09
Mai
2018
  • Specials
IFK
Andrea van der Straeten

GESCHICHTE WIEDERHOLT SICH NICHT, ABER SIE REIMT SICH

18:15

Von der NZZ über Die Zeit bis zu The New Yorker – kaum ein Medium, das im letzten Jahr nicht über Matera berichtet hätte. Die kleine Stadt in Süditalien galt als „nationaler Schandfleck“ und steht nun als Europäische Kulturhauptstadt 2019 im Fokus der Aufmerksamkeit. Die Veranstaltung präsentiert das Ergebnis eines temporären experimentellen Labors vor Ort.

2016 richtete eine Gruppe von Kunstschaffenden und Lehrenden der Kunstuniversität Linz ein temporäres experimentelles Labor in Matera ein, um den Blick auf die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen zu richten, darauf, wie Vergangenes aus einer Perspektive der Gegenwart zu unterschiedlichen Narrativen zusammengefügt wird. Die Publikation, die dieses In-situ-Labor dokumentiert, ist ein Hybrid zwischen Buch, Ausstellung, Katalog, Magazin und Objekt. Die Gesten des Suchens, Entfaltens, Ausfaltens und Umdrehens bei der Erkundung des realen Ortes wurden in die Gestaltung der Dokumentation mitgenommen. Jeder der Folder fasst künstlerische Arbeiten und Gespräche unter bestimmten Aspekten zusammen: Entstehung und Entwicklung dieses spezifischen menschlichen Habitats, Infrastrukturen, Kontinuitäten und Veränderung, Architektur, kulturelle und soziale Ausdrucksformen. Die großformatigen fotografischen Poster jeweils auf den Innenseiten bilden mit den vor Ort entstandenen Video- und Audioarbeiten eine Ausstellung im Mikroformat und werden im IFK zu sehen sein.

Präsentation der Publikation und Gespräch mit: Andrea van der Straeten (Herausgeberin, Künstlerin), Fahim Amir (Philosoph und Aktivist), Angelo Stagno (Architekt), Thomas Hörl (Künstler), Martin Bilinovac (Künstler und Fotograf) und beteiligten KünstlerInnen

Andrea van der Straeten: Nach einem abgeschlossenen Studium der Germanistik und Politikwissenschaften in Marburg studierte Andrea van der Straeten Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Animationsfilmklasse von Maria Lassnig. Seit 1987 lebt sie als bildende Künstlerin in Wien und leitet seit 2002 die Studienrichtung Bildende Kunst / Experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Sie war Gastlehrende u. a. an der School of Art + Design der University of Illinois at Chicago, am Piet Zwart Institute der Willem de Kooning Akademie Rotterdam und 1999/2000 Professorin für Fotografie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie stellt international aus, ihre konzeptuellen Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen wie dem Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean in Luxemburg oder der Generali Foundation, Wien/Salzburg. Zahlreiche Preise und Stipendien, Vertretung: Galerie Raum mit Licht, Wien.

www.andreavanderstraeten.net

Ausgewählte Publikationen:

Der Käfig ist auf und der Zoo zu, Wien 2015; Landesgalerie Linz / Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain (Hg.), Andrea van der Straeten, [as if], Wien 2013; Material:Sprache, Wien 2011; Center for Curatorial Studies, Bard College (Hg.): Andrea van der Straeten, Not Again, “Making History” Reimagined, Newly commissioned work by Andrea van der Straeten curated by Sarah Demeuse, Wien 2010; Andrea van der Straeten: Lauter Flüstern/Whispering Louder. Künstlerbuch mit Texten der Künstlerin und einem Gespräch mit Alexander Kluge, Wien 2008.

Der Verlag SCHLEBRÜGGE.EDITOR, Wien, bei dem die Publikation erscheint, wird anwesend sein. 

Ort: IFK

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