Die beiden international tätigen und in Wien lebenden Komponistinnen und Instrumentalistinnen Maja Osojnik und Eva Reiter denken in zwei Kurz-Lectures und anschließendem Gespräch über Klang als choreografisches Mittel nach, das auf die sozialen, kommunikativen und aisthetischen Kompetenzen der Mitwirkenden setzt. Die Partituren der beiden lassen sich als Spuren auf der Haut eines sich bewegenden, klingenden Organismus begreifen. In ihren Kompositionen werden Klänge mit dem eigenen Körper, mit analogen Instrumenten oder auch elektroakustisch erzeugt. Arbeiten entstehen in Kollaboration mit Tänzer*innen, visuellen Künstler*innen oder Filmemacher*innen, dabei verstehen sie Komposition als künstlerische Forschung.
Maja Osojnik ist Sängerin, Komponistin, improvisierende elektroakustische Musikerin, Klangkünstlerin und Produzentin. Sie verwendet hauptsächlich Stimme, die Paetzold-Bassblockflöte, eigene Feldaufnahmen, DJ-CDs, Kassetten und andere Lo-Fi-Elektrogeräte und Fundstücke. Für ihre Arbeit ist sie vielfach ausgezeichnet worden (Pasticcio-Preis, österreichisches Staatskompositionsstipendium). Sie unterrichtet an der MUK Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien Improvisation / KEP Contemporary Music Perfomance.
Eva Reiter arbeitet als Musikerin, Komponistin, Dozentin und künstlerische Beraterin. Sie tritt als Solistin und mit verschiedenen Orchestern, Ensembles für Alte und zeitgenössische Musik auf. Seit 2015 ist sie Mitglied des belgischen Ensembles Ictus. Ihre Kompositionen sind bei internationalen Festivals wie Transit, Wien Modern, MaerzMusik, musikprotokoll, Darmstädter Ferienkurse oder den Donaueschinger Musiktagen aufgeführt worden. Sie unterrichtet Komposition an der MUK Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
Ort: ifk Arkade
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