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Lecture

06.10.2014

KARL-SIEGBERT REHBERG: ORDNUNGSDENKEN UND DYNAMISCHE ANTHROPOLOGIE. ARNOLD GEHLEN ALS PHILOSOPH UND SOZIOLOGE IM „JAHRHUNDERT DER EXTREME“

Arnold Gehlen gehört zu den Hauptautoren der Philosophischen Anthropologie, die von Max Scheler und Helmuth Plessner am Beginn des 20. Jahrhunderts begründet worden war. Bekannt ist seine Bestimmung des Menschen als „Mängelwesen“, die biologisch umstritten ist. Gehlens Angst vor dem Chaos im Inneren des Menschen und in der vom menschlichen Handeln mitbestimmten Welt begründete einen Konservatismus, der in merkwürdigem Widerspruch zu seiner dynamischen Anthropologie steht, konstatiert Karl-Siegbert Rehberg in seinem Vortrag. 

 


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Lecture

13.10.2014

SIMON LOIDL: UGANDA-EXPEDITION UND NS-MEDIZIN – DER ÖSTERREICHISCHE ARZT ROBERT STIGLER

Bürger der Stadt Steyr, Arzt, Expeditionsteilnehmer mit fragwürdigem wissenschaftlichem Ziel, Rassendenker und Inhaber mehrfacher Professuren während der NS-Zeit, nach dem Zweiten Weltkrieg auch bald wieder anerkannter Publizist derselben Thesen in adaptiertem Wortgewand: Robert Stigler. Der Historiker Simon Loidl folgt den Spuren einer nicht untypischen NS-Biografie und deren NS-ideologischer und kolonialer Wurzeln.

 


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Conference

15.10.2014 - 17.10.2014

TAGUNG: POP III – AKADEMISIERUNG, MUSEALISIERUNG, RETRO

Die längst unbestrittene Unterteilung in Pop als Gegenkultur (Pop I) und Pop als ästhetischer Mainstream seit den 1980er-Jahren (Pop II) wird 15 Jahre alt. Mit guten Gründen lässt sich fragen, ob neuere stilistische, mediale oder akademische Tendenzen des Pop in dieser Zweiteilung noch adäquat abgebildet sind, Phänomene, die im Rahmen dieser Tagung versuchsweise unter Pop III gebündelt werden.  


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Lecture

20.10.2014

MARIANNE SOMMER: DER LONDONER ZOO ALS WISSENS- UND ERFAHRUNGSRAUM

Die Kulturwissenschafterin und Wissenschaftsforscherin Marianne Sommer behandelt in ihrem Vortrag Programm, gesellschaftliche Ausrichtung und Geschichte des Londoner Zoos unter der Leitung des Verhaltensforschers Julian Huxley (1935–42). 

 


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Lecture

22.10.2014

BUCHPRÄSENTATION: KAROLINE FEYERTAG: SARAH KOFMAN. EINE BIOGRAPHIE

Genau zwanzig Jahre nach Sarah Kofmans Freitod erscheint nun zum ersten Mal eine umfassende intellektuelle Biographie zum 80. Geburtstag der französischen Philosophin. Autorin ist Karoline Feyertag, die 2007/2008 IFK_Junior Fellow und 2008/2009 IFK_Fellow abroad an der École normale supérieure in Paris war.

 


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Lecture

27.10.2014

BERNHARD MALKMUS: DIE ANGST VOR DEM ANTHROPOZÄN

Überall auf der Erde hinterlässt der Mensch seinen Fußabdruck, beeinflusst die Beschaffenheit von Wetter und Meeren – einer geologischen Kraft vergleichbar. Bernhard Malkmus untersucht anhand zeitgenössischer literarischer Werke, wie radikal dieses diffuse Epochenbewusstsein unsere Selbstwahrnehmung verändert.

 


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News

Stimmen der Kulturwissenschaften Nr. 77

Helmut Lethen über Bilder und ihre Wirklichkeit. Bilder, Fotografie, Wirklichkeit, Roland Barthes, Evidenz, Strukturalismus, Wehrmachtsausstellung, Schneewittchensarg, Leipziger Buchmesse

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Das IFK gratuliert Matti Bunzl!

