26.03.2001

Freud und Bergson - Materialien zur Geschichte der Kulturwissenschaften

Freuds "Traumdeutung" als Theorie kultureller Rhetorik.

Die Traumanalyse stellt für Freud die Brücke zwischen individuellen Phänomenen wie den Krankheitssymptomen, Fehlleistungen oder Phantasiebildungen und den kulturellen Leistungen wie Religion, Philosophie, Kunst etc. dar. Indem Freud zeigt, daß die Vorgänge, welche die Repräsentationen im psychischen System bestimmen, jenen entsprechen, die der figurativen Sprache zugrunde liegen, holt er die in die Literatur vertriebene Rhetorik zurück in den Bereich der Wissenschaft. Der Frage wird nachgegangen, ob und in welcher Weise die "Traumrhetorik" für die Kulturwissenschaften nützlich sein könnte. (Karl Stockreiter)

Henri Bergson und der George-Kreis

Henri Bergson (1859-1941), übte einen beträchtlichen aber beinahe vergessenen Einfluß auf die deutsche Kultur vor und nach dem Ersten Weltkrieg aus. Georg Simmel und Mitglieder des Kreises um Stefan George waren unter den ersten, die die Relevanz von Bergsons antirationalistischen Thesen für zeitgenössische Entwicklungen in Deutschland erkannten. Der Vortrag konzentriert sich auf die Auseinandersetzung mit Bergson innerhalb des George-Kreises. (Robert Norton)


Vortrag
IFK

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