Kalender

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14
Oktober
2010
-
16
Oktober
2010
  • Conference
IFK

Certainty Undermined – Life-worlds and Knowledge in Transition

Global flows of various kinds have long been a core topic of cultural analysis. But now, more than ever before, the transnational movement of capital, people, and information impacts stock and labor markets, uproots social relations, and shakes communities and worldviews. People’s life-worlds – the domain of self-evident and shared practices, beliefs, values, and communication structures – are undergoing far-reaching changes comparable to those affecting class structures, socio-cultural milieus, and gender roles.

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18
Oktober
2010
  • Lecture
IFK

Kulturpoetik des Interieurs und der Luxusdinge

Günter Oesterle erörtert poetologisch wie auch kultur- und mediengeschichtlich das konkrete Wohnen im Wechsel von Innen- und Außenwelt vom Spätbarock bis zum Fin de Siècle. Er beleuchtet einerseits das öffentliche Straßengeschehen und andererseits die intimen Abläufe zwischen Voliere und Boudoir.

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20
Oktober
2010
-
21
Oktober
2010
  • Conference

Internationale Zone: Wien im Kalten Krieg

Seit seinem Ende hat die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Kalten Krieg eine starke Dynamik entwickelt. Die konkreten Ausprägungen des Kalten Krieges in Wien von der Medienlandschaft über die Musik bis zu Literatur und Film stehen im Mittelpunkt dieser Tagung.

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08
November
2010
  • Lecture Series
Universität Wien, Kleiner Festsaal 1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1

Eric Wolf Lecture: Jean und John L. Comaroff: History and the People beyond Europe: A Counter-evolutionary Story?

ERIC WOLF LECTURE: Universität Wien, Kleiner Festsaal 1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1

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11
November
2010
-
12
November
2010
  • Conference

Milieu-Biologie. Ein Wiener Denkstil?

Mit dem Konzept des „Denkstils“ beschrieb der polnische Mikrobiologe Ludwik Fleck 1935, wie wissenschaftliche Tatsachen aus Denkkollektiven, aus lang dauernden institutionellen, kulturellen und wissenspolitischen Konstellationen entstehen, die auch lokale Konturen haben können. Bei dieser Tagung wird Flecks Konzept auf einen besonderen Fall angewendet: „Die Biologie in Wien“ (Paul Kammerer, 1925). Hat sich in der Geschichte des biologischen Wissens vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in unsere Tage der besondere Denkstil einer Wiener Biologie entwickelt?

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15
November
2010
  • Lecture
IFK

Punkt, Strich, Fläche. Über die Erkenntniskraft der Linie

Topografische Ordnungen machen „Gedankendinge“ anschaubar und handhabbar. In der Interaktion von Punkt, Linie und Fläche entsteht nicht nur ein Darstellungsraum, sondern auch ein Experimentier- und Denkraum. Worin liegt das Geheimnis der kognitiven und orientierenden Leistungen des Graphismus? Worin wurzelt die Erkenntniskraft der Linie? Diese Fragen erörtert die an der Freien Universität Berlin tätige Philosophin Sybille Krämer.

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16
November
2010
  • Specials
RATHAUS, 1010 Wien, Lichtenfelsgasse2

Mit östlichem Blick: Über jüdische Verwandlungen 1750-1950

Dan Diner, 2006 mit dem Ernst-Bloch-Preis geehrt und 2007 mit dem italienischen Premio Capalbio, wird in seinem Vortrag die Verwandlungen des jüdischen Selbstverständnisses von den Konstellationen der Vormoderne in die der Moderne nachvollziehen.

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22
November
2010
  • Lecture

Thomas Brandstetters Vortrag "Lebendige Kristalle" entfällt wegen Erkrankung!

Bis ins 20. Jahrhundert hinein galten Kristallisationsphänomene als Evidenz für die Fähigkeit von Materie zur Selbstorganisation. Sie boten damit Alternativen zu zeitgenössischen biologischen Erklärungsprinzipien. Thomas Brandstetter untersucht, welches Bild vom Leben und vom Lebendigen sowie welche Vorstellung von den Methoden und Reichweiten der Biologie bei der Verwendung von Modellen, wie dem Kristall, impliziert waren. Nicht zuletzt soll damit auch die Rolle der Modellbildung und der Imagination in der biologischen Forschung ausgelotet werden.

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25
November
2010
-
26
November
2010
  • Conference
ÖAW ÖSTERREICHISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 1010 Wien, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 2

Transformationen/Translationen des Wissens

Was passiert bei Interpretation, Übersetzung und Neukontextualisierung von Wissen? Was genau wird dabei verändert? Was sagen Transformationen über die InterpretInnen aus, was über die RezipientInnen?

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29
November
2010
  • Lecture
IFK

Krieg spielen in Japan und anderswo: Zur Militarisierung der Kindheit im 20. Jahrhundert

Wie hat sich aus transnationaler und -kultureller Perspektive im Lauf des 20. Jahrhunderts die Beziehung zwischen gesellschaftlicher Militarisierung und den Vorstellungen von Kindheit verändert? Sabine Frühstück untersucht diese Frage anhand von Beispielen sich radikal wandelnder japanischer, deutscher und amerikanischer Kriegsspiele im Gelände, in Wohnzimmern und im Cyberspace.

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06
Dezember
2010
  • Lecture
IFK

Rückkehr aus der Globalisierung? Überlegungen zur Sozialfigur des „Heimkehrers“

Das Leben zwischen mehreren Orten und ihren sozialen Bindungsansprüchen schien lange Zeit das Emanzipationsversprechen der Globalisierung zu versinnbildlichen. Beschrieben war damit allerdings ein Leben, das sich überall auf der Welt irgendwie zu Hause wissen durfte, zugleich aber sich nirgends wirklich heimisch fühlen konnte. Nach einer Zeit der bereitwilligen Hypermobilität scheint mittlerweile eine gewisse Sättigung eingetreten zu sein, gegenüber einem Lebensmodell, das technologisierte Allgegenwart und das Offenhalten von Optionen in den Vordergrund stellt. Jörg Dürrschmidt misst die Temperaturschwankungen dieses sozialen Klimawandels.

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10
Dezember
2010
  • Workshop
IFK

Ethnicity, Inc.

John L. and Jean Comaroff’s new book entitled "Ethnicity, Inc." provides provocative insight into recent phenomena concerning the commodification of ethnicity.

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13
Dezember
2010
  • Lecture
IFK

Der Autist: Einsames Genie oder antisoziales Wesen?

Ein Autist ist schwierig, einsam und egozentrisch. Ein Autist ist ein Mann. Nicole C. Karafyllis erläutert das Wechselspiel von naturwissenschaftlichen und kulturellen Zuschreibungen und hinterfragt auf kritische Art und Weise die Geschlechterzuweisungen auf medizinischer und populärer Ebene.

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16
Dezember
2010
  • Specials
IFK

Lebenswelten im Übergang – vom Überfluss zum Mangel?

Wie können auf Wohlstand gründende Zivilgesellschaften mit der auf sie zukommenden Individualisierung von Risiken und wachsender Armut umgehen, ohne ihre demokratischen Errungenschaften einzubüßen?

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20
Dezember
2010
  • Lecture

Spirituelle Zentren in der kambodschanischen Peripherie: Die Rolle dreier Dörfer im religiösen Leben der muslimischen Cham

Der Islamwissenschafter Philipp Bruckmayr zeichnet die Entwicklung des Islam in Kambodscha innerhalb der turbulenten letzten eineinhalb Jahrhunderte nach. Einer Zeitspanne, die von der Abfolge französische Kolonialherrschaft, Erlangung der Unabhängigkeit, Bürgerkrieg und Autogenozid unter den Roten Khmer, Isolation unter vietnamesischem Mandat und schließlich Hyperglobalisierung gekennzeichnet war.

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10
Januar
2011
  • Lecture
IFK

Versteckte Avantgarde

Die Idee zum Vortrag rührt aus persönlichen empirischen Studien Peter Alheits im Deutschland der späten 1990er-Jahre her, die avancierte Randzonen wie Künstlermilieus, Schwulen- und Lesbenszenen, Computerfreaks und ethnische Eliten analysieren.

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13
Januar
2011
-
14
Januar
2011
  • Conference
IFK

Bilder Leben! Zur Theorie und Geschichte des Bildanimismus

Bilder geben zu sehen, Bilder geben zu denken, Bilder geben Zeichen. Diesen phänomenologisch, kognitivistisch und semiologisch verorteten Gaben muss eine weitere Bildfunktion hinzugefügt werden: Bilder sind imstande, dem Sehen und Hören vorgelagerte Strukturen und Prozesse im Inneren des Betrachters unmittelbar zu formen. Sie lassen den Betrachter physisch affiziert zurück; sie greifen ein und ändern ihn: Bilder handeln.

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17
Januar
2011
  • Lecture
IFK

Übersetzungen jüdischer Tradition. Bertha Pappenheims (1859–1936) religiös-feministische Schriften

Louise Hecht analysiert Bertha Pappenheims Leben als das einer subversiven, jüdischen Feministin, ihr literarisch-religiöses Werk und ihr Schaffen als Übersetzerin als eines im Kontext ihres kulturellen Umfelds. Obwohl Pappenheim im Laufe ihres Lebens auf diversen, subtilen Wegen gegen die religiöse und bürgerliche Wertewelt ihrer Jugend rebellierte, sagte sie sich niemals vollkommen von ihr los.

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20
Januar
2011
-
21
Januar
2011
  • Conference
IFK

Mapping Vienna – die Kartierung der Stadt

Die Vorträge der Tagung „Mapping Vienna“ sollen die ersten Vermessungssystematiken der städtischen Gesellschaft in Wien seit dem 18. Jahrhundert erkennen lassen. Was spiegelt sich in diesen Datenerfassungen? Was erzählen uns Straßennamen und Nummerierungen? Wie vermisst man eine Stadt?

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24
Januar
2011
  • Lecture
IFK

Medicine in Motion: Russian Medical Initiatives on the Borders of the Empire (19th Century)

How do medical theories and healing technologies circulate in colonial contexts? Anna Afanasyeva’s lecture investigates the history of nineteenth-century Russian medical initiatives in one of the imperial regions, the Kazakh steppe, and explores medicine as both a cultural institution and an integral part of the imperial project.

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07
März
2011
  • Lecture
IFK

Petrarca und die Künstler

Martin Warnke widmet sich einem entscheidenden Kapitel der Kunstgeschichte: den Wechselbeziehungen zwischen bildender Kunst und Literatur. Der Dichter Francesco Petrarca, eine der Gründungsfiguren des Humanismus, war der Erste, der religiöse Bilderfahrungen als profane Beziehungsform darstellte und damit ein neues Paradigma eröffnete.

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14
März
2011
  • Lecture
IFK

Die Oberfläche der Zeichen. Bildallegorien in der Renaissance

Die Allegorie ist eines der ältesten Mittel des Menschen zur Deutung der Welt. In der Renaissance ändern sich die Formen der visuellen Darstellung von Wirklichkeit, und mit ihnen gewinnen Bilder gegenüber dem Wort eine wachsende Geltungskraft und Deutungsautorität. Klaus Krüger geht einer Reihe von damit verbundenen Fragen nach.

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21
März
2011
  • Lecture
IFK

Medien der Unmittelbarkeit. Drei Szenen: Elektrizität, Telegrafie, Medientheorie

Wie Träumereien der Unmittelbarkeit in das Denken über Medien eingreifen und dort für Unruhe sorgen, untersucht Florian Sprenger. Anhand von Beispielen aus Elektrizität und Telegrafie beschreibt er historische Konstellationen, die durch Medien erst möglich wurden, aber zugleich vom Phantasma ihrer Negation durchzogen sind: Unmittelbarkeit.

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24
März
2011
-
25
März
2011
  • Conference
IFK

Terror und Phantastik

Der Terror ist Bestandteil der klassischen Tragödie – als realer terreur tritt er in der Französischen Revolution in Erscheinung. Eine Tagung zu den literarischen und außerliterarischen Erscheinungsformen des Terrors.

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28
März
2011
  • Lecture
IFK

Vergessen im Dienste der Vernunft

Ist das Vergessen gleichsam ein Verdauungsvorgang des Geistes, oder bedeutet es einfach, dass wir uns nicht erinnern können? Christine Abbt spricht in ihrem Vortrag über die theoretische Beschäftigung mit dem Vergessen.

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04
April
2011
  • Lecture

Moderne Tarantelbesessene? Ein mythischer Sommer im Salento 1959 und seine Folgen

Bis in die 1980er-Jahre waren sie zu bestimmten Zeiten des Jahres in den Straßen Südapuliens präsent: die Tarantelbesessenen. Meist junge Frauen, die „wie von der Tarantel gestochen“ tanzten und mitunter sogar ihre Mitmenschen attackierten. Darüber, wie sich dieses Phänomen in Ethnologie und Literatur niederschlägt, spricht Alexandra Rieder.

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11
April
2011
  • Lecture
IFK

Diktieren und Antichambrieren

Sebastian Haselbeck zeigt in seinem Vortrag eine verblüffende Verbindung auf: jene zwischen Diktat als Vorraum zum endgültigen Text und den realen Vorzimmern der Macht. Er belegt diesen Zusammenhang mit literarischen Beispielen.

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14
April
2011
-
15
April
2011
  • Conference

Zwischen Panik und Herzenskälte? Das Stoische von der Antike bis zur Gegenwart

Mit dem Verlust des Vertrauens durch die globale Finanzkrise bekommt die Frage dieser Tagung eine unheimliche Aktualität: Wie sind die Schrecken der Geschichte, die plötzlichen Zusammenbrüche von Institutionen und die privaten Enttäuschungen auszuhalten? Durch welche Formen der Lebenskunst lässt sich die Rohheit des Aneinandervorbeilebens, die in Krisenzeiten zunimmt, abmildern?

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27
April
2011
  • Lecture
IFK

Die Saat der Zukunft: Weltsichten und Landwirtschaft in einer unsicheren Welt

Das brisante Thema Landwirtschaft steht im Fokus von Birgit Müllers Vortrag. Sie untersucht den Einfluss von Politik, Großkonzernen und Weltmarkt.

