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Die folgenden Publikationen sind im Zusammenhang mit IFK_Veranstaltungen entstanden.
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Lutz Musner
Der Geschmack von Wien
Kultur und Habitus einer Stadt
Frankfurt/Main: Campus Verlag GmbH. 2009
293 Seiten, broschiert, 35,90 Eur (A), 34,90 Eur (D), 59,-- sFr
ISBN: 978-3-593-38897-7
Wiens Ruf als Kulturstadt und als "Weltstadt der Musik" geht auf ein besonderes Flair im Lebensstil, Ästhetik und Alltagskultur zurück. Wie und wodurch ist dieses Bild, das in und außerhalb Wiens gleichermaßen gepflegt wird, entstanden? Lutz Musner zieht unter anderem Stadtführer, Werbung, Architekturkontroversen, literarische Texte und ortstypische Alltagspraktiken wie die sprichwörtliche "Wiener Gemütlichkeit" heran, um zu zeigen, wie Tradition und ästhetische Codierungen die Herausbildung eines ungewöhnlich resistenten Selbst- und Fremdbildes der Stadt beeinflusst haben.
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Thomas Brandstetter, Christof Windgätter (Hg.)
Zeichen der Kraft. Wissensformationen 1800 - 1900
Beiträge von:
Christoph Asendorf, Robert M. Brain, Thomas Brandstetter, Philipp Felsch, Günter Gödde, Ethel Matala de Mazza, Wolfgang Pircher, Kai Marcel Sicks, Bernhard Siegert, Joseph Vogl, Christof Windgätter, M. Norton Wise
Berlin: Kadmos 2008
290 Seiten, 22,50 Eur (D)
ISBN: 978-3865990365
Ausgangspunkt dieses Buches ist die These, dass Kraft als Paradigma einer bestimmten Epoche der europäischen Kulturen zu gelten hat: von der französischen Revolution über die Industrialisierung bis zum beginnenden 20. Jahrhundert. Ohne Übertreibung kann sie für diesen Zeitraum als ein "transzendentales Prinzip" (Rabinbach) bezeichnet werden, dessen Wirkungen für so unterschiedliche Felder wie die Physik, die Ökonomie, die Politik, die Philosophie, die Psychologie oder die Ästhetik konstitutiv gewesen sind.
Die Beschäftigung mit Unfällen allerdings zeigt, dass solche hervorbringenden oder produktiven Wirkungen der Kraft unvermeidlich mit der Gefahr des Kontrollverlustes verbunden waren. Ungeplante Entfesselungen oder Entladungen sind als Drohung in einer Epoche der Dampfmaschinen, Industrieanlagen, Sprengstoffexperimente, Menschenmassen, Triebhaushalte oder Sportexzesse stets präsent gewesen; nicht selten als das Umschlagen in eine ebenso spektakuläre wie katastrophische Realität. Ziel der hier versammelten Aufsätze ist es, diese Ambivalenz des Kraft-Paradigmas zu verfolgen. An verschiedenen Techniken, Materialien und Praktiken wird gezeigt, dass zum In-Form-Bringen der Kraft immer auch deren Aus-der-Form-Geraten gehört.
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Andrea Buddensieg, Peter Weibel (eds.)
Contemporary Art and the Museum. A Global Perspective
With essays by: Rasheed Araeen, Claude Ardouin, Hans Belting, Rustom Bharucha, Andrea Buddensieg, John Clark, Karen Cordero Reiman, Mamadou Diawara, Serge Gruzinski, Salma Khadra Jayyusi, Boumil Jewsiewicki, Beral Madra, John Onians, Peter Weibel
Ostfildern: Hatje Cantz 2007
256 pages, 29,80 Eur (D), 30,60 Eur (A), 48,00 sFr
ISBN: 978-3-7757-1933-9
The institutionalization of contemporary art, seen on a global scale, is still an open question. The global art production, as a new and controversial phenomenon, affects the future of art museums in many ways.
Museums - especially those outside the west - have not yet followed the wave of biennials. While migration is the issue in artists' circles, public museums as local institutions are confronted with the challenge of globalization. This book focuses on the reciprocal impact of contemporary non-Western art and local museums all over the world. It assembles a group of art critics, anthropologists, and museum curators who address the identity of the museum and its change from a variety of viewpoints that reflect their different backgrounds. The critical essays were written for two international conferences, while other texts were chosen for their significance as exemplary statements for the present situation.
