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Barbara Clausen: Authentizität und Medialisierung (in) der Kunst der Performancedokumentation
Es gibt wenige PerformancekünstlerInnen, die auf eine Dokumentation ihrer aktionistischen und aktivistischen Kunst verzichten. Als "erste Geschichtsebene" dokumentieren Fotografien, Videos und Filme die jeweiligen Performances und sind im Spannungsfeld ihrer ursprünglichen Unmittelbarkeit und ihrer medialen Repräsentation verankert. Ihre Rezeption dient somit nicht nur dem Bildarchiv der Kunstgeschichte, sondern beteiligt sich als kulturelle Erinnerungsleistung am Prozeß der kunsthistorischen Kanonisierung der Performancekunst. Zwischen der Ökonomie der Reproduzierbarkeit und der damit zusammenhängenden Fortschreibung der Spektakelkultur stellt sich die Frage nach dem Verhältnis der Performancekunst zu ihrer Medialisierung und ihren Authentizitätsansprüchen: Wie verhalten sich die kollektiven, imaginären Bilder dieses Genres zu den "eigentlichen" Ereignissen der Vergangenheit? In ihrem Vortrag geht Barbara Clausen dieser Frage am Beispiel der Filme und Fotografien der französisch-amerikanischen Filmemacherin Babette Mangolte nach, die in den 1970er bis 1990er Jahren entstanden sind.
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