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29
April
2011
  • Conference

Wachsmodelle, künstliche Zellen und Automaten. Der Zweck von Modellen in der Biologie

Die Geschichte der Biologie ist voll von Modellen: Maschinen und Automaten aller Art, aber auch anatomischen Wachsmodellen, künstlichen Zellen, elektronischen Schaltkreisen und Computerprogrammen. Eine Tagung über den Zugang zum Lebendigen über den Umweg des Modells.

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02
Mai
2011
  • Lecture
IFK

Die zwei Körper des Dichters: Rainer Maria Rilkes "Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge"

Das Mittelalter lebt in der Moderne fort, ist Eric L. Santners überraschende These. In seinem Vortrag zeigt er, wo und wie sich Spuren der mittelalterlichen Kaiser- und Königreiche finden.

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05
Mai
2011
  • Lecture
IFK

Am Rande der Fotografie. Der "mediale Outlaw" Fotogramm

Der kleine, raue Bruder der Fotografie, das Fotogramm, steht im Mittelpunkt von Katharina Steidls Vortrag. In vielen Werken der Fotogeschichtsschreibung wird dem Fotogramm eine eigene Medialität abgesprochen – Katharina Steidl wird sie entwickeln.

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09
Mai
2011
  • Lecture
IFK

Lesen vor den Griechen. Die Baylonier und die Kunst des Schreibens

Die Babylonier hatten einen faszinierenden Zugang zum geschriebenen Wort. Mit großer Kreativität brachten sie Ideen und Konzepte in die sprachlich richtige Form, wie Marc Van De Mieroop in seinem Vortrag auseinandersetzt.

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12
Mai
2011
-
13
Mai
2011
  • Conference

Überwachungsstaat oder totale Partizipation? Die Chancen und Risiken digitaler Öffentlichkeit

Unzählige Male am Tag werden wir durch allgegenwärtige Kameras aufgenommen, wir hinterlassen Spuren im Internet, durch die wir jederzeit auffindbar sind. Sind wir Opfer einer totalen Überwachung, oder ist unsere digitalisierte Welt die einmalige Chance zur Teilhabe an öffentlichen Debatten und Politik?

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16
Mai
2011
  • Lecture
IFK

Warten, Ausharren, Aufschieben. Literarisches Warten um 1900

Nicht nur die Geschwindigkeit, auch das Warten, die Entschleunigung, gewinnt um 1900 eine neue Bedeutung: Passive und zögerliche Antihelden bevölkern die Literatur. Andrea Erwig geht in ihrem Vortrag den Erscheinungsformen des Wartens nach.

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18
Mai
2011
  • Lecture Series
Ute Frevert

Carl E. Schorske Lecture: Ute Frevert: Urbane Gefühle? Die Stadt als Labor moderner Leidenschaften

Mit der ersten Lecture ehrt das IFK nicht nur einen bedeutenden amerikanischen Kulturhistoriker, der an den Universitäten in Berkeley und Princeton gelehrt und geforscht hat, sondern es würdigt auch Carl E. Schorskes wichtige Rolle in der Gründungsphase des IFK. Er war der erste Vorsitzende des Internationalen Wissenschaftlichen Beirats und Spiritus Rector für die Platzierung unseres Forschungszentrums in der internationalen kulturwissenschaftlichen Forschungslandschaft. Seine wesentlichsten Werke umfassen die Monografien zur deutschen Sozialdemokratie (1906–1917) sowie zur Krise des klassischen Liberalismus um 1900 am Beispiel der Wiener ästhetischen und kulturellen Moderne.   Mit freundlicher Unterstützung des Bundeskanzleramtes.

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23
Mai
2011
  • Lecture

Frauenlob und die Schwierigkeit, etwas zu wissen

Dass Gelehrtenwissen noch keine Geisteskrankheit ist, Metaphern nicht unverständlich sein müssen und dass es noch niemandem geschadet hat, ein kleines bisschen verrückt zu sein, zeigt Michaela Wiesinger in ihrem Vortrag über Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob.

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27
Mai
2011
  • Conference

Die totale Erfassung der Welt. Zur Geschichte fotografischer Messbilder

Gegenwärtig diskutieren wir die Risiken und Errungenschaften von Google Street View oder Google Earth. Doch fotografische Messbilder haben eine Vorgeschichte, die bis weit in das 19. Jahrhundert zurückreicht. Bei dieser Tagung geht es um kulturwissenschaftliche Perspektiven auf technische Bilder, mit denen ein Versprechen der totalen Erfassbarkeit der Welt verbunden ist.

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30
Mai
2011
  • Lecture
IFK

Assigning Country Ratings for Democracy

As globalization advances and crises proliferate, the practice of rating countries on democracy and freedom of the press has become increasingly significant in driving funding for “democratization” by the United Nations, the IMF, the United States Government, and NGOs. Yet the basic methodological and philosophical underpinnings of the process are murky. Ellen Mickiewicz will examine what ratings are based on and how reliable they are.

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06
Juni
2011
  • Lecture
IFK

Philosophie, Kritik und die musikalische Öffentlichkeit

Jonathan A. Neufeld spricht über die gegenseitige Beeinflussung von musikalischer Öffentlichkeit und Philosophie. Er untersucht diese Einflussnahme sowohl historisch als auch gegenwärtig.

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09
Juni
2011
  • Workshop
IFK

Können die Künste forschen?

Bei diesem Workshop geht es um einen neuen Trend in der Forschung: Artistic Research – die forschenden Künste versprechen viel. Ob der Artistic Research seine Versprechen auch halten kann, diskutieren die TeilnehmerInnen dieses Workshops.

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16
Juni
2011
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17
Juni
2011
  • Conference

Aura und Effekt. Die Medien der Religionen

Was in der Sprache der Religion die Offenbarung genannt wird, wird in den Medien zum Special Effect. Die Medien der Religionen und die Herstellung ihrer Effekte sind Thema dieser Tagung.

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20
Juni
2011
  • Lecture
IFK

!Fuego Petro! Der Tanz mit den Toten

Trance, Tanz und Prozessionen mit den Toten – die Kulturanthropologin Clarissa Thurnher hat auf ihren Forschungsreisen in die Dominikanische Republik die Praktiken von Vodú und Gagá untersucht. In ihrem Vortrag spricht sie über die Gründe für die überragende Bedeutung des Todes in den Riten des Gagá.

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27
Juni
2011
  • Lecture
IFK

Induktion um 1930: Verhalten in der unordentlichen Wirklichkeit

Der Wiener Philosoph Edgar Zilsel dachte, dass die Wirklichkeit ein unendlich veränderlicher, niemals abgeschlossener Prozess sei. Warum sich Zilsel von der Induktion eine Orientierung in dieser chaotischen Wirklichkeit versprach, setzt Monika Wulz in ihrem Vortrag auseinander.

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06
Oktober
2011
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08
Oktober
2011
  • Conference

A Time for Destruction. The Geo-Politics, Techno-Politics, and Sensory Politics of World War I - PART 1: Geo-Politics in the Age of the Great War 1900 - 1930

World War I was a European war over the future of the world. But the futures of theworld that emerged from the war, including a yet more deadly war and a long period ofcold confrontation, were quite unlike anything the belligerents, high and low, hadexpected. It is to the futures of this violent past that the series of three conferences on “The Time for Destruction” is dedicated.

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10
Oktober
2011
  • Lecture
IFK

Soziale Oberflächen. Hotelfoyers, Flughäfen und andere Warteräume

Der Blick der Kunsthistorikerin Monika Wagner richtet sich auf Orte, an denen scheinbar nichts passiert, auf Orte des Wartens, auf Orte des Transits. Wie sind diese „möbliert“, was sagt uns deren Architektur, wie verhält sich die Geschichte dieser Orte zur Zeichensprache der Materialien?

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24
Oktober
2011
  • Lecture
IFK

El secreto a voces. Schein und Geheimnis im spanischen Barock

Wolfram Aichinger, Lehrbeauftragter für französische und spanische Literatur, beschäftigt sich mit Szenen des Verheimlichens, Verschlüsselns, Dechiffrierens, Anvertrauens, Enthüllens und Aufdeckens im Werk von Calderón.

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07
November
2011
  • Lecture

Der tetanische und der pathische Typ. Figurationen des Körperschmerzes in der deutschen Kultur

Elisa Primavera-Lévy, Literaturwissenschafterin und freie Autorin seziert Diskurse und Wendungen im Umgang mit dem Schmerz als Metapher des Realen.

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10
November
2011
-
11
November
2011
  • Conference

Unter Wasser. Lebensformen zwischen Ozean, Aquarium und Computer

Das zur Mitte des 19. Jahrhunderts formulierte Ziel, dem „schweigenden Ozean eine Antwort abzunöthigen“, die Aufschluss über die bis dato weitgehend unbekannten Lebensformen des Meeres geben könnte, stellte die Naturforscher vor ungeahnteHerausforderungen.

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14
November
2011
  • Lecture

Die Techniken des Terrors

Um die komplexen und vielfältigen Wirkungsweisen des Terrors systematisch zu erfassen, müssen die theoretischen Grundlagen des Prinzips Terror erarbeitet und mögliche Alternativen dazu geprüft werden. Diese können, so Arata Takeda, anstelle von Wettrüsten, Überwachung und Terrorismus Solidarität, Verantwortung und Vertrauen heißen.

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21
November
2011
  • Specials

Welche Kunst braucht die Gegenwart?

IFK und Kunstuniversität Linz laden zur Diskussionsveranstaltung im Audimax, Kunstuni Linz.

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21
November
2011
  • Lecture Series
Vyjayanthi V. Rao

7. Eric Wolf Lecture – Slum as Theory: A Speculative World History

The rise of mega-cities across both the developed and the developingworld coincides with the dominance of speculative, finance capital as the principlemode of capital accumulation. Yet there is a distinction between the mega-cities of thedeveloped world and those of the developing world. The difference hinges on thetheorization of the “slum” as the material artifact and articulator of relations of power,political force, economic processes, and contemporary engagements with nature.In both cases, the slum becomes shorthand for working through histories of speculationor the different ways in which abstract, digital capital flows are shaping contemporarycities’ landscapes and cultures.

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28
November
2011
  • Lecture
IFK

Occidentalism Reconsidered. The case of Benoy Kumar Sarkar (1887-1949)

Is “Occidentalism” a footnote to theories of “Orientalism”? Is it possible to compare, and, if so, how can “Eastern” images of the “West” be compared to “Western” images of the “East”? Olivier Remaud focuses on important cultural debates.

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05
Dezember
2011
  • Lecture
IFK

“Die damaligen Türken waren ein wildes und barbarisches Volk”: Die Konstruktion einer österreichisch-türkischen Freundschaft während und nach dem Ersten Weltkrieg

Maureen Healy, Associate Professor of History am Lewis & Clark College in Portland, beschäftigt sich mit den kulturellen Verhältnissen zwischen Österreich und der Türkei und deren Akteuren im späten neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert: Wissenschafter, Reisende, Militärstrategen, Händler und Flüchtlinge.

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12
Dezember
2011
  • Lecture
IFK

The Scandal of the Budapest Orpheum

Mary Gluck, Professor of History and Comparative Literature at Brown University, Providence, explores the phenomenon of the Budapest Orpheum, which pioneered one of Central Europe’s most important and vibrant entertainment industries during the years between 1880 and 1914.

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15
Dezember
2011
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16
Dezember
2011
  • Conference

"Touché! Die magische und technische Evidenz der Medien"

Der französische Ausruf „Touché!“ wird beim Fechten zur Anzeige eines Treffers benutzt – die in Kooperation mit dem DFG-Forschungsprojekt der Universität Siegen organisierte Tagung adressiert mit diesem Ausruf die vielfältigen Berührungen und Austauschbeziehungen zwischen Religion und Technik in der Moderne. Er benennt aber auch den wunden Punkt dieses Verhältnisses, nämlich das Duell, auf das eseuropäisch-nordamerikanische Beobachter häufig genug verkürzt haben.

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09
Januar
2012
  • Lecture

Die Volksgemeinschaft als Trauma-Schiefheilungsangebot

Kollektive Traumata? Zu den gesellschaftlichen Folgen massenhafter Traumatisierungen. Überlegungen am Beispiel der deutschen Nachkriegsgesellschaft von IFK_Junior Fellow Markus Brunner.

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16
Januar
2012
  • Lecture

Das Jerusalem der Renaissance. Tassos Gerusalemme liberata

Judith Frömmer widmet sich in ihren Forschungen Torquato Tasso, dem sagenumwobenen italienischen Dichter, der in Zeiten der Gegenreformation am Hof der Este in Ferrara tätig war. Sein bis heute bekanntestes Werk „Gerusalemme liberata“ leitet die Genealogie der Este-Dynastie aus der Geschichte des Ersten Kreuzzugs ab.

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23
Januar
2012
  • Lecture

A Cultural History of Olympia

Judith M. Barringer’s lecture gives an overview of her work, which focuses on the sculptural monuments at Olympia as part of a changing, dynamic landscape. She investigates patrons’ intentions and how activities (religious, athletic, political) at Olympia, together with existing monuments, influenced viewer perception and the siting of later monuments.

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30
Januar
2012
  • Lecture

Paul F. Lazarsfeld and the Territories of Social Research

Eric Hounshell, doctoral candidate in History at UCLA, discusses the scope of the Vienna-born social scientist Paul F. Lazarsfeld's career through the territories he inhabited, in terms of geographical locations and intellectual milieus and of specific subfields and research contexts. Lazarsfeld was not only a self-described “connecting cog” between research traditions but also, and more fundamentally, a key contributor to the social sciences that came to shape everyday life in the 20th century.

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05
März
2012
  • Lecture
IFK

Die Unersättlichkeit des Konsums: Kulturelle Modelle und Soziologische Erklärungen

Christoph Deutschmann, Soziologe an der Universität Tübingen, beschreibt den dynamischen Charakter des modernen Konsums und geht den Thesen derer nach, die die KonsumentInnen für manipuliert erachten, und auch jener, die eine solche autoritäre Interpretation für unangemessen halten. Konsumkritik bestimmt wieder Meinungen, Medien und Wissenschaft.

