06
April
2017
  • Workshop
IFK

APOKALYPSE UND POLITIK. ZUR AKTUALITÄT VON JACOB TAUBES

14:00 - 18:00

Der Religionsphilosoph Jacob Taubes (1923–1987) war ein radikaler Denker, der die religiösen Traditionen seit der Antike ausgezeichnet kannte und sie über die Theologie hinaus produktiv weiterführte. Mythologien, Riten, Dogmen galten ihm als Möglichkeiten, erfahrene Offenbarung für die Gegenwart nutzbar zu machen. Zugleich stand er der Moderne, ja der Welt, so wie sie ist, zutiefst skeptisch gegenüber.

 

Im dreißigsten Todesjahr des Religionsphilosophen Jacob Taubes und im siebzigsten Jahr des Erscheinens seiner Abendländischen Eschatologie ist dessen Denken, das Traditionen von Judentum, Christentum und Gnosis, aber auch Häresien des Mittelalters und der Neuzeit aufnimmt und radikal weiterführt, erstaunlich gegenwärtig. Taubes dachte stets existenziell. Er wusste sich in einer Zeit nach der Apokalypse, deren Wahrheit er zu bestimmen suchte. Seine philosophischen Einsichten wollte er über die Distanz von Jahrhunderten hinweg als ein Arsenal von Figuren und Konstellationen zur Veränderung der Gegenwart nutzen. Denn darauf richtete sich sein Interesse, er war mit der Moderne entzweit und bekannte, kein spirituelles Interesse an der Welt zu haben, so wie sie sei.

 

KONZEPTION: Martin Treml

TEILNEHMERINNEN:

Eveline Goodman-Thau (Jerusalem / Buchen/Odenwald), Herbert Kopp-Oberstebrink (Berlin), Thomas Macho (IFK), Christina Pareigis (Berlin), Martin Treml (Berlin), Christian Zolles (Wien)

 

 

Ort: IFK

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