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Hans Belting (Hg.)
Bilderfragen. Die Bildwissenschaften im Aufbruch
Beiträge von Hans Belting, Gottfried Boehm, Ilka Brändle, Peter Geimer,
Hans Dieter Huber, Klaus Krüger, Christiane Kruse, Thomas Macho, Birgit Mersmann,
Reinhart Meyer-Kalkus, W.J.T. Mitchell, Jean-Luc Nancy, Elisabeth von Samsonow,
Martin Schulz, Serge Tisseron, Horst Wenzel, Beat Wyss
München: Fink 2007
357 Seiten, EUR 34,90 (D), EUR 35,90 (A)
ISBN-978-3-7705-4457-8
Bildfragen haben heute eine allgemeine Aktualität gewonnen. Sie entzünden sich auch an der Kontroverse,
ob digitale Bilder noch in die bekannte Geschichte der Bilder gehören. Die bildgebenden Verfahren der
Naturwissenschaft oder die Visualisierung von Information sorgen für neue Diskussionen. Und doch fehlt
immer noch eine allgemeine Bildwissenschaft, die sich solchen Fragen in einem interdisziplinären und,
wenn möglich, in einem interkulturellen Rahmen widmete. Sie wäre anders orientiert als die
Medienwissenschaft, so sehr diese auch Bildmedien untersucht, und die Kunstwissenschaft, aus welcher
der Herausgeber kommt. In seinem bekannten Buch "Bild und Kult" hat Hans Belting die Bildgeschichte,
die wir noch nicht haben, in ihrem Profil sichtbar gemacht. Im vorliegenden Band verfolgt er diesen
Weg konsequent weiter. Die Beiträge gehen das Thema des Bildes von verschiedenen Seiten an, um es in
seiner ganzen Komplexität sichtbar zu machen. Der Bildbegriff, wenn man ihn an seiner Wurzel packt,
rechtfertigt sich letztlich nur als ein anthropologischer Begriff. Er lässt sich nicht von dem
Doppelsinn treffen, den wir ihm geben, wenn wir ebenso von mentalen Bildern sprechen wie von den
Artefakten der künstlerischen und technischen Bildproduktion. Die Interaktion zwischen Imagination
und Bild-Technologie ist daher von Hause aus ein anthropologisches Thema.
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Monika Sommer, Marcus Gräser, Ursula Prutsch (Hg.)
Imaging Vienna
Innensichten, Außensichten, Stadterzählungen
Mit einem Vorwort von Hans Belting
Beiträge von Monika Sommer, Wolfgang Maderthaner, Friedrich Achleitner, Heidemarie Uhl, Martina
Nußbaumer, Ursula Prutsch, Siegfried Mattl, Daniela Strigl, Klaus Zeyringer, Claudia Stefanetti Kojrowicz, Franz
Schuh und Marcus Gräser
Wien: Turia + Kant 2006
207 Seiten, Euro 18,-
ISBN 3-85132-436-6
Die Fülle der Bilder, Images und Identitäten, die in Städten und für Städte entworfen
werden, lassen sich grob unterscheiden in große, formative Stadterzählungen, die einen "offiziellen"
Charakter haben, und in unmittelbare Stadtemotionen, die als privates "mental mapping" zur Sozialisation aller
GroßstadtbewohnerInnen gehören. Dieses Buch will am Beispiel Wiens diese beiden Aspekte in ihrer
jeweiligen Besonderheit, aber auch in ihrer Wechselwirkung untersuchen - denn beide Bildsorten sind Varianten
eines "symbolic management", das eine Orientierung in der Stadt und an der Stadt erst ermöglicht.
In welchem Verhältnis stehen die großen Erzählungen von Wien - die Musikstadt, der Komplex
"Wien 1900", das Rote Wien - zur Stadtemotion unterschiedlicher sozialer Milieus? Auch wenn es sich bei den
großen Erzählungen um Konstruktionen städtischer Eliten und den Ausdruck einer seit dem
späten 19. Jahrhundert zunehmenden Städtekonkurrenz gehandelt hat, kann nicht davon ausgegangen
werden, dass hier in einem manipulativen Mechanismus "von oben" einer städtischen Gesellschaft eine
Identität übergestülpt wurde. Viel eher kann die Analyse der Wechselwirkung aus
interessengeleiteter, strategischer Identitätspolitik "von oben" und erlebter Stadt "von unten" Aufschluss
geben.
