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Analyse zu dritt: Kooperative Schreibformationen nach 68

Christian Wimplinger



Philosophische Gemeinschaftswerke werden besonders häufig in der Tradition der Frankfurter Schule geschrieben. Oskar Negt und Alexander Kluge verfassen seit 1968 gemeinsam Bücher wie „Öffentlichkeit und Erfahrung“ (1972) und „Maßverhältnisse des Politischen“ (1992) und produzieren zahlreiche Fernsehmagazine im Format philosophischer Gespräche. Dabei brauchen sie jedoch immer „Dritte im Raum, die die Sätze einsammeln“. Ein Vortrag von IFK_Junior Fellow Christian Wimplinger vom 25. April 2018.


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Analyse zu dritt. Kooperative Schreibformationen nach 68

Charlotte Annerl Vortrag von Christian Wimplinger , gehalten am 25. April dieses Jahres am IFK, dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften. Was für Adorno und Horkheimer Gretel Adorno, für Deleuze und Guattari Fanny Deleuze bedeutete, das war für Alexander Kluge und Oskar Negt Elfriede Olbrich. Gemeinsame europäische Philosophieproduktion im 20. Jahrhundert delegiert den „muskuläre[n] Akt des Schreibens“ (Roland Barthes) an die Sekretärin, ohne sie namentlich zu nennen. Freud hatte mit dem Satz „Die analytische Situation verträgt keinen Dritten“ die Anwesenheit anderer aus seinem (Schreib)laboratorium ausgeschlossen. Albrecht Koschorke hingegen rückt diese oft verdrängten „Figuren des Dritten“ ins Zentrum der kulturwissenschaftlichen Untersuchung. Wie also organisiert sich die kooperative Schreibformation rund um solche Mittlerfiguren? « Zur PHILSOPHISCHE AUDIOTHEK



Medium: Philosophische Audiothek