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12
März
2012
  • Lecture
IFK

Überwindung symbolischer und ethischer Grenzen durch die "Kritik der Reinen Vernunft" im EU-Russland-Grenzraum

Können die Thesen Immanuel Kants Einfluss auf die symbolische und ethische „Erschließung“ des Grenzraums zwischen der EU (Nordostpolen) und Russland haben? Ist es ein reiner Zufall, dass Kant gerade hier in Königsberg (seit 1945 Kaliningrad) gelebt und gewirkt hat? Fragen, die sich der polnische Politologe Wojciech Łukowski im Rahmen seines Vortrags zu den symbolischen und ethischen Dimensionen der europäischen Peripherie stellt.

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19
März
2012
  • Lecture
IFK

Art und Ethos. Zur Hybridität des Höfischen Weltentwurfs

Einer der Versromane von Chrétien de Troyes, des Begründers des höfischen Romans in der altfranzösischen Literatur, galt Wolfram von Eschenbach als Vorlage für seinen „Parzival“, und dieser wiederum als Schablone für Wagners gleichnamige Oper. Jan-Dirk Müller konzentriert sich in seinem Vortrag auf das Fehlen der „Mitleidsfrage“ beim ursprünglichen Schöpfer der Figur Parzival und auf die Weltentwürfe zwischen Ritterlich-Höfischem, angeborenem Adel und christlicher Ethik.

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22
März
2012
-
23
März
2012
  • Conference
IFK

Das Leiden an der Kultur

Die Kultur- und Literaturgeschichte des Abendlands ist geprägt von Versuchen, das Leiden des Einzelnen kulturell produktiv zu machen. Die Integration von Leiderfahrungen – körperlichen wie seelischen – in den Raum der Kultur gelingt durch ihre ethisch-religiöse Einbindung, ihre politisch-ideologische Funktionalisierung und vor allem durch ihre ästhetische Vermittlung. Eingeübte Opferrhetoriken stellen dabei wirkungsmächtige Semantiken zur Verfügung, damit Verzicht, Schmerz, Qual und Tod mit Sinn versehen werden können.

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26
März
2012
  • Lecture
IFK

"Wir haben uns nur verteidigt ...". Schutz der eigenen "Identität" durch Selbstviktimisierung

Ana Mijić geht im Rahmen ihres Forschungsprojekts „Verletzte Identitäten? Zur Transformation von Deutungsmustern in Bosnien und Herzegowina des Nachkriegs“ der Frage nach, wie Menschen angesichts „verlorener Gewissheiten“ ihr Selbstbild (neu) konstruieren.

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16
April
2012
  • Lecture
IFK

Produktive Desorientierungen - Zeitgenössische arabisch-amerikanische Re-Präsentationen

Markus Schmitz richtet seine Aufmerksamkeit auf einen ebenso jungen wie spannenden Sektor der globalisierten Kulturindustrie. Seine Untersuchung ausgewählter audio-visueller und literarischer Werke von arabisch-amerikanischen SchriftstellerInnen und KünstlerInnen fahndet nach deren gegen-archivischen und  produktiv desorientierenden Qualitäten. Können diese Arbeiten neue Darstellungsformen und alternative Verhandlungsräume cross-kultureller Verstehensprobleme hervorbringen, die über unsere herkömmlichen Vorstellungen von Weltliteratur und Weltkunst hinausweisen?

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23
April
2012
  • Lecture
IFK

Im Spiel der Klassifikationen: Robert Walsers Gattungen

An Robert Walsers Textoberflächen tummeln sich die Gattungen der Literatur scheinbar inflationär; tatsächlich sind die Texte aber höchst absichtsvoll in den Bedeutungshorizont der literarischen Gattungen eingeschrieben. Am Beispiel Walser diskutiert Paul Keckeis die Möglichkeiten der Gattungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.

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27
April
2012
  • Workshop
IFK

"Knappheit" als Universalie? Kulturwissenschaftliche Interventionen

Unter dem Begriff „Knappheit“ wird in den Sozialwissenschaften das Handeln mit knappen Mitteln verstanden. Er kann aber auch als universelles Denkmodell diskutiert werden, das sich auf Alltag und Realität übertragen lässt. Im Rahmen dieses IFK_Workshops wird eine Debatte weitergeführt, die im Herbst 2011 in der „Zeitschrift für Kulturwissenschaften“ begonnen wurde.

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30
April
2012
  • Lecture
IFK

"Un Bon Plumage Fait Un Bel Oiseau". Zur Metamorphose westlicher Textilien und Kleider in Afrika

Die Kunsthistorikerin und Anthropologin Ursula Helg richtet in ihrem Vortrag den Blick auf die Adaption von Textilien westlicher Herkunft in Afrika. Diese waren dort schon immer begehrte Importgüter. Sie zeigt anhand von Beispielen, wie sich Stoffe und Kleider im Zuge ihrer Integration verwandelt und eine den lokalen Bedürfnissen entsprechende neue Funktion und einen neuen Sinn angenommen haben.

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07
Mai
2012
  • Lecture
IFK

Die Körper der Kämpfer

Jörg Rogge, dessen Arbeitsschwerpunkt die europäische Geschichte des späten Mittelalters ist, befasst sich mit den literarischen Ausdrucksvarianten mittelalterlicher Kämpfer und Autoren, wenn es um deren eigenen physischen Körper geht. Wie wird von diesen das „Körper sein“ erzählt? Wie wird das „Körper haben“ reflektiert?

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11
Mai
2012
  • Workshop
IFK

Ernst Cassirer: Symbolische Welterzeugung

Ludwig Jäger, ein Sprachwissenschafter, dessen neue Erkenntnisse gegenwärtig in viele Disziplinen der Kulturwissenschaften ausstrahlen, konzentriert sich in diesem Workshop auf einen zentralen Begriff im Werk von Ernst Cassirer, einem der wesentlichsten deutschen Kulturphilosophen (1874–1945).

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14
Mai
2012
  • Lecture
IFK

Invenit et Pinxit. Beiträge Paul Trogers (1698–1762) zur Formulierung Frühaufgeklärter Bildinhalte in der Österreichischen Malerei

Als sich der Südtiroler Künstler Paul Troger um 1730 in der Kulturlandschaft Mitteleuropas zu etablieren versuchte, waren malerische Großaufträge bereits von anderen ausgeführt worden. Die Monumentalmalerei war im Begriff, sich immer stärker aus Bereichen profanen Gestaltens zurückzuziehen und konzentrierte sich zunehmend auf Ausstattungen im kirchlichen Milieu. An diesem Punkt der Entwicklung setzt Andreas Gamerith mit seinen Beobachtungen an.

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21
Mai
2012
  • Lecture
IFK

Ökonomien des Weltverlusts. Prosa und Gedächtnis Iranischer Autorinnen im Exil

IFK_ Junior Fellow Angelika Frühwirth erforscht Narrative einer im transkulturellen Raum angesiedelten Prosa. Am Beispiel iranischer Exilautorinnen folgt sie Spuren literarischen Erinnerns und eruiert Momente der Identitäts(zer)setzung. Wie werden Raum und Zeit jenseits stabiler Bezugskonstanten verhandelt? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Weiblichkeit?

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23
Mai
2012
  • Lecture
Österreichisches Staatsarchiv, Dachfoyer, Minoritenplatz 1, 1010 Wien
Andreas Huyssen

2. Carl E. Schorske Lecture: Andreas Huyssen: Miniaturen der Metropole als Medium der Moderne

Mit der Reihe der Carl E. Schorske Lectures ehrt das IFK nicht nur einen international hochangesehenen Kulturhistoriker der Wiener Moderne, sondern es würdigt auch seine wichtige Rolle in der Gründungsphase des Forschungszentrums. Der Komparatist Andreas Huyssen von der Columbia University hält heuer in dieser Reihe den Vortrag „Miniaturen der Metropole als Medium der Moderne“.

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30
Mai
2012
  • Lecture
IFK

Georges Sorel. Autonomy, Statism, Violence

What does radical opposition look like in a democratic and open society? At what point does one begin to condone violent resistance? When does extremism in the name of emancipation become a gateway to repression? Eric Brandom analyzes the writing of the French social philosopher Georges Sorel.

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04
Juni
2012
  • Lecture
IFK

Neue Österreicher. Im Lager des Hochschulerziehungsgesetzes

In ihrem Vortrag zeigt Tamara Ehs anhand von ministeriellen Unterlagen des Dollfuß-Schuschnigg-Regimes, von (bildungs-)politischen Periodika wie „Der christliche Ständestaat“, „Politische Leibeserziehung“ und „Österreichische Pädagogische Warte“ sowie von Filmaufnahmen aus der Wochenschau „Österreich in Bild und Ton“ die politische Bedeutung, praktische Durchführung und den identitätspolitischen Impact jener Hochschullager auf.

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11
Juni
2012
  • Lecture
IFK

Die Eindringlichen

Christopher S.Wood, Professor für Kunstgeschichte an der Yale University, behandelt in seinem Vortrag das Phänomen des „eingebetteten Porträts“ in der Malerei des späten Mittelalters und der frühen Renaissance. Gemeint ist damit das Bild einer realen Person, das in eine biblische Szene eingeführt wird.

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14
Juni
2012
  • Lecture
Kunstuniversität Linz, Institut für bildende Kunst und Kulturwissenschaften, Abteilung für Kunstgeschichte und Kunsttheorie, Kollegiumgasse 2/1
Eva Geulen

Grundzüge von Giorgio Agambens Souveränitätstheorie

Eva Geulen hält einen Vortrag zu Giorgio Agamben.

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15
Juni
2012
  • Workshop
IFK

Lebensform und Gesetzesform bei Giorgio Agamben

Gegen den stark rezipierten Begriff des „bloßen Lebens“, unter dem der italienische Philosoph Giorgio Agamben eine Funktion souveräner Politik sieht, die stets schon Biopolitik gewesen sei, hat Agamben mit dem Begriff der „Lebensform“ eine Wahrnehmungsart angedeutet.

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18
Juni
2012
  • Lecture
IFK

Schandbilder der Neuzeit. Porträt und Schande im Zeitalter der Fotografie

Bis zur Frühen Neuzeit gab es ein soziales wie juristisches Übereinkommen darüber, Kriminelle in Schandbildern öffentlich zu porträtieren. Ein Common Sense, der dieser Tage als längst abgeschlossen und unwürdig gilt. Dennoch sind wir in vielen Medien ständig mit Bildern konfrontiert, die das Ansehen eines Menschen zunichte machen. Wie entwickelte sich die Ikonografie der Schändung im Laufe der Jahrhunderte? Und wie werden im Rahmen dieser Praxis die Begriffe von Ruhm, „memoria“ und Ehre thematisiert? Fragen, denen der Kunsthistoriker Christian Joschke nachgeht.

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25
Juni
2012
  • Lecture
IFK

Prekäre Kontakte. Formen von Erfahrung und Erkenntnis in der Malerei Georges de La Tours

Georges de La Tours (1593–1652) Malerei ist nicht nur realistisch, sie ist hyperrealistisch: Sie ist so übervoll an Details, als wollte sie die Natur nicht bloß wiedergeben, sondern ihre Effekte überbieten. Daphne Jung folgt La Tours inszenierten Bildwelten, die künstlich und doch unmittelbar anmuten.  

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08
Oktober
2012
  • Lecture
IFK

Die unheilige Allianz. Die rechten und die linken Extremisten gegen Europa

Anton Pelinka befasst sich in seinem Vortrag mit den politischen Motiven politisch extrem ausgerichteter Parteien, jener, die ganz links angesiedelt sind, und solcher am rechten Rand, die nicht nur diese Außenposition gemein haben, sondern auch ein großes Feindbild: die Europäische Union.

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11
Oktober
2012
-
12
Oktober
2012
  • Conference
IFK

Techno-Politics in the Age of the Great War 1900-1930 (Part 2)

Conference Series: A Time for Destruction. The Geo-Politics, Techno-Politics, and Sensory Politics of World War I World War I was a European war over the future of the world. But the futures of the world that emerged from the war, including a yet more deadly war and a long period of cold confrontation, were quite unlike anything the belligerents, high and low, had expected. It is to the futures of this violent past that the series of three conferences on “The Time for Destruction” is dedicated.  

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15
Oktober
2012
  • Lecture
IFK

Cool Art on Display

In recent times, publicly subsidised art galleries and museums have been subjected to immense pressure to operate more like private businesses, which is a particular feature of the transition from organised to neoliberal capitalism. Jim McGuigan’s lecture looks at a specific development in the art world that takes the neoliberal usurpation of the public sector in the cultural field further and, in this case, literally replaces it: the Saatchi phenomenon and the promotion (and sale) of cool art in general.

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18
Oktober
2012
  • Lecture
IFK
Alexander Honold

"Eine Linie Ziehen": Die Ordnung des Erzählens

Von der Erzählforschung werden die Fragen nach den kulturellen und literarischen Eigenarten des Erzählens meist mit Blick auf das erzählte Handlungsgeschehen und den Mitteilungsakt des Erzählens beantwortet. Der in diesem Vortrag von Alexander Honold vorgestellte Ansatz untersucht hingegen die narrative Bedeutung dessen, was Kant als „transzendentale Ästhetik“ umrissen hat: die bereits dem sinnlichen Wahrnehmen zugrunde liegenden Elementarformen von Raum und Zeit.

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19
Oktober
2012
  • Guest Lectures
IFK
Albrecht Koschorke

Exodus. Gesetzgebung und Landnahme im kulturellen Gedächtnis Europas

Der biblische Bericht vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten ist nicht nur eine der prominentesten Schwellenerzählungen der Antike, sondern hat auch als Vorlage für zahllose politische Mythologien gedient. Albrecht Koschorke geht in seinem Vortrag der Frage nach, welche textuellen Eigenschaften das Buch Exodus dazu befähigt haben, Master Narrative und Bildspender einer zweieinhalbtausend Jahre währenden Tradition zu sein.

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23
Oktober
2012
  • Specials
Institut Français d' Autriche, Palais Clam Gallas, Salon Rouge, Währinger Strasse 30, 1090 Wien

Wien als "Das neue Ghetto"? Arthur Schnitzler und Theodor Herzl im Dialog

Vortrag im Rahmen der Wiener Vorlesungen Jacques Le Rider dekodiert den Briefwechsel zwischen dem Bühnenautor Arthur Schnitzler und dem Feuilletonisten Theodor Herzl als eine divergierende Verhandlung über die „Judenfrage“. Herzl versucht sich zu diesem Zeitpunkt als Bühnenautor und ist in seiner Haltung noch lange kein Zionist.