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Carl E. Schorske
Mit Geschichte denken. Übergänge in die Moderne
Mit einem Geleitwort von Aleida Assmann, herausgegeben von Wolfgang Maderthaner und Lutz Musner
Aus dem Amerikanischen von Georgia Illetschko und Erik Vogt
Wien: Löcker Verlag 2004. 266 Seiten, broschiert
Euro 25,-
ISBN 3-85409-371-3
Zur Verleihung des Wittgenstein-Preises an Carl E. Schorske, Gründungs- und Ehrenvorsitzender des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats des IFK Anfang Oktober 2004 erschien "Thinking with History: Explorations in the Passage to Modernism" (Princeton 1998) in deutscher Übersetzung.
"Auch diese Essay-Sammlung 'Mit Geschichte denken'" widmet sich zu einem Gutteil der Donaumonarchie; Teil zwei des Bandes behandelt 'Klio im Untergang: Auf dem Weg zur Moderne in Wien', während Teil eins, 'Klio im Aufgang: Historische Kulturen im Europa des 19.
Jahrhunderts', Betrachtungen über so eigenständige Denker wie Voltaire, Spengler, Burkhardt, Coleridge, Wagner, Morris anstellt. Im Zentrum auch hier: Die Stadt, diese Verdichtung kulturhistorischer Prozesse. Mahler und Freud, das Burgtheater, die Universität, Schönberg und Loos - ganz Wien liefert ihm Material für die Essays über Klios Untergang. ... Vielfältig sind die Beispiele des Autors mit seinem Hang zur interdisziplinären Forschung, wenn er den Versuche der Synthese und ihr Scheitern belegt."
(Die Presse, 2. Oktober 2004)
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Dieter Hoffmann-Axthelm (Hg.)
Wozu Kulturwissenschaften?
Ästhetik & Kommunikation 126 (Herbst 2004)
Mit Beiträgen von Dieter Hoffmann-Axthelm, Cornelia Vismann, Winfried Fluck, Rolf Lindner, Andreas
Hepp, Ludovica Scarpa, Birgit Wagner, Stanley Corngold, Vivian-Tiffony Kea, Winfried Pauleit, Hans Belting, Lucius
Burkhardt, Michael Wilkens, Arne Klawitter, Carsten Rohde u. a.
Berlin: Verlag Ästhetik & Kommunikation 2004
Euro 11,-
ISSN 0341-7212
"Die Frage 'Wozu Kulturwissenschaften?', zielt vor allem auf die Zukunft des Unternehmens", so schreibt Dieter
Hoffmann-Axthelm (IFK_Urban Fellow der Stadt Wien 2002) in seinem Beitrag - und initiierte am IFK eine
Klausurtagung, aus der die vorliegende Ausgabe von "Ästhetik & Kommunikation" hervorging; dort stand,
so Hoffmann-Axthelm weiter, "nicht die Systematik der Kulturwissenschaften im Mittelpunkt, sondern die
Unterschiedlichkeit der Interessen". Die Konfliktlinien, die damit einhergehen, sind folgende: die Differenzen
zwischen den verschiedenen Generationen von WissenschafterInnen, quer dazu der Konflikt zwischen
"Kulturwissenschaft" im Singular und "Kulturwissenschaften" im Plural und als weitere Konfliktlinie jene
zwischen institutionell erfolgreichen Karriereverläufen von KulturwissenschafterInnen und akademischem
"Außenseitertum". Wer sich in die Beiträge vertieft, stößt auf einige unangenehme
Wahrheiten und Wirklichkeiten - und auf eine Vielzahl unterschiedlicher Ansätze, Vorschläge und
Perspektiven.
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Kristin Kopp/Klaus Müller-Richter (Hg.)
