11
Mai
2012
  • Workshop
IFK

Ernst Cassirer: Symbolische Welterzeugung

Ludwig Jäger, ein Sprachwissenschafter, dessen neue Erkenntnisse gegenwärtig in viele Disziplinen der Kulturwissenschaften ausstrahlen, konzentriert sich in diesem Workshop auf einen zentralen Begriff im Werk von Ernst Cassirer, einem der wesentlichsten deutschen Kulturphilosophen (1874–1945).

 


Die jüngere Debatte der Kulturwissenschaften fasziniert durch einen Begriff, der nach seiner Hochzeit in der Sprachphilosophie und Ästhetik des 18. und 19.Jahrhunderts (Creuzer, Vischer, Goethe, Kant, Humboldt, Hegel) seine Bedeutung für eine Theorie der kulturellen Semantik gänzlich verloren zu haben schien: der Begriff des Symbols. Im 20.Jahrhundert wurde er weithin ersetzt durch einen strukturalistischen Zeichenbegriff und durch eine kognitivistische Sprachidee (Chomsky), in der der theoretische Begriff des Symbols keine Rolle mehr spielte. Erst in jüngster Zeit erlebt er eine Renaissance mit der Wiederentdeckung einiger Klassiker der Symboltheorie wie etwa Elias, Bourdieu und Goodman, deren Theorien alle um das Problem der symbolischen Weise der Welterzeugung kreisen. Keine dieser Theorien wäre freilich denkbar ohne die Symboltheorie des Philosophen, der im Zentrum des Workshops stehen soll: Ernst Cassirer / Ausschnitte aus dem ersten Band der „Philosophie der symbolischen Formen. Die Sprache“ (Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft (1925) 1964, S. 1–52).


Die Kenntnis der entsprechenden Textstelle wird vorausgesetzt!


Konzeption: Ludwig Jäger (Universität zu Köln/RWTH Aachen)

Ort: IFK

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