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Carl E. Schorske Lecture im Staatsarchiv
Vortrag von Andreas HuyssenÖkonomien des Weltverlusts
Vortrag von Angelika FrühwirthIFK_ Junior Fellow Angelika Frühwirth erforscht Narrative einer im transkulturellen Raum angesiedelten Prosa. Am Beispiel iranischer Exilautorinnen folgt sie Spuren literarischen Erinnerns und eruiert Momente der Identitäts(zer)setzung. Wie werden Raum und Zeit jenseits stabiler Bezugskonstanten verhandelt? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Weiblichkeit?
Mit der Reihe der Carl E. Schorske Lectures ehrt das IFK nicht nur einen international hochangesehenen Kulturhistoriker der Wiener Moderne, sondern es würdigt auch seine wichtige Rolle in der Gründungsphase des Forschungszentrums. Der Komparatist Andreas Huyssen von der Columbia University hält heuer in dieser Reihe den Vortrag „Miniaturen der Metropole als Medium der Moderne“.
What does radical opposition look like in a democratic and open society? At what point does one begin to condone violent resistance? When does extremism in the name of emancipation become a gateway to repression? Eric Brandom analyzes the research of the French social philosopher Georges Sorel.
In ihrem Vortrag zeigt Tamara Ehs anhand von ministeriellen Unterlagen des Dollfuß-Schuschnigg-Regimes, von (bildungs-)politischen Periodika wie „Der christliche Ständestaat“, „Politische Leibeserziehung“ und „Österreichische Pädagogische Warte“ sowie von Filmaufnahmen aus der Wochenschau „Österreich in Bild und Ton“ die politische Bedeutung, praktische Durchführung und den identitätspolitischen Impact jener Hochschullager auf.
Read more … Carl Schorske erhält Ehrenbürgerschaft der Stadt Wien
Auch im Sommersemester 2012 erlaubt die fachliche Vielfältigkeit der IFK_Fellows, neue Handlungsräume der Kulturwissenschaften zu erschließen:
Christoph Deutschmann erforscht die Ansätze der verschiedenen Spielarten von Konsumkritik und Kapitalismus-Dynamiken, Wojciech Lukowski analysiert den Bedeutungswandel der europäischen Peripherie, Jan-Dirk Müller die Weltentwürfe des Mittelalters, Jörg Rogge das „Körper sein“ und „Körper haben“ der mittelalterlichen Kämpfer und Autoren. Christopher S. Wood geht den Typologien des Bildes und des Ichs nach, Markus Schmitz forscht auf den Gebieten transnationaler Literaturen und audio-visueller Kulturen des Postkolonialismus, Christian Joschke befasst sich mit der Bildsprache der Schändung, Ursula Helg mit dem „Fremden“ in der afrikanischen Bildkunst. Tamara Ehs arbeitet zur Verkörperung des Hochschulerziehungsgesetzes während des Dollfuß-Schuschnigg-Regimes.
Eric Hounshell zeichnet die erstaunliche und Milieu verbindende Karriere des in Wien geborenen Soziologen Paul Lazarsfeld nach, Eric Brandom folgt den Spuren Georges Sorels in der politischen Philosophie. Markus Brunner richtet in seinen Forschungen das Augenmerk auf Folgen der massenhaften Traumatisierungen in der deutschen Nachkriegsgesellschaft, Angelika Frühwirth auf Ökonomien des Weltverlusts bei iranischen Autorinnen im Exil. Andreas Gamerith erkundet als Kunstwissenschafter das klösterliche Bildungsprogramm des Stift Altenburgs, Daphne Jung die Realismuskonzepte in der Malerei der Frühen Neuzeit, Paul Keckeis Robert Walser und die Gattungsbewegungen der Moderne, Ana Mijic wiederum die verletzten Identitäten in Bosnien und Herzegowina des Nachkriegs.
Kulturwissenschaftliche Literatur zur Musikstadt Wien als Konstruktion, Kulturen und Kriege, Medienkultur, Repräsentationen des Holocaust, kulturwissenschaftliche Bestandsaufnahmen und anderen Themen.
IFK_art enstand heuer aus einer Kooperation mit der Abteilungfür Grafik-Design und Fotografie der Kunstuniversität Linz unter der Ägide von Univ.-Doz. Johannes Wegerbauer. Wir haben die StudentInnen Maximilian Haidacher, Susanne Hödlmoser, Florian Johannes Keppelmüller, Stefan Kreiner, Daniela Pum und Mark Sengstbratl eingeladen, ausgewählte Arbeiten in den Räumlichkeiten des IFK auszustellen. Wir dürfen mit der digitalen Präsentation einer Arbeit von Daniela Pum beginnen.