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26
Oktober
2012
  • Conference
Lentos Kunstmuseum Linz, Ernst-Koref-Promenade 1, 4020 Linz

Der Nackte Mann

In einer großen Ausstellung zeigt das Lentos Kunstmuseum Linz die Veränderung von Körperbewusstsein und Rollenbild des Mannes. Anlässlich der Eröffnung organisiert das Lentos gemeinsam mit dem IFK eine Tagung zum Thema.

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05
November
2012
  • Lecture
IFK

Relativism - Viennese Style. Karl Popper versus Philipp Frank

Both the philosopher Karl Popper and the physicist Philipp Frank had close personal connections with Vienna and were responsive to the political forces that impinged on its cultural life. By the late 1930s both had left central Europe and both had engaged with the topic of relativism. Both found the theme of relativism to be important for their work on scientific methodology and for exploring the relation of scientific knowledge to its social context. David Bloor uncovers the traces of the relativism debates.

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08
November
2012
-
09
November
2012
  • Conference
Bildarchiv und Grafiksammlung, Österreichische Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1015 Wien

Fürstenbibliotheken der Spätaufklärung und des Vormärz - Historische Rekonstruktionen, kulturelle und politische Kontextualisierungen

Diese Tagung findet im Rahmen des FWF-Projektes „Die Privatbibliothek Kaiser Franz’ I. von Österreich“ statt. Sie dient der näheren kulturtypologischen Bestimmung einer herausragenden Sammlung, deren Formierung zwischen 1785 und 1835 mit einem grundlegenden Paradigmenwechsel in der Bibliotheksgeschichte und darüber hinaus mit politischen, ökonomischen und sozialen Wandlungen einhergeht. Es gilt daher, die Privatbibliothek Kaiser Franz’ I. (die spätere Fideikommissbibliothek) interdisziplinär und transnational zu kontextualisieren.

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12
November
2012
  • Lecture
IFK

Kontakte knüpfen. Netzwerktheorie und Aufklärungsforschung

Als Sinnbild hat der Begriff „Netzwerk“ seit langem in vielen Texten der Literatur- und Kulturwissenschaften Konjunktur. Es ist daher umso erstaunlicher, dass netzwerktheoretische Analysen und Feststellungen ebendort keinen Eingang finden. Das Fehlen dieses Konzepts der Erkenntnis moniert und ergründet Nacim Ghanbari in ihrem Vortrag.

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15
November
2012
-
16
November
2012
  • Conference
IFK

Ästhetischer Ungehorsam

Grenzen zu überschreiten, Gesetze und Normen zu brechen, gilt als grundlegendes Merkmal der Künste in der Moderne. Von den unzähligen Formen, wie innerhalb der Künste Regeln verletzt werden können, interessiert in der Tagung vor allem eine Form: „ästhetischer Ungehorsam“. In Anlehnung an den Begriff „ziviler Ungehorsam“, wird in dieser Tagung nach Autorität, Normativität und Partizipation in Kunst und Ästhetik gefragt.

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19
November
2012
  • Lecture
IFK
Lothar Müller

Das Blatt und das Netz. Überlegungen zu einer Medientheorie des Papiers

Lothar Müller, Autor des Buchs „Weiße Magie“, zeichnet in seinem Vortrag eine Welt nach, von der wir im Begriff sind, uns zu verabschieden: die „Gutenbergwelt“. Um diesen revolutionären Medienzeitraum im Nachhinein und das, was kommt, besser verstehen zu können, gilt es eine wesentliche Hintergrundwelt freizulegen: die Epoche des Papiers.

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26
November
2012
  • Lecture
IFK

The French Connection: Henri Corbin and Iran, Islam , Philosophy, and Revolution

Going back to the 1950s, 60s, and 70s to explore the work and life of one important French orientalist through the writing of his biography, Roxanne Varzi will explore how Shiite Islam came into play with postcolonial and postmodern theories to bring about the Islamic Revolution. Could this explain why, 30 years later, Islam continues to provide a framework for protest among those disillusioned by the Islamic Republic?

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03
Dezember
2012
  • Guest Lectures
IFK
Winfried Menninghaus

Was heisst es, sich von einem Kunstwerk "bewegt" zu fühlen?

Die Kraft von Kunstwerken, uns emotional zu bewegen, hat einen Positivitätseffekt eigener Art, der auch die oft gegebene Beteiligung negativer Gefühle am emotionalen Bewegtsein überstrahlt. Winfried Menninghaus fragt in seinem Vortrag danach, was es heißt, sich von einem Kunstwerk „bewegt“ zu fühlen.

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05
Dezember
2012
  • Bücherschau
IFK

Buchpräsentation: Mario Wimmer: Archivkörper. Eine Geschichte historischer Einbildungskraft

Mario Wimmer erzählt die Geschichte historischer Einbildungskraft im Archiv.

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10
Dezember
2012
  • Lecture
IFK

From the Papal states to "Roma Capitale": Prisons in Nineteenth-Century Italy

When Rome became the capital of Italy in 1870, it inherited a disparate system of prisons located in ancient Roman baths, medieval monasteries, early modern workhouses, and aristocratic villas. Mary Gibson will map the geography of Roman prisons and analyze the evolution of policies of punishment towards men, women, and children during the fifty years after unification.

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12
Dezember
2012
  • Specials
IFK

The Future of European Cohesion. Lessons from the former Yugoslavia

While the European Union muddles through a period of deep crisis, trying to balance the demands of financial markets and national electorates, historically minded analysts cast around for comparable scenarios in the recent past. Some look to the south and the disintegration of Yugoslavia during the 1990s.

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17
Dezember
2012
  • Lecture
IFK

Macht vor Ort

Anhand von Dossiers, die lokale Stellen des Reichsnährstandes zu BesitzerInnen landwirtschaftlich nutzbarer Flächen anlegten, behandelt Ulrich Schwarz Fragen nach Machtbeziehungen in ländlichen Gemeinden während des NS-Regimes.

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07
Januar
2013
  • Lecture
IFK

Suchen und Finden im analogen Zeitalter. Adressbüros im Europa der Frühen Neuzeit

Suchmaschinen in der Vormoderne? Yellow Pages in der Frühen Neuzeit? Anton Tantner hat erste Spuren dieser Dienstleistungen in analoger Form in Paris gefunden: das „Bureau d’adresse“ des Arztes Théophraste Renaudot, das gleichzeitig als Verkaufs-, Arbeits- und Kreditvermittlungsstelle, Pfandhaus, Veranstaltungsort für Vorträge und auch als Armenklinik fungierte.

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14
Januar
2013
  • Lecture
IFK

Kriegserinnerungen und Identitätskonzeptionen. Zur Inszenierung des portugiesischen Kolonialkriegs im Film

Das Jahr 1975 bedeutet eine gewaltige Zäsur für die Großmacht Portugal: Alle ehemaligen afrikanischen Kolonien werden autonom. Der Mythos vom portugiesischen Volk der mächtigen Eroberer muss nun verworfen werden. Verena-Cathrin Bauer untersucht anhand von Spielfilmmaterial das alte wie auch das sich neu strukturierende Selbstbild in den Narrativen der PortugiesInnen.

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21
Januar
2013
  • Lecture
IFK

Unzeit. Achronien in der Literatur und Kultur des 19. Jahrhunderts

Cornelia Zumbusch geht der Frage nach, auf welche Weise die Zeit in den Erzählungen des 19. Jahrhunderts erfahren wird und an erzählerischer Form gewinnt. Denn der Fortgang von Industrialisierung und Urbanisierung unterliegt temporalen Verzögerungen und Beschleunigungen.

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24
Januar
2013
  • Bücherschau
IFK
Yfaat Weiss

Buchpräsentation: Yfaat Weiss: Verdrängte Nachbarn. Wadi Salib - Haifas enteignete Erinnerung

Yfaat Weiss, Professorin für jüdische Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem, legt die verschüttete Geschichte der verdrängten arabisch-jüdischen Nachbarschaft in Haifa frei. Eine Geschichte von starken Bindungen und brutalen Brüchen.

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28
Januar
2013
  • Lecture
IFK

VON BAD BOYS, VERSCHWÖRERN UND KÖNIGSLEICHEN. SHAKESPEARES REGIZIDE

In der Epoche der Frühen Neuzeit gilt Regentschaft als Zeichen göttlicher Gnade. Die Souveränität des Herrschers ist somit nicht verhandelbar, nicht von Menschen be- oder verurteilbar. Der Platz des Königs kann in diesem Denksystem nicht vakant bleiben. Was geschieht nun, wenn der natürliche Körper des Herrschers zerstört wird? In exemplarischen Texten Shakespeares geht Florian Baranyi der Frage nach, welche Gefahr für die Stabilität gesellschaftlicher Ordnung von einem Angriff auf das Leben des Regenten ausgeht. Und welches politische Kalkül dem Königsmörder den Platz als Herrscher sichert.

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11
März
2013
  • Lecture
IFK

Gulag–Erfahrung und Literarische Bewältigung

Der Gulag ist ein Synonym für das grausame und zugleich perfekte Repressionssystem der Sowjetunion unter Stalin. Renate Lachmann untersucht zwei Arten literarischer Schreibweisen, die diese traumatischen Geschehnisse in Straflagern und Verbannungsorten wiedergeben: die der persönlichen Zeugenschaft und die der nachgeborenen LiteratInnen.

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14
März
2013
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15
März
2013
  • Conference
IFK

Robinsons Tiere

Er ist der Prototyp eines einsamen Helden und doch nie allein: Schon lange bevor der schiffbrüchige Robinson Crusoe auf den „Wilden“ Freitag trifft, sind imaginierte und echte Tiere seine ständigen Begleiter. Der der Zivilisation verlustig gegangene Kaufmann muss sich nun fragen: Wie ist eine Kultivierung der Insel mit und gegen die Tiere möglich?

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18
März
2013
  • Lecture
IFK

Opium, Empire und der indische Bauer

Die indische Bäuerin Diti, die Protagonistin in Amitav Ghoshs Roman „Das mohnrote Meer“ (2008), schuftet am Oberlauf des Ganges für den englischen Opiumhandel. Obwohl andere Feldfrüchte wie Weizen, Linsen oder Gemüse viel nützlicher für sie wären, pflanzt sie jeden Winter Schlafmohn auf dem kleinen Feld vor ihrem Haus an. Rolf Bauer fragt, warum.

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20
März
2013
  • Bücherschau
IFK

BUCHPRÄSENTATION: Clemens Peck: Im Labor der Utopie. Theodor Herzl und das „Altneuland“-Projekt

Clemens Peck lehrt und forscht an der Universität Salzburg. Sein Buch „Im Labor der Utopie“ ist im Jüdischen Verlag erschienen und geht den Ideen Theodor Herzls zu einer zionistischen Zukunftsgemeinschaft nach.

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08
April
2013
  • Lecture
IFK

Odors of Nanjing Road: The Social Life of Smell in Modern China, 1890–1940

Xuelei Huang’s lecture takes Nanjing Road, the most bustling commercial center in Shanghai and an epitome of “Chinese modernity,” as an example to introduce the changing smellscapes in modern China in both physical and conceptual terms.

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11
April
2013
-
12
April
2013
  • Conference
IFK

The Crisis, Displacements, Cities, and Migrants

This conference addresses the varying and differentiated relationships between migrants and cities, which are differently positioned within the crisis-ridden processes of contemporary neoliberal globalization. The conference focuses on the impacts of the crisis on urban-based cultural industries as they are shaped by the restructuring of national and local economies, politics, and cultures.

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15
April
2013
  • Lecture
IFK

Postidentitäre Proteste. Zum Phänomen der Selbstinfragestellung sozialer Bewegung

Neuere soziale Protestbewegungen pflegen einen unkonventionellen Habitus: Bei allem vehementen Auftreten stellen sie sich auch gleichzeitig infrage, um ihre Bewegungsgrenzen offenzuhalten. Oliver Marchart wird diesen Veränderungen im Selbstverständnis von Protestbewegungen nachgehen und deren demokratiepolitische Implikationen ausloten.

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22
April
2013
  • Lecture
IFK

"Nervöse", "verrückte", "gefährliche" Märkte. Finanzhandel und die Klassifikation des Markts als Kreatur.

Märkte werden zumeist schlicht als Orte, an denen Käufer und Verkäufer aufeinandertreffen, verstanden. Sollen allerdings die Zentrifugalkräfte der Hochfinanzmärkte beschrieben werden, kommen Attribute wie „nervös“ oder „verrückt“ zum Einsatz. Stefan Laube geht in seinem Vortrag der Frage nach der Relevanz dieser Verlebendigungsmetaphern für die Praxis des Finanzhandels nach.

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24
April
2013
-
26
April
2013
  • Conference
IFK

Charisma und Akklamation. Figuren der Souveränität nach dem Ende des Königtums

Den vielfältigen Figuren, die als Konkursverwalter der alteuropäischen Souveränität auftreten – von den Nach- und Zerrbildern Napoleons über die Figur des Demagogen und Massenführers des 19. Jahrhunderts bis hin zur „Führererwartung“ der Weimarer Republik –, wird in dieser Tagung in interdisziplinärer Perspektive nachgegangen. Es werden politische und soziale Konzeptionen von Autorität, Führerschaft und Akklamation gesichtet.

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29
April
2013
  • Lecture
IFK

Das Unbehagen an der Tautologie. Waren die Griechischen Kolonien „Kolonien“?

Den im letzten Jahrzehnt erschienenen Texten von AltertumsforscherInnen ist ein gewisses Unbehagen zu entnehmen, wenn es um den Begriff „Kolonisation“ im Hinblick auf die Besiedelung der Mittelmeerküsten geht. Martin Mauersberg deckt die Mängel der Übertragung des modernen Begriffs „Kolonisation“ auf Gegenstände der Altertumswissenschaft auf.

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06
Mai
2013
  • Lecture
IFK

Konversations-Unterricht: Erste Beobachtungen zu Beethovens intellektuellen Interessen anhand von Gesprächsaufzeichnungen mit ihm

Zeit seines Lebens war Ludwig van Beethoven (1770–1827) ein begeisterter und leidenschaftlicher Leser. Welche Beobachtungen und Aussagen lassen sich aufgrund seiner literarischen Präferenzen über ihn und seine Musik machen? Peter Höyng erhellt das intellektuelle Panorama des großen Komponisten in seiner letzten Dekade anhand der Konversationshefte.

