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Vortrag
03. Mai 2010
IFK
18 Uhr c.t.
Brent Maner

Fulbright/IFK_Senior Fellow

Brent Maner: "Stoppt die Spekulation!" - Die Berliner und Wiener Börse während des Ersten Weltkriegs

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts trugen Börsen kräftig zur gewaltigen wirtschaftlichen Expansion in Mitteleuropa bei. Als moderne finanztechnische Institutionen erlaubten sie den Banken und Industrien, enorme Kapitalsummen anzusammeln, den Händlern, internationale Wertpapiere zu kaufen und verkaufen, und den Staaten, ihre Anleihen auf den Markt zu bringen. Aufgrund dieser Macht wurden Börsen immer wieder überprüft und ihr Verhalten auch heftig debattiert, so Brent Maner.
Mit Blick auf die zugespitzten politischen Umstände während des Ersten Weltkriegs untersucht er die Debatten über die Regulierung der Börsengeschäfte in Wien und Berlin. Eifrig versuchten dort Politiker Spekulation und Wucherei zu unterbinden, die während des Kriegs drohten. Gleichzeitig aber war es ihnen ein Anliegen, dass die Börsen den Verkauf von staatlichen Kriegsanleihen unterstützten. Ein tragisches politisches Dilemma. Regierende, Finanzexperten und Tagespresse äußerten ihre Befürchtungen zum Börsengeschehen bzw. zur am meistbemängelten Art des Handels, dem Termingeschäft, einer Börsentechnik, die das Volksvermögen immer mehr in die gierigen Hände von Großbankiers und Industriedirektoren spielte.

IFK: Pressemitteilung


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