02.04.2001

Architektur-Sprache. Entwurf, Programm, Material in Literatur und Baukunst der frühen Avantgarden

Entwurf, Programm, Material in Literatur und Baukunst der frühen Avantgarden.

Vom Pathos der revolutionären Umgestaltung aller Lebensverhältnisse und Denkweisen getragen, manifestierte sich am Vorabend des Ersten Weltkriegs eine Allianz von literarischer und architektonischer Avantgarde. Der alte Bund zwischen Technik und Poesie schien sich zu erneuern: Die Künste schienen dazu ausersehen, nicht nur die soziale Utopie eines Neuen Menschen zu formulieren, sondern darüber hinaus gestaltend in den (kosmischen) Umraum einzugreifen. Lassen die hochkomplexen (Traum-) Phantasien von Schriftstellern und Architekten (wie Paul Scheerbart, Bruno und Max Taut, Walter Gropius, Hans Scharoun etc.) auf den ersten Blick einen unvermittelten Gegensatz zur nüchternen architektonischen Praxis von Bauhaus und Neuer Sachlichkeit vermuten, so offenbaren sich gerade im technischen Funktionalismus signifikante Residuen von Archaik und Erlösungsmetaphysik.


Vortrag
IFK

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