Die Web-Seite IFK_Books inofmiert über Publikationen, die im Umfeld des IFK_Geschehens entwickelt wurden.

Die folgenden Publikationen sind im Zusammenhang mit IFK_Veranstaltungen entstanden.

 

Lutz Musner

Der Geschmack von Wien

Kultur und Habitus einer Stadt Frankfurt/Main: Campus Verlag GmbH. 2009 293 Seiten, broschiert, 35,90 Eur (A), 34,90 Eur (D), 59,-- sFr
EUR:
ISBN: 978-3-593-38897-7


Wiens Ruf als Kulturstadt und als "Weltstadt der Musik" geht auf ein besonderes Flair im Lebensstil, Ästhetik und Alltagskultur zurück. Wie und wodurch ist dieses Bild, das in und außerhalb Wiens gleichermaßen gepflegt wird, entstanden? Lutz Musner zieht unter anderem Stadtführer, Werbung, Architekturkontroversen, literarische Texte und ortstypische Alltagspraktiken wie die sprichwörtliche "Wiener Gemütlichkeit" heran, um zu zeigen, wie Tradition und ästhetische Codierungen die Herausbildung eines ungewöhnlich resistenten Selbst- und Fremdbildes der Stadt beeinflusst haben.


Thomas Brandstetter, Christof Windgätter (Hg.)

Zeichen der Kraft. Wissensformationen 1800 - 1900

Beiträge von: Christoph Asendorf, Robert M. Brain, Thomas Brandstetter, Philipp Felsch, Günter Gödde, Ethel Matala de Mazza, Wolfgang Pircher, Kai Marcel Sicks, Bernhard Siegert, Joseph Vogl, Christof Windgätter, M. Norton Wise Berlin: Kadmos 2008 290 Seiten, 22,50 Eur (D)
EUR:
ISBN: 978-3865990365


Ausgangspunkt dieses Buches ist die These, dass Kraft als Paradigma einer bestimmten Epoche der europäischen Kulturen zu gelten hat: von der französischen Revolution über die Industrialisierung bis zum beginnenden 20. Jahrhundert. Ohne Übertreibung kann sie für diesen Zeitraum als ein "transzendentales Prinzip" (Rabinbach) bezeichnet werden, dessen Wirkungen für so unterschiedliche Felder wie die Physik, die Ökonomie, die Politik, die Philosophie, die Psychologie oder die Ästhetik konstitutiv gewesen sind.
Die Beschäftigung mit Unfällen allerdings zeigt, dass solche hervorbringenden oder produktiven Wirkungen der Kraft unvermeidlich mit der Gefahr des Kontrollverlustes verbunden waren. Ungeplante Entfesselungen oder Entladungen sind als Drohung in einer Epoche der Dampfmaschinen, Industrieanlagen, Sprengstoffexperimente, Menschenmassen, Triebhaushalte oder Sportexzesse stets präsent gewesen; nicht selten als das Umschlagen in eine ebenso spektakuläre wie katastrophische Realität. Ziel der hier versammelten Aufsätze ist es, diese Ambivalenz des Kraft-Paradigmas zu verfolgen. An verschiedenen Techniken, Materialien und Praktiken wird gezeigt, dass zum In-Form-Bringen der Kraft immer auch deren Aus-der-Form-Geraten gehört.


Andrea Buddensieg, Peter Weibel (eds.)

Contemporary Art and the Museum. A Global Perspective

With essays by: Rasheed Araeen, Claude Ardouin, Hans Belting, Rustom Bharucha, Andrea Buddensieg, John Clark, Karen Cordero Reiman, Mamadou Diawara, Serge Gruzinski, Salma Khadra Jayyusi, Boumil Jewsiewicki, Beral Madra, John Onians, Peter Weibel Ostfildern: Hatje Cantz 2007 256 pages, 29,80 Eur (D), 30,60 Eur (A), 48,00 sFr
EUR:
ISBN: 978-3-7757-1933-9


The institutionalization of contemporary art, seen on a global scale, is still an open question. The global art production, as a new and controversial phenomenon, affects the future of art museums in many ways.
Museums - especially those outside the west - have not yet followed the wave of biennials. While migration is the issue in artists' circles, public museums as local institutions are confronted with the challenge of globalization. This book focuses on the reciprocal impact of contemporary non-Western art and local museums all over the world. It assembles a group of art critics, anthropologists, and museum curators who address the identity of the museum and its change from a variety of viewpoints that reflect their different backgrounds. The critical essays were written for two international conferences, while other texts were chosen for their significance as exemplary statements for the present situation.


Hans Belting (Hg.)

Bilderfragen. Die Bildwissenschaften im Aufbruch

Beiträge von Hans Belting, Gottfried Boehm, Ilka Brändle, Peter Geimer, Hans Dieter Huber, Klaus Krüger, Christiane Kruse, Thomas Macho, Birgit Mersmann, Reinhart Meyer-Kalkus, W.J.T. Mitchell, Jean-Luc Nancy, Elisabeth von Samsonow, Martin Schulz, Serge München: Fink 2007 357 Seiten, EUR 34,90 (D), EUR 35,90 (A)
EUR:
ISBN: 978-3-7705-4457-8


Bildfragen haben heute eine allgemeine Aktualität gewonnen. Sie entzünden sich auch an der Kontroverse, ob digitale Bilder noch in die bekannte Geschichte der Bilder gehören. Die bildgebenden Verfahren der Naturwissenschaft oder die Visualisierung von Information sorgen für neue Diskussionen. Und doch fehlt immer noch eine allgemeine Bildwissenschaft, die sich solchen Fragen in einem interdisziplinären und, wenn möglich, in einem interkulturellen Rahmen widmete. Sie wäre anders orientiert als die Medienwissenschaft, so sehr diese auch Bildmedien untersucht, und die Kunstwissenschaft, aus welcher der Herausgeber kommt. In seinem bekannten Buch "Bild und Kult" hat Hans Belting die Bildgeschichte, die wir noch nicht haben, in ihrem Profil sichtbar gemacht. Im vorliegenden Band verfolgt er diesen Weg konsequent weiter. Die Beiträge gehen das Thema des Bildes von verschiedenen Seiten an, um es in seiner ganzen Komplexität sichtbar zu machen. Der Bildbegriff, wenn man ihn an seiner Wurzel packt, rechtfertigt sich letztlich nur als ein anthropologischer Begriff. Er lässt sich nicht von dem Doppelsinn treffen, den wir ihm geben, wenn wir ebenso von mentalen Bildern sprechen wie von den Artefakten der künstlerischen und technischen Bildproduktion. Die Interaktion zwischen Imagination und Bild-Technologie ist daher von Hause aus ein anthropologisches Thema.