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November
2010
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26
November
2010
  • Conference
ÖAW ÖSTERREICHISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 1010 Wien, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 2

Transformationen/Translationen des Wissens

Was passiert bei Interpretation, Übersetzung und Neukontextualisierung von Wissen? Was genau wird dabei verändert? Was sagen Transformationen über die InterpretInnen aus, was über die RezipientInnen?

 

TAGUNG AN DER ÖAW ÖSTERREICHISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
1010 Wien, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 2

 

Versteht man die Vergegenwärtigung von Wissenstraditionen als einen dynamischen Prozess, in dem durch Erinnerung, Aneignung, Zuweisung und Abweisung von Bedeutungen kontinuierlich Wissen und Orientierungsmuster erzeugt und auch wieder verändert werden, dann haben Vorgänge der Übersetzung und Transformation entscheidenden Anteil daran. Transformationen und Übersetzungen sind dabei als Wandlungsprozesse zu sehen, die auch die involvierten kulturellen Felder selbst modifizieren. Denn der Vorgang von Erschließung, Interpretation und Neukontextualisierung von Wissensbeständen verändert sowohl das, was der Transformation vorausgeht, als auch das, worauf abgezielt wird.

Prozesse der Transformation/Translation von Wissen generieren damit Neues in Gestalt (selbst-)reflexiver und interpretatorischer Leistungen von Subjekten und Denkkollektiven. Anhand von Antike-Rezeptionen (téchne und bios), kosmologischen Neuinterpretationen in der Renaissance, der Visualisierung von Topologie, veränderten Vorstellungen über die Epilepsie in der Moderne sowie der Transformation von Archiven in historisches Wissen über Wissenschaft sollen diese Fragestellungen exemplarisch verhandelt werden.

 

Konzeption: Federico Italiano (IKT, Wien), Helmut Lethen (IFK, Wien), Heidemarie Uhl (IKT, Wien)
TeilnehmerInnen: Hartmut Böhme (Institut für Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin), Marco Formisano (Institut für Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin), Federico Italiano (IKT, Wien), Johannes Kassar (Graduiertenkolleg "Das reale in der Kultur der Moderne", Universität Konstanz), Wolfram Pichler (Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien), Georg Toepfer (Institut für Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin), Christina Wessely (Doktoratskolleg Plus "Naturwissenschaften im historischen, philosophishen und kulturellen Kontext", Universität Wien)

 

Eine Kooperation des IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften mit dem Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (= IKT).

25.11.2010: Abendvortrag im Rahmen der Wiener Vorlesungen, 19.00 Uhr
RATHAUS: 1010 Wien, Lichtenfelsgasse 2
Hartmut Böhme: Von der Giotto-Fliege zu Yoko Ono's "Fly". Performative und semiotische Transformationsspiele der Künste von der Antike bis zur Moderne.

 

Ort: ÖAW ÖSTERREICHISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 1010 Wien, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 2

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