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13
Mai
2013
  • Lecture
IFK

Verrückte Sprache. Psychiatrische Lehrbücher und Romane

Was verbindet Lehrbücher der Geistes- und Gemütskrankheiten mit der Schreibweise moderner Romane? Yvonne Wübben, Medizinerin wie auch Literaturwissenschafterin, geht den literarischen und wissenshistorischen Aspekten psychiatrischer Lehrbücher nach.

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15
Mai
2013
  • Lecture
IFK
Elisabeth Bronfen

Hollywoods Kriege. Historisches Wissen anderer Art

Elisabeth Bronfens neuere Arbeiten behandeln Nachkriegskultur und Hollywood-Kino sowie die Beziehungen zwischen literarischer und visueller Darstellung. Ihr Vortrag widmet sich den Stereotypen und Unschlüssigkeiten in den Kriegserzählungen Hollywoods.

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22
Mai
2013
-
24
Mai
2013
  • Conference
IFK

"With Black and White You can Keep more of a Distance". Schwarz-Weiß als Evidenz

„With black and white you can keep more of a distance“, meinte der ungarische Filmregisseur Béla Tarr, ungarischer Filmregisseur, zu seinem 415-minütigen Schwarzweißfilm Schwarz-Weiß-Film „Satanstango“, an dem er rund sieben Jahre lang arbeitete. Diese Tagung wird die Codierungen von Schwarz-Weiß in unterschiedlichen Bereichen der Kulturwissenschaften, von Kulturtechniken der schwarzen und weißen Magie bis zur Colorierung der Weltkriegsbilder und dem Einblenden von Schwarz-Weiß in den Farbfilm als Distanzierungssuche, erörtern.

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27
Mai
2013
  • Lecture
IFK

Walther Rathenau in Wien: Wahrheit und Dichtung

Bei ihrer Arbeit an einer neuen Biografie über Walther Rathenau ist die israelische Historikerin Shulamit Volkov bald auch auf Dr. Arnheim, die fiktive Figur Rathenaus in Musils Werk „Der Mann ohne Eigenschaften“, gestoßen. In ihrem Vortrag wird sie neue Erkenntnisse über beide Männer – Rathenau und Musil – präsentieren.

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03
Juni
2013
  • Lecture
IFK

Connecting Women. Käthe Leichter`s Networks, 1914 to 1938

Käthe Leichter, leader of the Women’s Section of the Vienna Chamber of Labor beginning in 1925, was the founder of a network of women drawn from academia, politics, and trade unions, and spanning different class backgrounds. Jill Lewis analyzes the effects of these connections on national and international Social Democtratic political events.

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07
Juni
2013
  • Workshop
IFK

ROLAND BARTHES’ „DIE HELLE KAMMER“. ZUR TRAUMATIK FOTOGRAFISCHER BILDER

In seinem wohl berühmtesten Buch „Die helle Kammer: Bemerkungen zur Photographie“, das Roland Barthes kurz nach dem Tod seiner Mutter verfasst hat, skizziert er eine Phänomenologie der Fotografie, die den verschiedenen Verschränkungsmöglichkeiten zwischen den fotografischen Bildern, den Toten und dem Tod auf der Spur ist. Die der Fotografie zugesprochene Affektmacht, deren Wirksamkeit sich nicht zuletzt in Barthes’ eigener Trauer bemerkbar macht, nimmt dabei Züge einer traumatischen Ästhetik an.

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10
Juni
2013
  • Lecture
IFK

Sternendämon, Edelstein und Talisman. Analogie-Denken in Marsilio Ficinos De Vita Libri Tres

Die Magie wird im wissenschaftlichen Kontext oftmals mit Begriffen wie „irrational“, „vorwissenschaftlich“ und „mittelalterlich“ belegt. Dass sie aber nicht nur Thema der Esoterik, sondern auch der Wissenschaftsgeschichte ist, gerät dabei aus dem Blick. Susanne Beiweis fragt nach der philosophischen Bedeutung von Magie.

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12
Juni
2013
  • Lecture Series
ÖSTERREICHISCHES STAATSARCHIV, DACHFOYER, MINORITENPLATZ 1 1010 WIEN

3. Carl E. Schorske Lecture: Anson Rabinbach: “We charge Genocide”: Civil Rights, the UN Genocide Convention, and Memory in Post-World War II America

Anson Rabinbach, Professor of History at Princeton University, traces the legacy of Raphael Lemkin (1900–1959), the Polish-Jewish jurist described as a “largely forgotten immigrant from Poland who coined the word “genocide” and pushed a convention outlawing it through the General Assembly.” (New York Times, June 19, 2001).

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17
Juni
2013
  • Lecture
IFK

Die Inszenierung von Gerechtigkeit. Ästhetik, Dramaturgie und Politik im US-Amerikanischen Gerichtsfilm der 1990er-Jahre

Saša Miletić geht der Frage nach, wie Gerechtigkeit im US-amerikanischen Gerichtsfilm der 1990er-Jahre gestaltet wird. Neu sind auch die filmischen Stoffe: Neben Rassismus werden nun auch soziale und ökologische Problemlagen verhandelt.

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24
Juni
2013
  • Lecture
IFK

Der schlagende Teufel. Westafrika und die frühneuzeitliche Dämonologie

Die physische Wirksamkeit des Teufels in frühneuzeitlichen Berichten aus Westafrika gestaltet sich merkwürdig: der Teufel als Sadist, der die AfrikanerInnen durch Schläge untertan macht. Zeitgleich wird der Teufel in Europa als gewaltlos beschrieben, wiewohl als Verführer und Unruhestifter. Jutta Wimmler geht diesen dämonologischen Interpretationen und Motiven nach.

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07
Oktober
2013
  • Lecture
IFK

Anderswo in der Donaumonarchie. Juden jenseits vom „habsburgischen Mythos“

Die jüdische Bevölkerung der Donaumonarchie setzte oft die deutsche Sprache als Schriftsprache ein. Scott Spector geht den Motiven und auch den Folgen dieser Präferenz nach, um den jüdischen Beitrag zur deutsch-österreichischen Literatur zu analysieren.

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14
Oktober
2013
  • Guest Lectures
IFK
Karin Harrasser

Halbe Sachen. Entwürfe teilsouveränen Handelns

Mit diesem Vortrag präsentiert das IFK die neue Professorin im Bereich Kulturwissenschaft der Kunstuniversität Linz Karin Harrasser. Im Studienjahr 2001/2002 war sie IFK_Junior Fellow.

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21
Oktober
2013
  • Lecture
IFK

Moskauer Alltag in Schnappschüssen

Die Slawistin Anja Burghardt analysiert den geschärften Blick der FotografInnen Moskaus, die nicht nur entscheidende Momente einzufangen wissen, sondern wie Stadt-Biografen die vielen Schichten von Übergangszeiten zu dokumentieren verstehen und manchmal bereits Zustände eines Nochnicht erkennen lassen.  

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24
Oktober
2013
-
25
Oktober
2013
  • Conference
IFK

Philosophische Anthropologie - Natur und Medien

Kann der Mensch sich als kommunizierendes Tier über seine biologische Determinierung hinwegsetzen und seine Künstlichkeit als Brücke zwischen Natur und Kultur nützen? Eine Tagung, die als kulturwissenschaftlicher Brückenschlag zwischen Natur und Medien gedacht ist.

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28
Oktober
2013
  • Lecture Series
ÖAW, Festsaal, Dr. Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien
Margaret Lock

8. Eric Wolf Lecture: Margaret Lock: Reassessing Embodiment in the Era of the Epigenome

The theory of inheritance of acquired characteristics postulated by Jean-Baptist Lamarck early in the 19th century is undergoing a surprising revival, albeit in modified form.

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05
November
2013
  • Specials
Kunstuniversität Linz, Audimax, Kollegiumgasse 2, 4010 Linz
Konrad Paul Liessmann

Festakt / Festrede: Konrad Paul Liessmann: In einem Atemzug. Über das Verhältnis von Wissenschaft und Kunst

20 Jahre / 40 Jahre Kunstuniversität Linz/ Festrede / Konrad Paul Liessmann.  

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06
November
2013
-
07
November
2013
  • Conference
IFK

20 Jahre IFK: Imaginationen der Unordnung

Ausgehend vom neuen Forschungsschwerpunkt des IFK sind die Vortragsthemen dieser Tagung auf den Begriff der Unordnung als Metapher für Auflösung, Wandel und Transformation ausgerichtet.

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11
November
2013
  • Lecture
IFK

Verhandlungskunst. Dramatische Diplomatie bei Lohenstein und Goethe

Die französischen Praktiken der höheren Diplomatie des 18. Jahrhunderts wurden von Wissenschaftern und Staatsmännern als Lenkrad der Geschichte eingeschätzt, aber auch als Kunstform, die den Regeln des Theaters entspricht, so Clemens Peck in seinem Vortrag über das Verhandeln als Kategorie der dramatischen Künste.  

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18
November
2013
  • Lecture
IFK

Die Logik der Aufklärung und revolutionäre Realitäten

Wie brechen Revolutionen aus? Diese Frage beschäftigt Sozialwissenschaften und Politik seit über 200 Jahren, um Revolutionen vorherzusagen, zu verhindern oder auszulösen. Dennoch hat jede Revolution ihr Überraschungsmoment, so Erdal Kaynar in seinem Vortrag über die politischen Implikationen gewaltsamer, gesellschaftlicher Umstürze.

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21
November
2013
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22
November
2013
  • Conference
IFK

Der Erste Weltkrieg als Laboratorium für eine Politik der Sinne (Teil 3)

Die Verunsicherung der Sinne, das Auseinanderbrechen der gedeuteten Welt hat längst schon vor dem Ausbruch des Weltkrieges begonnen. Die Schrecken der Vernichtung und Zerstörung haben aber diesen Prozess rabiat vertieft. Gewalt im Krieg hat eine unmittelbar sinnliche Dimension.  

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26
November
2013
  • Lecture
TBA21–Augarten, Scherzergasse 1A, 1020 Wien

Kunststaat DDR

TBA21 und IFK freuen sich, eine gemeinsame Serie von Vorträgen und Veranstaltungen zwischen Kunst und Wissenschaft, Praxis und Theorie anzukündigen. Den Auftakt macht der Soziologe und IFK_Gast des Direktors Karl-Siegbert Rehberg mit einem Auszug aus seiner langjährigen Recherche zum Kunststaat DDR.

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02
Dezember
2013
  • Lecture
IFK

The Emergence of a Concept: Form of Life in the Philosophy of the Contemporary

The concept of the form of life has its roots in ancient Greek and Roman philosophy, particularly in the work of Aristotle. As Alessia Ricciardi argues, the notion acquires a crucial new significance in the reflections on modernity offered by an important genealogy of European poets, critics, and philosophers that includes Baudelaire, Nietzsche, Simmel, Benjamin, and Wittgenstein.  

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05
Dezember
2013
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06
Dezember
2013
  • Conference
IFK

DIE KÜRZE DES FAKTUMS. WIRKLICHKEITSPRÄPARATE IN LITERATUR UND WISSENSCHAFT

„Fakta, und kein moralisches Geschwätz“ – mit diesen Worten meldet sich der Herausgeber des "Magazins für Erfahrungsseelenkunde", Karl Philipp Moritz, zu Wort. Die Zeitschrift, deren Vorrede sie entstammen, wirbt mit einem Schlagwort, das in Literatur und Wissenschaft der Aufklärung bevorzugtes Interesse genießt. Fakten gelten als eine Form der erfahrungsgeleiteten Aufzeichnung, die Naturphänomene und Begebenheiten in einer vom Menschen unbeeinflussten Weise festhalten soll und ihrer voreiligen methodologischen oder moralischen Vereinnahmung entgegenwirkt.

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09
Dezember
2013
  • Lecture
IFK

Niemand zu Gast?

Wie kann „niemand“ einem erzählenden Ich helfen und mit diesem – lauter werdend – ins Gebirge gehen? Caroline Scholzen geht in ihrem Vortrag den Irritationen und Störmomenten nach, die das Indefinitpronomen „niemand“ im Gefüge der Texte Franz Kafkas erzeugt.  

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12
Dezember
2013
  • Bücherschau
IFK

Buchpräsentation: Jeannie Moser: Psychotropen. Eine LSD-Biographie

Die Geschichte der psychotropen Substanz Lysergsäurediethylamid, kurz LSD, kann als eine spannende und faszinierende Biographie gelesen werden: Es nimmt 1943 im Labor eines Schweizer Chemikers als synthetisches Derivat seinen Anfang, dann geht LSD als Medikament, psychotherapeutisches Hilfsmittel, Kampfstoff und Leitsubstanz der Hippies unterschiedlichste Wege. Die Literaturwissenschafterin Jeannie Moser zeichnet diese Karrieren, die zu einer Idee des neurochemischen Selbst führen, in ihrer neuesten Publikation nach.    

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16
Dezember
2013
  • Lecture
IFK
Ingo Zechner

Das Evidenz-Bild: Nationalsozialismus in Österreich

Ingo Zechner, Autor einer Monografie über den französischen Philosophen Gilles Deleuze, erweitert dessen Typologie des kinematografischen Bildes. In seinem Vortrag skizziert er den Typus des Evidenz-Bildes anhand von ephemeren Filmen, wie Amateurfilmen, Unternehmensfilmen oder Werbefilmen, zum Nationalsozialismus in Österreich.  

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13
Januar
2014
  • Lecture
IFK

Hungry Subjects: What the Appetites of Addicts and the Undead Can Tell Us About Our Society

In this lecture, A. Jamie Saries explores the issues of choice and need satisfaction through the lens of “addiction”.  Beginning with a brief description of the treatment of a self-described “addict”, he examines the role of “appetites” in Western Social Theory. As growth and complexity have emerged as objects of anxiety, even apocalyptic fear, in the last few decades, the terms “addict” and “addiction” have seemed ever apt for modelling these concerns. But other entities also serve this purpose, fictional entities, such vampires and zombies. Jamie Saris argues that these ways of thinking through unchecked and damaging consumption are mutually enlightening.  

