11.03.2002
ROT. Vom prekären, wenn auch instruktiven Umgang der Geschichtswissenschaften mit den Neuen Medien
Ende 1997 wurde von der Bundesgeschäftsführung der Sozialdemokratischen Partei die Erarbeitung einer CD-Rom zu Geschichte, Politik und Kultur der österreichischen ArbeiterInnenbewegung in Auftrag gegeben. Ende 1999 waren die Arbeiten abgeschlossen, im Dezember 2001schließlich wurde die CD-Rom "ROT" publiziert.
An den sechs Bereichen Organisation, Soziales, Emanzipation, Zivile Gesellschaft, Modernisierung, Medien/Kommunikation ausgerichtet und in mehr als einhundert untereinander vernetzte Einzelmodule gegliedert, sollte sie den Usern einen an deren spezifischen Interessen orientierten individuellen Zugang zur Thematik ermöglichen.
Die Veranstaltung problematisiert die Widersprüchlichlichkeit und Ambivalenz des Entstehungsprozesses der CD im Spannungsfeld von "traditioneller" Geschichts-
wissenschaft und "neuen" Medien, von herkömmlichen Narrativen und postmoderner Visualität, von (nicht zuletzt generationsbedingten) differenten Wahrnehmungsweisen
und höchst unterschiedlichen (politischen, medialen, wissenschaftsstrategischen) Interessenslagen.
Die durch das Medium selbst gebrochene, scheinbar aufgelöste Linearität des historischen Meta-Narrativs und dessen Transformation in eine Vielzahl modular organisierter, in freier Assoziation verknüpfbarer Subebenen sollte sich dabei ?
Vortrag
IFK
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