Die "Großstadt" und das "Primitive". Text - Politik - Repräsentation
Mit Beiträgen von Kristin Kopp, Volker Barth, Werner Michael Schwarz, Tony Bennett, Mark B. Sandberg,
Klaus Müller-Richter, Siegfried Mattl, Sigrid Wadauer, Sara F. Hall, Stephan Dietrich und Robert Matthias
Erdbeer
Stuttgart/Weimar: Verlag J. B. Metzler 2004. 268 Seiten, kartoniert
Euro 39,95 / sFR 64,-
ISBN 3-476-45323-5
Dieses Buch versammelt die Beiträge zur gleichnamigen BTWH-Tagung, die im Dezember 2001 am IFK
stattgefunden hat. Mit dem Oberbegriff "das Primitive" werden ganz unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen
bezeichnet, die sich einer Zugehörigkeit zu einer civitas durch ihre Verhaltensweisen entziehen: ExotInnen
und ExzentrikerInnen, Obdachlose und einfache Leute vom Lande. Ihr Auftreten in der Großstadt um 1900 wird
von den AutorInnen unter verschiedenen Gesichtspunkten reflektiert. Zwei Konkretisierungen des sogenannten
"Primitiven" im urbanen Kontext standen dabei im Mittelpunkt: - die Konstruktion des eigenen "Volkes" und eines
"volkstümlichen" kulturellen Erbes und - die Konstruktion des kolonialen oder exotischen "Primitiven".
Dabei erweisen sich die Abgrenzung und die Verteilung der gesellschaftlichen "Schichten" - das soziale Oben und
Unten, das Drinnen und Draußen - im urbanen Raum sowie deren Benennung als Produkt kultureller Praktiken
und diskursiver Strategien: Wer bestimmt, was "primitiv" ist und was nicht? Wozu braucht eine Großstadt
das "Primitive"? Wo ist das "Primitive" in den Städten zu finden?
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Edith Wenzel (Hg.)
Grenzen und Grenzüberschreitungen. Kulturelle Kontakte, zwischen Juden und Christen
im Mittelalter.
Aschkenas 14 (2004)
Mit Beiträgen von Edith Wenzel, Markus Wenninger, Martha Keil, Martin Przybilski, Fritz Peter Knapp
und Norbert H. Ott.
Tübingen: Max Niemeyer Verlag 2004
Euro 54,- / sFR 93,-
ISBN 3-484-98090-7
Dieser Aschkenas-Band enthält die Beiträge zur internationalen Tagung "Grenzen und
Grenzüberschreitungen", die - konzipiert und geleitet von Edith Wenzel (RWTH Aachen und IFK_Visiting Fellow
2001) - Ende November 2002 am IFK stattfand. Ausgehend von einer kritischen Auseinandersetzung mit den in der
älteren Forschung traditionellen Vorstellungen von Separation und Isolation - sprich: Ghetto - stand im
Zentrum der Tagung und auch dieses Bandes die Frage nach den Möglichkeiten eines beidseitigen
Kulturaustausches. Die Leitfragen: Gab es einen öffentlichen Raum, der Juden und Christen Kontakte
über den rechtlichen und ökonomischen Bereich hinaus ermöglichte? Wo waren kulturelle
Grenzüberschreitungen oder Übergänge möglich, und wo lagen die Grenzen für einen
kulturellen Dialog?
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hyper[realitäten]büro (Hg.)
Monopolis. Globalisierung und Stadtforschung
sinn-haft Nr. 14/15
Mit Beiträgen von Rolf Lindner, Daniel Winkler, Irina Novikova, Alan Blum, Ulrike Gerhard, James Donald,
Kathrin Wildner, Bryan Roberts, Sergio Tamayo, Xóchitl Cruz, Lourdes Benería, Susanna Schaller, Rick
Tardanico, Pablo Ciccolella, Karin Fischer und Johannes Jäger.
Wien: Löcker Verlag 2003
Euro 10,-
ISBN 3-85409-386-1
Die "sinn-haft"-Doppelnummer "Monopolis" dokumentiert den internationalen Workshop "Globalization and Urban
Studies", der im Oktober 2002 am IFK stattgefunden hat. Die - teils englischen, teils deutschen - Beiträge
bewegen sich in den Spannungsfeldern von Globalisierung und Stadtentwicklung, von Einzigartigkeit und
Vergleichbarkeit, von Armut und Reichtum, von Bevormundung und Aneignung in und von urbanen Räumen; dabei
stehen Beiträge zu methodischen Fragen neben Fallbeispielen zu Marseille, Berlin, New York, Washington,
Mexico City, Buenos Aires. Ergänzt wird der akademische Diskurs von "Randtexten" in Form von
Weltenbummler-E-Mails.