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17
Januar
2014
  • Workshop
IFK

RAUMSTRATEGIEN? „SPATIAL TACTICS“ UND „THE PERFORMATIVE URBAN“

Wer produziert Raum wie? Wer plant Stadt zukünftig? Und wer agiert in ihr wie?

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20
Januar
2014
  • Lecture
IFK

Identifizierung durch Biometrie – Anwendungspraktiken zur Wiedererkennung von Personen

Polizei und kriminalistische Ordnungshüter des ausgehenden 19. Jahrhunderts sahen sich mit boomenden Städten und proportional steigender Kriminalität konfrontiert. Daniel Meßner geht den damaligen Anstrengungen nach, die Biometrie als probates kriminaltechnisches Instrument einzuführen.  

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27
Januar
2014
  • Lecture
IFK

Hat der Suizid ein Geschlecht? Eine Analyse des geschlechtsspezifischen Suiziddiskurses im frühen 20. Jahrhundert in Österreich

Im Fin de Siècle fand eine Intensivierung und thematische Verbreiterung des wissenschaftlichen Suiziddiskurses statt. Michaela Hintermayr geht der Frage nach, wie der Geschlechterunterschied in der Suizidforschung fruchtbar gemacht wurde und welche Konsequenzen diese Indienstnahme zeitigte.  

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10
März
2014
  • Lecture
IFK

THE EMERGENCE OF A NEW SOCIAL PREIPHERY IN MAJOR ISRAELI CITIES

Moshe Shokeid conducted research among North African Jewish immigrants in Israel, among Arab residents who remained in Jaffa after the 1948 war, among Israeli emigrants in New York, and in major gay institutions in Greenwich Village.  

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11
März
2014
  • Bücherschau
WestLicht, Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, 1070 Wien

BUCHPRÄSENTATION: Helmut Lethen: DER SCHATTEN DES FOTOGRAFEN. BILDER UND IHRE WIRKLICHKEIT

Helmut Lethen begibt sich in seinem neuen Buch auf die Suche nach der Wirklichkeit hinter den Bildern. Wie verhalten sich Bilder zum Schriftarchiv, wie die Performance zum Schmerz, wie die Berührung zum Voyeurismus und die Kunst zur Pornografie?  

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17
März
2014
  • Lecture
IFK

TRANSNATIONAL – GLOBAL – DETERRITORIAL?

Wie nähert sich eine Disziplin wie die Sozialanthropologie, deren Feld und Fokus seit jeher eng mit „dem Lokalen“ verbunden waren, unserem heute intensiv vernetzten Alltag? Anhand ihres Forschungsprojekts über junge palästinensische MigrantInnen geht Eva Kössner der Frage nach, wie anthropologische Forschung in Konzeption, Methode und Theorie transnationale Lebenswelten erschließen kann.  

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19
März
2014
  • Workshop
IFK

Forschende Kunst statt bildende Kunst? Workshop zum Stand einer Diskussion

Was ist unter „artistic research“ zu verstehen? Kann man überhaupt künstlerisch forschen? Ein Dialog zwischen KünstlerInnen und KulturwissenschafterInnen.

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24
März
2014
  • Lecture
IFK

LEBENSTEPPICH ORNAMENT: ZUR GENESE EINER FORM UM 1900

Ehemals bloß als Beiwerk und Brimborium gesehen, verselbstständigt sich das Ornament um 1900 und wird zur eigenständigen poetischen Form. Andrea Wald recherchiert den beginnenden Einsatz des Ornaments als autonome ästhetische Form.  

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31
März
2014
  • Lecture
IFK

„KAMPFPLATZ GESCHICHTE“ – ÜBERLEGUNGEN ZUR FRÜHEN RÖMISCHEN HISTORIOGRAFIE

Die römische Geschichtsschreibung tritt erst mit dem ausgehenden 3. Jh. v. Chr. in Erscheinung und stellt somit ein spätes Phänomen innerhalb der Memorialkultur der Stadt am Tiber dar. Statt Geschichte zu schreiben, wurde bis dahin Vergangenes in Denkmäler oder Rituale verformt. David Lindschinger widmet sich den ersten schriftlichen geschichtlichen Aufzeichnungen, 15 Prosaschriften, deren Autoren der aristokratischen Elite angehörten und in Konkurrenz zueinander standen.

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02
April
2014
-
04
April
2014
  • Conference
IFK

WIE CHRISTLICH IST DAS MITTELALTER?

Das Ende des Mittelalters bedeutet Aufbruch in eine säkularisierte Moderne und Zerbrechen eines gottdurchwalteten Kosmos. Beiden Bildern ist gemein, dass die Religion als Hauptagent sowohl des Niedergangs wie auch der harmonischen Einheit gedacht wird. Phänomene werden untersucht, die sich der christlichen Leitkultur widersetzen oder Kompromisse mit ihr eingehen.

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07
April
2014
  • Lecture
IFK

DAS VÖLKERRECHT IM ERSTEN WELTKRIEG

Isabel V. Hull ist John Stambaugh Professor of History an der Cornell University in New York. Sie widmet ihre Forschungen den unterschiedlichen nationalen Interpretationen des Völkerrechts während des Ersten Weltkriegs und danach.

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24
April
2014
  • Lecture Series
ÖSTERREICHISCHES STAATSARCHIV, DACHFOYER, MINORITENPLATZ 1 1010 WIEN
Ursula Renner-Henke

4. CARL E. SCHORSKE LECTURE: Ursula Renner-Henke: INTERSPACES. JEFF WALLS LEUCHTENDE BILDER DES URBANEN

Ursula Renner-Henke ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft seit dem 18. Jahrhundert und Kulturwissenschaft im Fachbereich Geisteswissenschaften – Germanistik an der Universität Duisburg-Essen. Sie beweist in ihrem Vortrag, dass Jeff Walls Kunst viel mehr mit den Forschungen Carl E. Schorskes verbindet, als es zunächst den Anschein hat.

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28
April
2014
  • Lecture
IFK

DIE ZUNGE DES DÄDALUS: LUCREZ UND DIE THEORIE DER SIMULACRA

Der Dichterphilosoph Lucrez übersetzte in der Spätphase der römischen Republik die Naturphilosophie Epikurs nicht nur vom Griechischen ins Lateinische, sondern auch von der Prosa in die Poesie. Jakob Moser fragt in seinem Vortrag danach, ob dieser Wandel der Textgattungen neue Denkwege eröffnet hat.

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05
Mai
2014
  • Lecture
IFK

DAS UNHEIMLICHE DES „HEIMLICHEN JUDEN“ – ACHIM VON ARNIMS REDE „UEBER DIE KENNZEICHEN DES JUDENTHUMS“

Der spätromantische deutsche Schriftsteller Achim von Arnim hält 1811 eine Rede, in deren Struktur nicht nur antijüdische Stereotype eingebaut sind, sondern auch bereits rassistisch begründete Antisemitismen. Katharina Krčal spricht in ihrem Vortrag über frühe Zuschreibungen eines „heimlichen Juden“, über dessen „Gefährlichkeit“ und zeitgleich Anklagen seiner mangelnden Assimilationsfähigkeit.

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12
Mai
2014
  • Lecture
IFK

MODE ZWISCHEN DEN RUINEN: BERLIN-FILME DER LANGEN „STUNDE NULL“

Im besetzten und geteilten Berlin der frühen Nachkriegsjahre wurden in beiden Zonen Filme gezeigt, die mit Bildern von praller Mode und Konsum nicht sparten. Zielgruppe waren Frauen, die unter schlechten Lebensbedingungen um ihr Überleben kämpften. Mila Ganeva fragt nach den Motiven dieses weiblichen Kinopublikums.

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19
Mai
2014
  • Lecture
IFK

THEATER, ZENSUR, PROSTITUTION – WERTESYSTEME UM 1900

Dass Theater ansteckend sei, meinte der Polizeiapparat der Metropolen Wien und Berlin um 1900 durchaus im pathologischen Sinn. Im Umfeld von Schauspielerinnen hole man sich die Syphilis und würde in den unsittlichen Sumpf gezogen. Jan Lazardzig geht den (De-)Regulierungen von Theater und Prostitution durch das Präventionsregime der Polizei jener Zeit nach.

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22
Mai
2014
  • Workshop
IFK

GRENZENLOSES WISSEN. DIE INFLATION DES WISSENS(KULTUR)BEGRIFFS.

Sind die Kultur und ihre Künste Formen des Wissens? In diesem Workshop mit Claus Zittel wird zu klären versucht, was mit dem Wissensbegriff passiert, wenn er in den Kulturwissenschaften inflationär verwendet wird.

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26
Mai
2014
  • Lecture
IFK

EIN ORIENT FÜR DEN WIENER GEBRAUCH? DER ORIENTALISCHE TEPPICH ZWISCHEN ORIENTALISIERUNG DES ORIENTS UND INTERNATIONALISIERUNG DES GESCHMACKS

Am Umgang mit orientalischen Teppichen ab den 1850er-Jahren lässt sich die Spannung zwischen Internationalisierung des Geschmacks und gleichzeitigem Verlangen nach Unnachahmlichkeit und Authentizität ablesen. Céline Trautmann-Waller untersucht die enge Beziehung zwischen Ornament und Ethnos und das Wirken eines textilen Paradigmas in den Vorstellungen von Gemeinschaft und Poiesis.

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02
Juni
2014
  • Lecture
IFK

DAS ATOM-EI DES COLUMBUS

Der 20. März 1991 markiert das Ende einer Ära: Im niederrheinischen Kalkar wird der „Schnelle Natriumgekühlte Brutreaktor SNR-300“ stillgelegt und damit zur größten Investitionsruine der alten BRD. Die Geschichte dieses Kraftwerks und seines Chefentwicklers Wolf Häfele markiert jedoch zugleich ein medientechnisch innovatives Denken, das der „Hypothetizität“ seiner technischen Beherrschbarkeit mit neuartigen medientechnischen Mitteln begegnete – mit Computersimulationen. Sebastian Vehlken erzählt, wie aus spekulativen Atomspielen spektakulärer Ernst wurde.

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12
Juni
2014
-
13
Juni
2014
  • Conference
IFK, Österreichisches Filmmuseum

TAGUNG: REPLAY: DER KRIEGSFILM ALS PIONIER DER GESCHICHTSSCHREIBUNG?

Bevor Kriege geschichtswissenschaftlich erforscht werden, sind sie manchmal bereits zum Filmgenre geworden. Um etwa den Vietnamkrieg historisch zu fassen, kommt die Geschichtsschreibung nicht um das Korpus der Spiel- und Dokumentarfilme herum, welche den Krieg im fernen Indochina nach Hause in die dunklen Kinosäle Europas und Amerikas brachten – lange bevor die Geschichtswissenschaft sich daran machte, ihn zu erforschen.

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16
Juni
2014
  • Lecture
IFK

THE WINDOW AND THE AVANT-GARDE: GERHARD RÜHM AND OSWALD WIENER’S “FENSTER” (1958)

Departing from the typographic photo-collage fenster (window), Caroline L. Schopp traces an art-historical arc from fifteenth-century theories of perspective to the postwar Austrian avant-garde. Since the Renaissance, the window has provided a key metaphor for painting, structuring and surveying the subject to be seen. Against such a vision of painting, the avant-garde set out to fracture and close the window. fenster continues the avant-garde’s critique.

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18
Juni
2014
  • Specials
Wiener Rathaus, Festsaal. Feststiege II, Felderstraße 1, 1010 Wien

WIENER VORLESUNG: OSKAR NEGT: BILDUNG UND WISSENSCHAFT IM AKTUELLEN EUROPA. EIN GEHÄUSE DER HÖRIGKEIT

Oskar Negt wird 1934 in Kapkeim bei Königsberg (Ostpreußen) geboren. 1945 flieht er über die Ostsee, danach folgen drei Jahre im Flüchtlingslager in Dänemark. 1962 promoviert er bei Theodor W. Adorno und wird Assistent bei Jürgen Habermas in Heidelberg. 1971 folgt er der Berufung auf den Lehrstuhl für Sozialwissenschaft der Universität Hannover.

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25
Juni
2014
  • Bücherschau
IFK

BUCHPRÄSENTATION: Markus Klammer: FIGUREN DER URSZENE: MATERIAL UND DARSTELLUNG IN DER PSYCHOANALYSE FREUDS

Markus Klammer arbeitete im Studienjahr 2008 / 2009 als IFK_Junior Fellow an seinem Dissertationsprojekt „Bilder der Psychoanalyse. Das Werk des Subjekts“. Nun sind seine Forschungen zu Freud bei Turia & Kant erschienen.  

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06
Oktober
2014
  • Lecture
IFK

ORDNUNGSDENKEN UND DYNAMISCHE ANTHROPOLOGIE. ARNOLD GEHLEN ALS PHILOSOPH UND SOZIOLOGE IM „JAHRHUNDERT DER EXTREME“

Arnold Gehlen gehört zu den Hauptautoren der Philosophischen Anthropologie, die von Max Scheler und Helmuth Plessner am Beginn des 20. Jahrhunderts begründet worden war. Bekannt ist seine Bestimmung des Menschen als „Mängelwesen“, die biologisch umstritten ist. Gehlens Angst vor dem Chaos im Inneren des Menschen und in der vom menschlichen Handeln mitbestimmten Welt begründete einen Konservatismus, der in merkwürdigem Widerspruch zu seiner dynamischen Anthropologie steht, konstatiert Karl-Siegbert Rehberg in seinem Vortrag.

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13
Oktober
2014
  • Lecture
IFK

UGANDA-EXPEDITION UND NS-MEDIZIN – DER ÖSTERREICHISCHE ARZT ROBERT STIGLER

Bürger der Stadt Steyr, Arzt, Expeditionsteilnehmer mit fragwürdigem wissenschaftlichem Ziel, Rassendenker und Inhaber mehrfacher Professuren während der NS-Zeit, nach dem Zweiten Weltkrieg auch bald wieder anerkannter Publizist derselben Thesen in adaptiertem Wortgewand: Robert Stigler. Der Historiker Simon Loidl folgt den Spuren einer nicht untypischen NS-Biografie und deren NS-ideologischer und kolonialer Wurzeln.

