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November
2019
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15
November
2019
  • Conference
IFK

CANETTIS WIEN. ZUM 25. TODESJAHR

Bild: Elias Canetti in Fritz Wotrubas Atelier unter dem Stadtbahnbogen, Wien 1935; Canetti Stiftung, Zürich

Vor 25 Jahren starb Elias Canetti (1994). Er hat fast das ganze 20. Jahrhundert erlebt und ist als Chronist einer verschwundenen Welt ebenso in die Literaturgeschichte eingegangen wie als empirischer Theoretiker der Verhältnisse zwischen Masse und Macht, die dieses Jahrhundert mehr als jedes vorangegangene geprägt haben. Seine literarische Karriere begann in Wien, aus dem er 1938 fliehen musste. 

2019 markiert eine erste Zäsur in der posthumen Rezeption: Canettis schriftlicher Nachlass liegt transkribiert vor, das Auslaufen der letzten von ihm verfügten Schutzfrist ist am Horizont sichtbar. Die Tochter des Autors hat eine Stiftung errichtet, mit deren Hilfe eine wissenschaftlich erarbeitete Gesamtausgabe editorisch umgesetzt werden soll. 25 Jahre sind aber auch eine Zeit, in der sich die Perspektive auf das gedruckte Werk gewandelt hat – durchaus parallel zu dem sich wandelnden Rückblick auf das 20. Jahrhundert, politisch wie soziologisch. Die Tagung möchte dazu anregen, Vertrautes aus Canettis Werk und seine Wiener Kontexte neu zu sehen.

KONZEPTION: Thomas Macho, Kristian Wachinger

TEILNEHMERINNEN: u.a. mit Bernhard Fetz, Sven Hanuschek, Elisabeth Heyne, Susanne Lüdemann, Pier Paolo Portinaro, Ernst Strouhal

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wien.

Weitere Informationen zu Thomas Macho, Kristian Wachinger

Ort: IFK

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