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Lutz Musner, Gotthart Wunberg, Eva Cescutti (Hg.)
Gestörte Identitäten?
Eine Zwischenbilanz der Zweiten Republik.
Ein Symposium zum 65. Geburtstag von Moritz Csáky mit Beiträgen von Heidemarie Uhl, Ernst Hanisch,
Helmut Konrad, Thomas Macho, Franz Schuh, Dieter A. Binder und Armin Thurnher.
Innsbruck/Wien/München/Bozen: Studienverlag 2002
Euro 12,- / sFr 21,80
ISBN 3-7065-1687-X
Der Band ist Moritz Csáky, dem Gründungspräsidenten des IFK, zum 65. Geburtstag gewidmet: Er
erkannte schon lange, bevor das Forschungsdesiderat der "Historischen Gedächtnisse" wissenschaftliche Konjunktur
bekam, die Relevanz der Memoria für die jüngere (österreichische) Geschichte und ihre Verwerfungen im
"Jahrhundert der Extreme" (E. Hobsbawm).
Die Beiträge analysieren die Simplifizierungen von "Erfolgsgeschichte"
oder "Mißerfolgsgeschichte" der Zweiten Republik, von Opfermythos und
Tätermythos und dem damit eng verbundenen österreichischen Nationsbildungsprozeß.
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Lutz Musner, Gotthart Wunberg, Christina Lutter (Hg.)
Cultural Turn. Zur Geschichte der Kulturwissenschaften
Mit
Beiträgen von Rolf Lindner, Christoph Brecht, John Borneman, David Frisby, Karin Wilhelm, Ursula Renner,
Oksana Bulgakova und Günther Sandner.
(kultur.wissenschaft 3) Turia + Kant, Wien 2001
Euro 18,-
ISBN 3-85132-277-0
Daß die Kulturwissenschaften eine Geschichte haben, wird derzeit allerorten in der
scientific community entdeckt; geschrieben ist diese Geschichte freilich noch lange nicht. Das Stichwort
"Cultural Turn" wird - in welcher Sprache auch immer - in dieser Geschichte allerdings eine wichtige Rolle
spielen. Die Beiträge - hervorgegangen aus einer IFK_Tagung 1999 - gruppieren sich um drei zentrale
Aspekte des "Cultural Turn", die für den Gegenstandsbereich und die Verfahren der Kulturwissenschaften
konstitutiv sind: erstens um die Verbindung von Gesellschafts- und Kulturanalyse, die der Entkoppelung eines
"Kulturalismus" vom Sozialen entgegenwirken soll, zweitens um die selbstreflexive Dimension, die ein sehr
wesentliches Traditionsmoment der Kulturwissenschaften ist, drittens um veränderte Strategien der sozialen
Aufmerksamkeit, die einen umverteilenden und relationalen Blick auf Zwischen-Räume und
Zwischen-Verhältnisse suchen. Die vergleichende Gegenüberstellung angelsächsischer und
deutschsprachiger Konzepte und Ansätze zieht sich - höchst aufschlußreich - wie ein roter Faden
durch den Band.
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Horst Wenzel, Wilfried Seipel, Gotthart Wunberg (Hg.)
Die Verschriftlichung der Welt.
Bild, Text und Zahl in der Kultur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
Mit Beiträgen von Horst Wenzel, Klaus Schreiner, Norbert H. Ott, Gertrud Blaschitz, Wolfgang Neuber und Ulrich Ernst.
(Schriften des Kunsthistorischen Museums 5) Skira, Mailand/Wien 2000
Euro 57,40
ISBN 3-85497-019-6
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Horst Wenzel, Wilfried Seipel, Gotthart Wunberg (Hg.)
Audiovisualität vor und nach Gutenberg. Zur Kulturgeschichte der medialen
Umbrüche
Mit Beiträgen von Ludwig Jäger, Friedrich Kittler, Gert Althoff, Jan-Dirk
Müller, Klaus Schreiner, Jan Assmann, Urban Küsters, Bernhard Siegert, Thomas Cramer, Daniela
Hammer-Tugendhat, Haiko Wandhoff, Horst Wenzel, Aleida Assmann, Michael Giesecke, Hans Georg Soeffner, Peter