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15
Oktober
2014
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17
Oktober
2014
  • Conference
IFK, Akademie der bildenden Künste Wien

TAGUNG: POP III – AKADEMISIERUNG, MUSEALISIERUNG, RETRO

Die längst unbestrittene Unterteilung in Pop als Gegenkultur (Pop I) und Pop als ästhetischer Mainstream seit den 1980er-Jahren (Pop II) wird 15 Jahre alt. Mit guten Gründen lässt sich fragen, ob neuere stilistische, mediale oder akademische Tendenzen des Pop in dieser Zweiteilung noch adäquat abgebildet sind, Phänomene, die im Rahmen dieser Tagung versuchsweise unter Pop III gebündelt werden.

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20
Oktober
2014
  • Lecture
IFK

DER LONDONER ZOO ALS WISSENS- UND ERFAHRUNGSRAUM

Die Kulturwissenschafterin und Wissenschaftsforscherin Marianne Sommer behandelt in ihrem Vortrag Programm, gesellschaftliche Ausrichtung und Geschichte des Londoner Zoos unter der Leitung des Verhaltensforschers Julian Huxley (1935–42).

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22
Oktober
2014
  • Bücherschau
IFK

BUCHPRÄSENTATION: KAROLINE FEYERTAG: SARAH KOFMAN. EINE BIOGRAPHIE

Genau zwanzig Jahre nach Sarah Kofmans Freitod erscheint nun zum ersten Mal eine umfassende intellektuelle Biographie zum 80. Geburtstag der französischen Philosophin. Autorin ist Karoline Feyertag, die 2007/2008 IFK_Junior Fellow und 2008/2009 IFK_Fellow abroad an der École normale supérieure in Paris war.

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27
Oktober
2014
  • Lecture
IFK

DIE ANGST VOR DEM ANTHROPOZÄN

Überall auf der Erde hinterlässt der Mensch seinen Fußabdruck, beeinflusst die Beschaffenheit von Wetter und Meeren – einer geologischen Kraft vergleichbar. Bernhard Malkmus untersucht anhand zeitgenössischer literarischer Werke, wie radikal dieses diffuse Epochenbewusstsein unsere Selbstwahrnehmung verändert.

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03
November
2014
  • Lecture
IFK

VERSUCH EINER KARTOGRAFIE DES NUKLEAREN: KASACHSTAN NACH DEM SOWJETISCHEN ATOMPROGRAMM

Im Zuge der Auflösung der UdSSR und der Unabhängigkeit Kasachstans wurde das Atomtestgelände bei Semipalatinsk offiziell geschlossen. Die Institute der ehemals streng abgeschirmten, nach dem Atomphysiker Kurtschatow benannten Wissenschaftsstadt auf dem Testgelände wurden in den frühen 1990er-Jahren in ein nationales Nuklearzentrum umgewidmet. Die Wissenschaftsforscherin Susanne Bauer auf den Spuren postsowjetischer nuklearer Ökologien.

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10
November
2014
-
11
November
2014
  • Lecture Series
ÖAW, Festsaal, Dr. Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien

9. ERIC WOLF LECTURE: ULF HANNERZ: WRITING FUTURES: AN ANTHROPOLOGIST’S VIEW OF GLOBAL SCENARIOS

Toward the end of the twentieth century, the Cold War ended and “globalization” became a key word in public discourse. The new configuration allowed people to ask, with relief or anxiety, what might happen next. A small but lively intellectual industry rose to the challenge, creating scenarios for a born-again world. As the world turned, new worlds could be imagined, assumes Ulf Hannerz.  

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17
November
2014
  • Lecture
IFK

SCHÖPFEN AUS DEM „ZITATENTEICH“. INTERTEXTUELLE PRAKTIKEN DER LITERATUR ZU BEGINN DES 20. JAHRHUNDERTS

Jene „geflügelten Worte“, mit denen sich die bürgerliche Literatur ihre Bildung bewies, verlieren zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Kurswert. An ihre Stelle treten neue Praktiken der Intertextualität, mit denen die Generation von Musil, Benjamin, Kraus, Kafka oder Robert Walser dem, was sie noch von der Väterkultur ausborgt, resolut eine neue, andere Stimme gibt.

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20
November
2014
-
21
November
2014
  • Conference
IFK

AUF DER TONSPUR. DER FLÜCHTIGE SCHALL IN KÜNSTEN UND MEDIEN

Akustische Ereignisse sind flüchtig. Gerade weil Töne gemeinhin keine Spuren hinterlassen, stellt sich die Frage, auf welche Weise im Zusammenspiel der Künste und Medien akustische Phänomene evoziert, repräsentiert oder transkribiert werden können.

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24
November
2014
  • Lecture
IFK

POSTDRAMATISCHE TRAGÖDIE. ANMERKUNGEN ZUR AKTUALITÄT EINER KULTUR TRAGISCHER DARSTELLUNGSFORMEN

Wir brauchen Tragik und Tragödie. Sie sind notwendige Formen der Darstellungskultur, gerade in Zeiten, in denen ungebrochen an rationale Konfliktlösung geglaubt wird. Hans-Thies Lehmann zeichnet das Bild eines neuen Theaters einer postdramatischen Theatralität, indem er es den dramatischen und prädramatischen Grundformen des Theaters in Europa gegenüberstellt.

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25
November
2014
-
29
November
2014
  • Conference
IFK, Österreichisches Filmmuseum

DAS UNSICHTBARE KINO: FILM, KUNST, GESCHICHTE UND DAS MUSEUM

Verschwindet mit dem Film eine Art Sinnbild eines langen 20. Jahrhunderts? Und können seine Produktions- und Wahrnehmungsweisen, seine veränderten Begriffe von Kunst und Geschichte in einem Filmmuseum aufgehoben werden?

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28
November
2014
  • Workshop
IFK

STUMME ZEUGEN. JACQUES RANCIÈRE UND DIE GESCHICHTE

Jacques Rancières Überlegungen üben nachhaltigen Einfluss auf die zeitgenössischen Debatten über Philosophie, Politik, Film und Kunst aus. Bisher wurde Rancière jedoch wenig mit der Geschichtswissenschaft in Verbindung gebracht.

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01
Dezember
2014
  • Lecture
IFK

MIT DEM TEUFEL IM BUNDE: DER FALL CHRISTOPH HAIZMANN

Der Teufel (griech. Διάβολος = Durcheinanderwerfer) ist der chaotische Gegenspieler Gottes. Ergreift er Besitz von einem Menschen, geraten dessen Welt, dessen Körper und dessen Sprache durcheinander. Allein streng geregelte Exorzismen vermögen die Ordnung wiederherzustellen. Eine posthume Psychoanalyse durch Sigmund Freud machte den Fall des Malers Christoph Haizmann publik, der 1677 behauptete, sich dem Teufel verschrieben zu haben. Ein Vortrag von Jasmin Mersmann.

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10
Dezember
2014
  • Bücherschau
IFK

BUCHPRÄSENTATION: STEPHAN STEINER: WEIMAR IN AMERIKA. LEO STRAUSS’ POLITISCHE PHILOSOPHIE

Stephan Steiner arbeitete im Studienjahr 2008/09 als IFK_Junior Fellow an seinem Dissertationsprojekt „Transformationen des theologisch-politischen Problems. Leo Strauss zwischen Marburger Hermeneutik und American Social Science“. Nun sind seine Forschungen in der „Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck Instituts“ beim Verlag Mohr Siebeck erschienen.

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15
Dezember
2014
  • Lecture
IFK

THE CADAVER SYNOD OF POPE FORMOSUS: DESACRALIZATION OF THE CAROLINGIAN ORDER

This is a study of the strange Cadaver Trial of Pope Formosus in 897. Formosus was caught up in the turmoil surrounding the end of the Carolingian Empire. In the midst of violence and agitation, the popes were forced to choose among rival candidates for the title of Emperor, hoping for protection, but under pressure from powerful families inside Rome and military forces from abroad. Following the death of Formosus, his enemies took revenge by exhuming the body, putting the dead pope on trial, and deposing him. The event reveals contradictions in the 'Carolingian world order' in Europe. This study focuses on questions of legal history, political theology, and politico-ecclesiastical concepts of the papacy. What caused Pope Formosus to be treated as a scapegoat, and what made his posthumous trial possible?

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12
Januar
2015
  • Lecture
IFK

FREUDS KOKAINSTUDIEN UND DIE STANDARDS PSYCHOPHARMAKOLOGISCHER FORSCHUNG (1878–1888)

Die klinische Erprobung des Alkaloids Kokain war in den 1880er-Jahren ein wichtiger Forschungsbereich. Das Kokain wurde als neues Medikament nicht nur zur Lokalanästhesie verwendet, sondern auch in der Behandlung von Neurosen und Psychosen getestet. Sigmund Freud war hier Vorreiter und hat in der europäischen Kokainforschung eine zentrale Rolle gespielt. Anna Lindemann evaluiert in ihrem Vortrag die vielen Zuschreibungen dieses Alkaloids als Betäubungsmittel, Neuroleptikum, aber auch als Drogensubstitut bei der in Europa grassierenden Morphiumsucht.

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19
Januar
2015
  • Lecture
IFK

DER VORTRAG VON VERA WOLFF ENTFÄLLT!

22
Januar
2015
-
23
Januar
2015
  • Conference
IFK

HIMMELSSTRICHE. KLIMA IN KUNST, LITERATUR UND WISSENSCHAFT UM 1800

Klima ist ein schwieriger Gegenstand des Wissens: Als ein „Hyperobjekt“, das uns umfängt und durchdringt, übersteigt es die gängigen Kategorien des Erkennens und Denkens. Es lohnt sich daher, einen dezidiert kulturwissenschaftlichen Blick auf die historische Geburtsstunde des modernen Wissens vom Klima zu werfen.

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26
Januar
2015
  • Lecture
IFK

GENTECHNOLOGIE ALS THRILL. POPULARISIERUNG EINES WISSENSCHAFTLICHEN DISKURSES AM BEISPIEL DER CHARGAFF-REZEPTION JOHANNES MARIO SIMMELS

Erwin Chargaff (1905–2002) ist gegenwärtig vor allem für seine Leistungen als Biochemiker bekannt. Dass er nach dem Ende seiner wissenschaftlichen Karriere in literarisch ambitionierten Essays gegen sein eigenes Fach polemisiert hat, wird oft vergessen. Magdalena Bachmann untersucht die Rezeption Chargaffs im naturwissenschaftlichen und im literarischen Kontext.

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03
März
2015
  • Specials
Atelier Steinbrener, Dempf und Huber, Ecke Rotensterngasse/Glockengasse, 1020 Wien

IFK_WANDZEITUNG IM ATELIER STEINBRENER, DEMPF UND HUBER – FRAU IM FLUSS. EIN WEHRMACHTSALBUM AUS DER UKRAINE 1942

Siebzig Jahre nach Kriegsende werden private Fotoalben der Soldaten aus den Kellern ans Tageslicht gebracht. Die Fotos zeigen uns, wie der Krieg gesehen wurde. Sie zeigen Gewalt und Zerstörung, Unsicherheit und Angst, verdächtige Ruhe. Was erkennen wir in diesen verschütteten Überresten der Erinnerung?

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04
März
2015
  • Lecture
IFK

EPISTEME ZWISCHEN KUNST UND WISSENSCHAFT

Was macht die Räume aus, in denen Experimente stattfinden? Wie stehen Labore der Naturwissenschaften und Werkstätten der Künstler zueinander – im Laufe der modernen Wissenschafts- und Kunstgeschichte und in gegenwärtigen Formen ihrer verschiedenen Praktiken?

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09
März
2015
  • Lecture
IFK

DER ANTIKE SCHWARM. ÜBERLEGUNGEN ZUR ARCHÄOLOGIE (BIO)POLITISCHER VERWIRRUNG

Die antike Zoologie kennt Menschen, Vögel, Bienen, Ameisen und Fische. Martin Gronau fragt: Kennt sie auch den Schwarm? Und falls ja: Was versinnbildlichte er? Wie ließ er sich metaphorisch gestalten? Welche Funktion erfüllte er in den soziopolitischen Diskursen der klassischen Antike?

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12
März
2015
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13
März
2015
  • Conference
IFK

KRIEGSERFAHRUNGEN ERZÄHLEN

Kehren Kriegsteilnehmer sprachlos aus dem Krieg zurück? Ist es möglich, ihre Erfahrungen zu vermitteln? Geht es um eine generell undarstellbare Erfahrung oder um ein falsches Pathos der Undarstellbarkeit? Literaturwissenschaft und Geschichtswissenschaft treffen aufeinander, um Beispiele aus drei Kriegen dreier Epochen zu analysieren.

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16
März
2015
  • Lecture
IFK

VOM VERSCHWINDEN DES "DEUTSCHEN GEISTES"

Bis ins frühe 20. Jahrhundert wird der „deutsche Geist“ in staatspolitischen Schriften wie in literarischen Texten – von Klopstock, Schiller und Kleist bis hin zu Hofmannsthal und Thomas Mann – immer wieder aufs Neue beschworen. Wenngleich sich die jeweiligen Wiederaufgriffe in Nuancen unterscheiden, überwiegen doch die unübersehbaren Kontinuitäten, die den „deutschen Geist“ auch nach 1945 gelegentlich weiter „spuken“ lassen.

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18
März
2015
  • Specials
Wiener Rathaus, Wappensaal. Feststiege II, Felderstraße 1, 1010 Wien

WIENER VORLESUNG: KARL SCHLÖGEL: UKRAINE: EUROPAS "FRONTIER"– REISE IN EIN UNBEKANNTES LAND

Bis vor kurzem war die Ukraine, immerhin der zweitgrößte Staat Europas, ein weithin unbekanntes Land. Die alarmierenden Nachrichten vom Maidan, der Annexion der Krim, dem unerklärten Krieg Russlands in der östlichen Ukraine haben das geändert: Die Ukraine ist seither irreversibel auf der Mental Map der EuropäerInnen eingezeichnet. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus nicht nur für den akademischen Diskurs, sondern auch für die Politik?

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23
März
2015
  • Lecture
IFK

QUEER ETHNOGRAPHY AND THE “HOTEL BEIRUT” IN BEIRUT [E]

Based on ethnographic and theoretical material, this lecture highlights bodily performances that challenge normative behavior in contemporary Lebanon. It focuses on the interaction of queer bodies in and around the Hotel Beirut, a former five-star hotel in the Lebanese capital.