Der Kulturwissenschafter Matti Bunzl wurde zum neuen Direktor des Wien Museums bestellt. Er wird das renommierte Haus im Herbst 2015 übernehmen. Wir gratulieren dem ehemaligen IFK_Junior Fellow (1996)!

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IFK gratuliert herzlichst Hans Tuppy zum 90. Geburtstag!

Der international renommierte Biochemiker Hans Tuppy war in seiner langen Laufbahn Rektor der Universität Wien, Präsident des FWF, Präsident der ÖAW, Vorstandsvorsitzender des IFK sowie Wissenschaftsminister.

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Grete-Mostny-Dissertationspreis an Barbara Hausmair

Am 14. Mai 2014 wird der Grete-Mostny-Dissertationspreis an Barbara Hausmair, IFK_Junior Fellow im Studienjahr 2008/9, verliehen.

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splace – das neue digitale Magazin der Kunstuni Linz

"splace" – das neue digitale Magazin der Kunstuni Linz wird am kommenden Montag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst belebt Wirtschaft - Wirtschaft belebt Kunst / Medien" (18.00 Uhr, Oberbank Forum, Untere Donaulände 28, 4020 Linz) erstmals von Univ.Prof. Tina Frank öffentlich vorgestellt.

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Österreichischer Staatspreis für IFK's "Katalog der Unordnung"

Der zum 20-jährige Bestehen des IFK erschienene "Katalog der Unordnung" erhielt in der Kategorie „Sonderproduktionenund/oder Bücher, die nicht in den Handel gelangen“ den Österreichischen Staatspreis für das "Schönste Buch Österreichs 2013". Am Mittwoch, den 7. Mai übergab Staatssekretär Josef Ostermayer die Auszeichnungen u.a. an Viola Eichberger (IFK), Christoph Schörkhuber (Grafikdesign, Kunstuniversität Linz, Klasse Tina Frank) und Druckerei Grasl (Karl Grasl).

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Gabriella Hauch erhielt den Gabriele Possaner Staatspreis 2013

Gabriella Hauch, Vorstandsmitglied des IFK, wurde am 28. März 2013 der Gabriele Possaner Staatspreis 2013 verliehen.

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Fellows

IFK_Fellows und ihre Forschungsprojekte im Wintersemester 2014/15

Anna Estermann befasst sich in ihrem Forschungsprojekt mit der Krise des literarischen Realismus in den 1960-er Jahren, Anna Lindemann mit Sigmund Freuds Kokainforschungen. Bernd Malkmus beobachtet anhand zeitgenössischer literarischer Werke, ein neues, diffuses Epochenbewusstsein, Carla Küffner analysiert die Verhandlungspraxis von Abschiebungen. Daniel Küffner entdeckt den bislang unbekannten biografischen Teil des Philosophen Paul Feyerabend, Erik Born zeichnet den Weg der drahtlosen Kommunikation nach, Florian Huber die naturkundlichen Modelle in der Glaskunst. Hans-Thies Lehmann Untersuchungsgegenstand ist das Ausnahmephänomen Bertolt Brecht als Philosoph, Poet und Politiker in einer Person. Jasmin Mersmann fokussiert auf Teufelspakte und Teufelsaustreibungen in der Frühen Neuzeit, Karl-Siegbert Rehberg auf Arnold Gehlens Ambivalenzen in dessen Gesamtwerk. Magdalena Bachmann arbeitet an den Texten zur zweiten Lebensphase des Biochemikers Erwin Chargaff, Marianne Sommer an prähistorischen Science-Fiction Filmen und –Romanen. Martin Gronau untersucht  konzeptionelle Verschränkungen zoologischer und politologischer Ordnungsfigurationen in der griechischen Antike, Michael Moore die Leichensynode des Papst Formosus. Peter Utz widmet sich in seinem Forschungsprojekt  dem Zitat bei Robert Walser, Karl Kraus, Robert Musil u. a., Petra Bopp den Erinnerungskonstruktionen der Wehrmachtssoldaten. Simon Loidl zeichnet Karrieren nach, die direkt von der Kolonialforschung zur NS-Medizin hin verlaufen. Susanne Bauer geht den Risikomodellierungen zu Strahlenrisiken am Ende des Kalten Krieges nach, Vera Wolff der Anbindung der bildenden Kunst an die Wissens- und Technikgeschichte in der Zeit des Kalten Krieges.  Thorben Päthe  analysiert das Kulturmodell des „Geistes“ als Chiffre eines spezifischen Kulturmodells, wie das des „deutschen Geistes“. 


