13
Januar
2011
-
14
Januar
2011
  • Conference
IFK

Bilder Leben! Zur Theorie und Geschichte des Bildanimismus

Bilder geben zu sehen, Bilder geben zu denken, Bilder geben Zeichen. Diesen phänomenologisch, kognitivistisch und semiologisch verorteten Gaben muss eine weitere Bildfunktion hinzugefügt werden: Bilder sind imstande, dem Sehen und Hören vorgelagerte Strukturen und Prozesse im Inneren des Betrachters unmittelbar zu formen. Sie lassen den Betrachter physisch affiziert zurück; sie greifen ein und ändern ihn: Bilder handeln.

 


Wie ein Schatten verfolgt diese Bildmacht die dominanten Repräsentationsfunktionen. Sie animiert die Darstellungsfläche sichtbarer Gegenstände und wandelt sie zu einem Organismus zirkulierender Energien und Fantasmen. So entsteht das Bild als wirkmächtiges Double (Edgar Morin) des Menschen: Bilder leben. Mit der Beschreibung dieses Wechselspiels aus Animation und Animismus greifen Kultur- und BildtheoretikerInnen auf den reichen Fundus ethnografischer Untersuchungen zur Bildmacht zurück. Ihre Beiträge bei dieser Tagung werden die Fragen der Bild-Pragmatik, der Wirkkraft und Effektivität, der Veränderungsmacht und Partizipation im Akt der Bilderverwendung zu klären versuchen.

 

Konzeption: Karl Sierek (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
TeilnehmerInnen: Dominique Chateau (Université de Paris I Panthéon Sorbonne), Rupert Gaderer (Graduiertenkolleg Mediale Historiographien Universitäten Weimar, Erfurt und Jena), Gertrud Koch (Freie Universität Berlin), W.J.T. Mitchell (University of Chicago), Elisabeth von Samsonow (Akademie der bildenden Künste Wien), Alena Williams (Ph.D. Candidate, Art History and Archaeology, Columbia University)

 



Tagung in englischer Sprache.

 

Ort: IFK

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