M. Spangenberg, Marie-Luise Angerer, Siegfried J. Schmidt und Dirk Matejkovski.
(Schriften des Kunsthistorischen Museums 6) Skira, Mailand/Wien 2001 Euro 57,40
ISBN 3-85497-023-4
Damals "Gutenberg-Gesellschaft"? Heute "Netzwerk-Gesellschaft"? Ausgehend von der These, daß die technisch
vermittelte Audiovisualität der elektronischen Medien eine Vorgeschichte der audiovisuellen Wahrnehmung hat,
entfalten die BeiträgerInnen in den beiden umfangreichen Bänden den state of the art der
kulturwissenschaftlich operierenden Mediävistik von heute. Was im viel beschworenen 21. Jahrhundert - positiv und
negativ - als einzigartige Medienrevolution beschrieben wird, stellt sich im Vergleich mit früheren
Medienumbrüchen als eine unter vielen heraus: Die Beiträge rekonstruieren die spezifischen übergänge
und wechselseitigen Modifikationen vom körpergebundenen Gedächtnis oraler Kulturen zum Schriftgedächtnis
in der Manuskriptkultur, die Relation von Text und Bild in der Handschriftenkultur und in der Zeit des Buchdrucks und
schließlich die Veränderungen des Erinnerns und Vergessens in der Electronic Memory. Sichtbar werden dabei
die Konturen einer zukünftigen Medienanthropologie, deren Spektrum von der Antike bis zum Internet reicht und in
deren Fokus die komplexen Beziehungen von Körper, Medien und Gedächtnis stehen.
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Marie-Luise Angerer, Henry P. Krips (Hg.)
Der andere Schauplatz. Psychoanalyse Kultur Medien
Mit Beiträgen von Henry P. Krips, Renata Salecl, Henrietta L. Moore, Megan Vaughan, Glenn Bowman, Elizabeth
Cowie und Marie-Luise Angerer.
Turia + Kant, Wien 2001 Euro 15,-
ISBN 3-85132-287-8
Im Zusammenhang mit den jüngeren lacanianischen und postmodernen Theoretisierungen der Subjektivität
spüren die Beiträge dieses Bandes den überschneidungen und Gegensätzen nach, die die
Entwicklung des psychoanalytischen Ansatzes in den Bereichen der Anthropologie und der Literatur
prägen. Dabei öffnet sich die Perspektive in Richtung Kulturtheorie und auf die Dimensionen von
Stimme, Blick, Bild, Erinnerung und auf den Körper als Terrain imaginärer Besetzungen und symbolischer
Inskription. Durch den unterschiedlichen kulturellen Background der AutorInnen aus Australien, Deutschland,
Großbritannien, österreich, Slowenien und den USA wird deutlich, wie unterschiedlich auch der Status
beispielsweise Lacans in den wissenschaftlichen "Nationen" ist.
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Peter J. Burgard (Hg.)
Barock. Neue Sichtweisen einer Epoche
Aus dem Englischen von Georgia Illetschko, mit Beiträgen von Peter J. Burgard, Mieke Bal, Emery Snyder,
Elisabeth Samsonow, Charles Ingrao, Gernot Heiss, Franz Eybl, Giovanni Careri, Maurizio Marmiani, Peter Machamer,
Christine Buci-Glucksmann, Michael Benedikt, Christopher Braider, Fernand Hallyn, Dorit Tanay, Paul Francis
Panadero, Jane O. Newman und Giancarlo Maiorino.
Boehlau: Wien 2001
Euro 69,40
ISBN 3-205-98866-3
Was ist Barock? Dieser Band versucht nicht nur, sich dem Begriff, der Epoche, der Kultur und der Wissenschaft
des Barock zu nähern, sondern problematisiert zugleich das Anliegen einer Begriffsdefinition des
"Barock". Er versammelt 18 Beiträge aus Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft,
Wissenschaftsgeschichte, Philosophie und Geschichtswissenschaft, so daß schon Fülle und Vielfalt der
Ansätze sein geradezu neo-barockes Programm bestimmen. "Barock" wird nicht nur als Epochenbegriff
verstanden, sondern vielmehr als Stilbegriff für die diachron vergleichende Analyse von Kultur fruchtbar
gemacht. Die interdisziplinär angelegten Beiträge bringen jene Aspekte des Barock ans Licht, die im
Gefolge der Aufklärung aus dem öffentlichen und wissenschaftlichen Bewußtsein verdrängt
worden sind.
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