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Tagung
11.-12. Dezember 2008
IFK

Konzeption: Albrecht Koschorke (Fachbereich Literaturwissenschaft, Universität Konstanz); Juliane Vogel (Fachbereich Literaturwissenschaft, Universität Konstanz)

Schauplätze der Evidenz
Der Einbruch des Realen


In den Kulturwissenschaften gaben im letzten Jahrzehnt konstruktivistische Ansätze den Ton an: Wir konstruieren die Welt durch Symbole und Repräsentationen. Das heißt aber auch, dass wir das Reale "als solches" von uns fernhalten und ungreifbar machen. Wenn dieses Verfahren versagt, kommt es zum "Einbruch des Realen" in die Bedeutungswelt der Kultur. Vor allem in Horror und Trauma zeigen sich, so die These, Einbruchsstellen des Realen, weil Traumaerfahrungen sich nicht in symbolischen Praktiken bewältigen lassen. Literatur, Kunst und Film gestalten die Schauplätze solcher Einbrüche, die in der Moderne an die Stelle älterer Erfahrungen von Epiphanie und Erhabenheit treten: Überwältigung der Sinne, Überflutetwerden durch Licht und Lärm, Verlust aller Unterscheidungen, Bildstörung, Rauschen. Aber auch nach anderen Spielarten des Realen in der Moderne soll gefragt werden: der "Entzauberung der Welt" durch wissenschaftliche Praktiken und der "Prosa der Verhältnisse", wie sie insbesondere in nachrevolutionären Epochen (nach 1848, nach 1918) zum Thema wird.

KONZEPTION: Albrecht Koschorke (Fachbereich Literaturwissenschaft, Universität Konstanz); Juliane Vogel (Fachbereich Literaturwissenschaft, Universität Konstanz)
TEILNEHMERINNEN: Brigid Doherty (Department of German, Princeton University); Ludwig Jäger (Kulturwissenschaftliches Forschungskolleg "Medien und kulturelle Kommunikation", Universität zu Köln); Susanne Lüdemann (Fachbereich Literaturwissenschaft, Universität Konstanz; Department of Germanic Studies, University of Chicago); Werner Michler (Institut für Germanistik, Universität Wien); Inka Mülder-Bach (Institut für Deutsche Philologie, Ludwig Maximilians Universität München); Oliver Simons (FAS Germanic Languages & Literatures, Harvard University); Leigh Ann Smith-Gary (Department of Germanic Studies, University of Chicago); Bernd Stiegler (Fachbereich Literaturwissenschaft, Universität Konstanz); Dieter Thomä (Kulturwissenschaftliche Abteilung, Universität St. Gallen)

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