24.08.2003
IFK_Akademie 2003
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Zielsetzungen:Mit den von 2003 an jährlich stattfindenden Akademien will das IFK folgende Ziele realisieren:
- Stärkung kulturwissenschaftlicher Verfahren und Perspektiven in den Humanwissenschaften
- Nachwuchsförderung im Wege einer intensiven Zusammenarbeit von jungen und bereits arrivierten ForscherInnen
IFK_faculty:Leitung:
Prof. Dr. Joseph Vogl, Fakultät f. Medien und Medienkultur, Bauhaus Universität Weimar
Weitere Mitglieder:
Prof. Dr. David Gugerli, Inst. f. Geschichte der ETH-Zürich, Technikgeschichte
Univ.-Ass. Dr. Werner Michler, Inst. f. Germanistik, Universität Wien
Prof. Dr. Inka Mülder-Bach, Inst. f. Dt. Philologie, Ludwig Maximilians Universität München
Prof. Dr. Helmut Lethen, Inst. f. Germanistik, Universität Rostock
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Rahmenthema:Topographien des PolitischenMit den Debatten um "neue" Weltordnungen und Kriege hat sich am Beginn des
21. Jahrhunderts die Frage nach der Bestimmung des Politischen erneut gestellt. Das betrifft elementare Aktionsweisen der Politik ebenso wie eine politische Theorie, die seit geraumer Zeit schon ihre zentralen Kategorien überprüft und reformuliert. Begriffe wie Feindschaft und Freundschaft stehen dabei ebenso auf dem Spiel wie das Problem symbolischer Demarkationen, die über das Verhältnis von Einschließung und Ausschließung, über die Konstitution politischer Einheiten entscheiden. Was Carl Schmitt einmal das "Brechen der Begriffsachsen" genannt hat, gilt auf besondere Weise auch für die aktuelle Situation: in der Spannung zwischen Nationalstaatlichkeit und globalen Interventionen, zwischen Hypermächten und Fundamentalismen sind Sache und Begriff des Politischen wiederum fragwürdig geworden.
Die IFK_Akademie 2003 nimmt diese Problemlagen zum Anlaß und stellt mit dem Thema Topographien des Politischen eine doppelte Frage. Versteht man Politik als eine Kunst, den politischen Körper zu erzeugen, so muß man in ihr ein besonderes Verfahren erkennen, den verstreuten Individuen und Reden einen verbindlichen Zusammenhang zu verschaffen. Politik ist darum Raumordnung und Redeordnung zugleich: einerseits die Kunst eines Diskurses, der Topoi, Gemein-Plätze, Orte des gemeinsamen Sprechens erzeugt; und andererseits das Wissen von einem Raum, der sich als Ort des Gemeinsamen konstituiert. Politische Macht manifestiert sich in territorialen wie in diskursiven Grenzziehungen, und ausgehend von neuesten Positionen politischer Theorie (z.B. Agamben, Hardt/Negri) sondiert das Programm der IFK_Akademie einige theoretische und historische Konstellationen, in denen sich ein modernes Konzept des Politischen ausgeprägt hat.
Subthemen:1) Technologien des nationalen Raums (David Gugerli) ?"
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