkunft in Afrika. Diese waren dort schon immer begehrte Importgüter. Sie zeigt anhand von Beispielen, wie sich Stoffe und Kleider im Zuge ihrer Integration verwandelt und eine den lokalen Bedürfnissen entsprechende neue Funktion und einen neuen Sinn angenommen haben.
07.05.2012 , 18:00 Uhr
Jörg Rogge, dessen Arbeitsschwerpunkt die europäische Geschichte des späten Mittelalters ist, befasst sich mit den literarischen Ausdrucksvarianten mittelalterlicher Kämpfer und Autoren, wenn es um deren eigenen physischen Körper geht. Wie wird von diesen das „Körper sein“ erzählt? Wie wird das „Körper haben“ reflektiert?
11.05.2012 , 16:00 Uhr
Ludwig Jäger, ein Sprachwissenschafter, dessen neue Erkenntnisse gegenwärtig in viele Disziplinen der Kulturwissenschaften ausstrahlen, konzentriert sich in diesem Workshop auf einen zentralen Begriff im Werk von Ernst Cassirer, einem der wesentlichsten deutschen Kulturphilosophen (1874–1945).
14.05.2012 , 18:00 Uhr
Als sich der Südtiroler Künstler Paul Troger um 1730 in der Kulturlandschaft Mitteleuropas zu etablieren versuchte, waren wichtige Großaufträge der Monumentalmalerei bereits von anderen ausgeführt worden. Sie war im Begriff, sich immer stärker aus Bereichen profanen Gestaltens zurückzuziehen, und konzentrierte sich zunehmend auf Ausstattungen im kirchlichen Milieu. An diesem Punkt der Entwicklung setzt Andreas Gamerith mit seinen Beobachtungen an.
21.05.2012 , 18:00 Uhr
IFK_ Junior Fellow Angelika Frühwirth erforscht Narrative einer im transkulturellen Raum angesiedelten Prosa. Am Beispiel iranischer Exilautorinnen folgt sie Spuren literarischen Erinnerns und eruiert Momente der Identitäts(zer)setzung. Wie werden Raum und Zeit jenseits stabiler Bezugskonstanten verhandelt? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Weiblichkeit?
23.05.2012 , 18:00 Uhr
Mit der Reihe der Carl E. Schorske Lectures ehrt das IFK nicht nur einen international hochangesehenen Kulturhistoriker der Wiener Moderne, sondern es würdigt auch seine wichtige Rolle in der Gründungsphase des Forschungszentrums. Der Germanist Andreas Huyssen von der Columbia University hält heuer in dieser Reihe den Vortrag „Miniaturen der Metropole als Medium der Moderne“.
Read more … 2. Carl E. Schorske Lecture. Miniaturen der Metropole als Medium der Moderne
30.05.2012 , 18:00 Uhr
What does radical opposition look like in a democratic and open society? At what point does one begin to condone violent resistance? When does extremism in the name of emancipation become a gateway to repression? Eric Brandom analyzes the research of the French social philosopher Georges Sorel.
Read more … Eric Brandom: Georges Sorel. Autonomy, Statism, Violence
04.06.2012 , 18:00 Uhr
Das Dollfuß-Schuschnigg-Regime machte Hochschulpolitik auf seine Weise und dachte den Körper des Studierenden als „stahlgestaltigen“ Vaterlandsverteidiger. Tamara Ehs, Forscherin an der ÖAW und Lehrbeauftragte am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, veranschaulicht in ihrem Vortrag den körperpolitischen Einfluss der paramilitärischen Hochschullager jener Periode.
11.06.2012 , 18:00 Uhr
Christopher S.Wood, Professor für Kunstgeschichte an der Yale University, behandelt in seinem Vortrag das Phänomen des „eingebetteten Porträts“ in der Malerei des späten Mittelalters und der frühen Renaissance. Gemeint ist damit das Bild einer realen Person, das in eine biblische Szene eingeführt wird.
14.06.2012 , 18:00 Uhr
Eva Geulen hält einen Vortrag zu Giorgio Agamben
Read more … Grundzüge von Giorgio Agambens Souveränitätstheorie
15.06.2012 , 15:00 Uhr
Gegen den stark rezipierten Begriff des „bloßen Lebens“, unter dem der italienische Philosoph Giorgio Agamben eine Funktion souveräner Politik sieht, die stets schon Biopolitik gewesen sei, hat Agamben mit dem Begriff der „Lebensform“ eine Wahrnehmungsart angedeutet.
18.06.2012 , 18:00 Uhr
Bis zur Frühen Neuzeit gab es ein soziales wie juristisches Übereinkommen darüber, Kriminelle in Schandbildern öffentlich zu porträtieren. Ein Common Sense, der dieser Tage als längst abgeschlossen und unwürdig gilt. Dennoch sind wir in vielen Medien ständig mit Bildern konfrontiert, die das Ansehen eines Menschen zunichtemachen. Wie entwickelte sich die Ikonografie der Schändung im Laufe der Jahrhunderte? Und wie werden im Rahmen dieser Praxis die Begriffe von Ruhm, „memoria“ und Ehre thematisiert? Fragen, denen der Kunsthistoriker Christian Joschke nachgeht.
25.06.2012 , 18:00 Uhr
Georges de la Tours Malerei ist nicht nur realistisch, sie ist hyperrealistisch: Sie ist so übervoll an Details, als wollte sie die Natur nicht bloß wiedergeben, sondern ihre Effekte überbieten. Daphne Jung folgt den inszenierten Bildwelten de la Tours, die künstlich und doch unmittelbar anmuten.
Read more … Daphne Jung: Sprunghafte Wirklichkeiten. Hyperrealismus im Werk Georges de la Tours