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Publications

Das IFK stellt vor: Edition Parabasen

Kulturwissenschaftliche Literatur zur Musikstadt Wien als Konstruktion, Kulturen und Kriege, Medienkultur, Repräsentationen des Holocaust, kulturwissenschaftliche Bestandsaufnahmen und anderen Themen.

IFK_art

Markus Burgstaller, full contact (2012), HD Video, 7 sek im Loop

full contact

IFK_art ist eine Kunst fördernde Initiative des IFK, die die künstlerischen Arbeiten einer ausgewählten Abteilung der Kunstuniversität Linz präsentiert. In den vorangegangenen Studienjahren stellten wir Werke der Abteilung für Grafik-Design und Fotografie (Professor Johannes Wegerbauer), der Abteilung für Malerei und Grafik (Professorin Ursula Hübner) und der Abteilung textil•kunst•design (Professor Gilbert Bretterbauer) in den Räumlichkeiten des IFK aus. Im Studienjahr 2014/15 freuen wir uns, Arbeiten der Abteilung für Experimentelle Gestaltung im Institut für bildende Kunst und Kulturwissenschaften der Kunstuniversität Linz unter der Leitung von Professorin Andrea van der Straeten zugänglich zu machen. Das Motto lautet: „full contact“.

Mit „full contact“ bezeichnet man Vollkontaktkampfsportarten, das heißt solche mit unmittelbarem und direktem Körperkontakt. Ein gleich betiteltes Video basiert auf Bildmaterial, für das der Künstler genau dort recherchiert hat, wo es zu ganz und gar keinen realen Körperkontakten kommt: im Internet. Gerade die Grenzen zwischen dem individuellen physischen und dem abstrakteren gesellschaftlichen Körper sind es, die in den künstlerischen Arbeiten in dieser Ausstellung hinterfragt werden: direkter Aufprall und daraus folgende Zerstörung wie auch die fein ziselierten Risse gesellschaftlicher Ein- und Ausgrenzungen und emotionaler Zurichtung. Die Haut als Membran zwischen innen und außen wird zur sensitiven Fläche, auf die sich Erfahrungen einritzen oder auftragen lassen, und ausgerechnet Blut, die für die Erhaltung des Lebens (als Blutkonserve) wie auch für seine Verwaltung (in Datenbanken) essenziellste Körperflüssigkeit, wird zur heiklen Ware in einem  Austauschprozess über alle Grenzen und Vorschriften hinweg. Die im IFK präsentierten künstlerischen Arbeiten waren Teil einer Auseinandersetzung mit Grenzen und Vorgängen der Entgrenzung im Rahmen eines Kunstfestivals der Experimentellen an der Kunstuniversität Linz im Mai 2014: „Der Käfig ist auf, und der Zoo zu“.  Eine Publikation ist in Arbeit.

 

Eröffnung: 1. Oktober 2014

Dauer: 2.10.2014 - 30. Juni 2015

 

Künstlerische Arbeiten von:

Markus Burgstaller, Romina Dodic Szepe, Rebekka Hochreiter,

Eginhartz Kanter, Elke Kieweg, Thomas Kluckner, Meng-Shu Lee, 

Lisl Matzer, Alice Möschl, Matthias Ortner, Helmut Steinecker, Evelyn Zeller

 



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