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16
April
2015
  • Lecture Series
ÖSTERREICHISCHES STAATSARCHIV, DACHFOYER, MINORITENPLATZ 1 1010 WIEN
Michael Steinberg

5. CARL E. SCHORSKE LECTURE: MICHAEL STEINBERG: MODERNISMUS UND DIE POLITIK DES SPÄTSTILS

Als Hommage an Carl Schorske zu seinem 100. Geburtstag unterzieht Michael Steinberg die Frage des Spätstils einer erneuten Lektüre. Dieser von Theodor Adorno und später von Edward Said entwickelte Begriff bezieht sich sowohl auf die Spätwerke von Künstlern und Denkern als auch auf das „Spätsein“ als kulturelles oder politisches Stadium, z.B. während des Fin de Siècle.

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20
April
2015
  • Lecture
IFK

WELTMARKTFÜHRER. DIE BLASCHKA-MODELLE IM KONTEXT EINER GESCHICHTE DER LEBENSWISSENSCHAFTEN

„No matter what time of year you visit, a garden of flowers is blooming in Cambridge, Massachusetts.“ Mit diesem Slogan bewirbt das Harvard Museum of Natural History seine „Ware Collection of Glass Models of Plants“, die jährlich etwa 180.000 BesucherInnen anzieht.

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24
April
2015
  • Workshop
IFK

KUNST UND EPISTEMOLOGIE – BEGEGNUNGEN

Albert Flocon und Gaston Bachelard: Ein Kupferstecher begegnet einem Philosophen und Wissenschaftstheoretiker. Punkt, Linie, Fläche: drei Begriffe der Mathematik oder der bildenden Kunst? Mehr Dinge sehen, als sich das Wissen träumt! Aber was heißt überhaupt Wissen im Kontext der Kunst?

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27
April
2015
  • Lecture
IFK

ENTKABELUNG. ZUR MEDIENGESCHICHTE DER DRAHTLOSIGKEIT

Drahtlose Technologien versprechen einen freien Verkehr von großen Datenmengen und Ideen, bei völliger Ortsunabhängigkeit. Mit dem Verschwinden des Kabels entstehen aber neue Fragen um die Verteilung der Ressourcen zwischen Industrie, Militär und Zivilbevölkerung.

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29
April
2015
  • Lecture
IFK

UNCLES AND NEPHEWS IN PARIS AND VIENNA: DIDEROT, MARX, ALTHUSSER, MILLER, AND BERNHARD [E]

Joking relationships between uncles and nephews are the royal road to pre-modern communities. In modern societies, this crucial role is attributed to the state. Yet uncles and nephews remain key for such modern figures as Denis Diderot, Karl Marx, Louis Althusser, and J.-A. Miller in Paris, as well as for Thomas Bernhard in Vienna.

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03
Mai
2015
-
07
Mai
2015
  • Specials
ÖSTERREICHISCHES FILMMUSEUM: Augustinerstraße 1, 1010 Wien

FILMRETROSPEKTIVE. BILDER DER BEFREIUNG: LIBERATION FOOTAGE – ATROCITY PICTURES

Nichts hat die Vorstellung vom Holocaust nachhaltiger geprägt als die Filmaufnahmen aus den Konzentrationslagern, die unmittelbar nach deren Befreiung entstanden sind.

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07
Mai
2015
-
08
Mai
2015
  • Conference
IFK

LIBERATION FOOTAGE – ATROCITY PICTURES

„The things I saw beggar description.“ General Dwight D. Eisenhowers Bemerkung über das Konzentrationslager Ohrdruf: ein Satz wie ein Monument, in seiner idiomatischen Form unübersetzbar ins Deutsche. Die Dinge, die er sah, spotten nicht jeder Beschreibung, sie entbehren, erschöpfen und übersteigen sie.

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11
Mai
2015
  • Lecture
IFK

PROTOKOLLSÄTZE MIT GESANG. DER FRÜHE PAUL FEYERABEND (1924–1955)

Paul Feyerabend – ein Wissenschaftsphilosoph? Seine frühe Biografie lässt einen leidenschaftlichen Schüler der darstellenden Künste zum Vorschein kommen, der eine Opernsängerkarriere hätte einschlagen können. Daniel Kuby untersucht das chaotisch anmutende kultur- und sozialgeschichtliche Gewebe, in dem Feyerabends frühe wissenschaftliche und künstlerische Aktivitäten nahtlos ineinander übergehen.

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18
Mai
2015
  • Lecture
IFK

DIE KUNST DER DEMOKRATIE DER GEFÜHLE

Wenn es um Gefühle geht, ist die Frage heute nicht mehr, ob, sondern in welchem Sinn sie eine Rolle im demokratischen Streit spielen. Wie sollten wir mit Gefühlen umgehen, denen wir in der öffentlichen Rede Raum geben müssen? Es empfiehlt sich, über politische Gefühle wie über den Geschmack zu streiten.

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28
Mai
2015
-
29
Mai
2015
  • Workshop
IFK

EMPIRE, SOCIALISM, AND JEWS: 1848, 1867, 1889 – REVOLUTION, EMANCIPATION, AND MASS POLITICS

One contemporary paradox of Austrian national identity is that its narrative became so potent that parents these days cannot tell their children stories from before 1918. Can the Austrian Empire be written back into Austrian history?

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01
Juni
2015
  • Lecture
IFK

WIE KOMMUNIZIERT EINE MEHRSPRACHIGE STADT? ZUR SPRACHENSITUATION IN LEMBERG IM SPÄTEN 19. JAHRHUNDERT

Wie sah die sprachliche Realität Lembergs, einer Stadt, in der Polnisch, Ukrainisch, Deutsch, daneben Jiddisch, Latein, Armenisch und Kirchenslawisch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gesprochen wurde, aus? Wie wurde mit dem mehrsprachigen Potenzial der Bevölkerung umgegangen? Welche Rolle spielte dabei die Sprachenpolitik der Habsburger? Diesen Fragen geht Stefaniya Ptashnyk am Beispiel des Presse- und des Bildungswesens in Lemberg nach.

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08
Juni
2015
  • Lecture
IFK

ANSCHLUSSLOSIGKEIT: ÜBERLEGUNGEN ZU EINER SOZIOLOGIE DER ENTNETZUNG

Kaum eine Sphäre moderner Gesellschaften ist vom Imperativ „Vernetze Dich“ verschont geblieben. Netzwerken ist nicht nur selbstreferenziell geworden, sondern auch zu einer Tugend.

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10
Juni
2015
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12
Juni
2015
  • Conference
IFK

AGON UND ARES: DER KRIEG UND DIE SPIELE

Bellizistische Spiele sind Echo wie Lautsprecher der Kriegsbegeisterung und -hetze, sie erzählen ein dunkles, bislang kaum bekanntes Kapitel der materiellen Kultur. Ähnlich wie Literatur, Plakat und Film dienten und dienen auch Spiele der politischen (Kriegs-)Propaganda. Durch Computersimulationen von Konflikten und den Einsatz von Kampfdrohnen, die von Soldaten in tausenden Kilometern Entfernung mit dem Joystick gesteuert werden, erscheint die Betrachtung des Verhältnisses von Krieg und Spiel aktueller denn je.

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15
Juni
2015
  • Lecture
IFK

DAS ENDE DER FIKTIONEN? DIE KRISE DES LITERARISCHEN REALISMUS IN DEN 1960ER-JAHREN

Mit seinem strukturalistisch-semiologischen Schreibprogramm der 1960er-Jahre machte es sich Peter Handke zur Aufgabe mittels ästhetischer Verfahren ein Bewusstsein für die falsche Natur in der Gesellschaft zu schaffen.

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17
Juni
2015
  • Lecture
IFK

DETAIL, RELIQUIE, SPUR – WIRKLICHKEITSEFFEKTE IN HISTORIENMALEREI UND FILM

„So ist es wirklich gewesen“ – diesen Anspruch auf Wahrheitstreue stellt nicht nur der Historismus an seine Erzählungen, er wird auch zum Leitbild der Historienmalerei und des Historienfilms. Mithilfe welcher Verfahren versuchen Malerei und Film, das Vergangene im Bild noch einmal erfahrbar zu machen?

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22
Juni
2015
  • Lecture
IFK

DIE PRAKTIKEN DER NICHTABSCHIEBUNG

Liberale Demokratien verzichten in einer bedeutenden Anzahl von Fällen auf die Durchführung von Abschiebungen. Trotz Ausweisungsentscheid wird die Abschiebung aus rechtlichen oder faktischen Gründen nicht durchgeführt. Wie und vom wem werden diese Entscheidungen über Bleiben oder Fortweisen verhandelt?

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24
Juni
2015
  • Bücherschau
IFK

BUCHPRÄSENTATION: SCHWARZ-WEISS ALS EVIDENZ

Schwarz-Weiß verschwindet nicht aus der Fotografie, nicht aus den Filmen. Schwarz-Weiß wird Authentizität bzw. Echtheit zugeschrieben. Die Gründe für diese Zuschreibung erfassen verschiedene KulturwissenschafterInnen mit ihren Beiträgen im neuen Band „Schwarz/Weiß als Evidenz. With black and white you can keep more of a distance”. Das Buch wird von Monika Wagner und Helmut Lethen (Hg.) präsentiert und erscheint als 1. Band im Rahmen der Publikationsreihe „Schauplätze der Evidenz“.

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29
Juni
2015
  • Lecture
IFK

ZIRKUSPANTOMIMEN ZWISCHEN GESCHICHTE UND MYTHOS

„Barbarossa“, „Ludwig XIV.“, „Die Nihilisten“, „Klondike“ – diese Titel aus dem über 150 Stücke umfassenden Repertoire des Zirkus Busch, eines Spezialisten für Ausstattungspantomimen zwischen 1884 und 1948, weisen auf eine populärkulturelle Form des historischen Erzählens hin, welche die uns vertrauten modernen Konzepte in Frage stellen kann.

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05
Oktober
2015
  • Lecture
IFK

KALTE KUNST

Was war die Kunst des Kalten Krieges? Das „American Action Painting“, vom CIA gefördert und in Gestalt Jackson Pollocks zum Emblem westlicher Freiheit stilisiert? Oder abstrakte Kunst, mit der man im Westen an die Tradition der Klassischen Moderne, des Bauhauses und des Russischen Konstruktivismus anzuknüpfen versuchte? 

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07
Oktober
2015
-
09
Oktober
2015
  • Conference
Universität Wien, Institut für Europäische Ethnologie, Hanuschgasse 3, 1010 Wien

„WIR SIND NIE URBAN GEWESEN“. VOM METROZENTRISMUS ZUR PLURALITÄT DES STÄDTISCHEN

Im 21. Jahrhundert erfährt das Urbane angesichts eines nie dagewesenen Urbanisierungsgrades wissenschaftlich und gesellschaftlich eine Hochkonjunktur. Nicht jede Stadt erfüllt jedoch die gängigen Vorstellungen von Urbanität. Diese Konferenz konzentriert sich auf eine Bündelung kulturwissenschaftlichen und stadtplanerischen Wissens jenseits der Metropolen.  

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12
Oktober
2015
  • Lecture
IFK

WISSEN IN DER POSTMODERNE UND DAS PROBLEM DER ZWEI KULTUREN

In dem kanonischen Text „Das postmoderne Wissen“ (1979) bezog Jean-François Lyotard seine These von der Delegitimierung des Wissens im Prinzip auf alle Wissenschaften und argumentierte, dass nur diejenigen Forschungsbereiche überleben werden, die zur Optimierung des politisch-ökonomischen Systems beitragen.

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28
Oktober
2015
  • Bücherschau
Grillparzerhaus, EG, Ausstellungslocation, Johannesgasse 6, 1010 Wien

VIELLEICHT ESTHER - GESCHICHTEN

Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, „mit nachlässiger Routine“ – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut?

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02
November
2015
  • Lecture
IFK

IRREGULÄRES SCHLACHTEN! VON MASSAKERN IM „FRENCH AND INDIAN WAR“ (1754–1763)

Am 10. März des Jahres 1755 landeten zwei Regimenter britischer Soldaten unter dem Befehl General Edward Braddocks in Hampton, Virgina. Knapp vier Monate später waren der General und der größte Teil seiner Truppen nicht mehr am Leben. Französische Einheiten und ihre indigenen Verbündeten hatten sie buchstäblich abgeschlachtet. Was war geschehen?  

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09
November
2015
  • Lecture Series
Universität Wien, Sky-Lounge, Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien
Gavin Smith

10th ERIC WOLF LECTURE: Gavin Smith: ELUSIVE RELATIONS: DISTANT, INTIMATE, AND HOSTILE

Changes in the dominant form of capitalism have implicated the shape of the state and supra-state. As a result crucial economic and political relations have to be rethought and methods found for that task. The lecture takes up this challenge for the reformulation of ethnography.

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16
November
2015
  • Lecture
IFK

RAUM UND ERZÄHLEN – ÜBERLEGUNGEN ZU EINER GRUNDACHSE MENSCHLICHEN DASEINS

Was findet der Mensch im Erzählen? Eine Anleitung zum Leben in der Zeit und Trost im Angesicht des Todes, so oder so ähnlich haben Kulturanthropologen diese Frage bislang beantwortet. Doch hat Erzählen nicht ebenso viel damit zu tun, das Leben im Raum zu bewältigen von der Notwendigkeit der Orientierung bis hin zur heimatlichen Verortung?

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18
November
2015
-
20
November
2015
  • Conference
IFK

DAS BRILLANTE QUARTETT DES PREUSSISCHEN STAATSRATS 1933–1945. CARL SCHMITT, FERDINAND SAUERBRUCH, GUSTAF GRÜNDGENS, WILHELM FURTWÄNGLER

1933 wird der Preußische Staatsrat zu einem Ehrenrat des NS-Regimes. Neben SS- und NSDAP-Größen verleiht sein Präsident Hermann Göring vier brillanten Köpfen der deutschen Elite den Titel „Staatsrat“. Vier Männer, die der neuen Ordnung dienen. Jeder von ihnen ist international bekannt. Ihre Karrieren enden nicht 1945, ihr internationaler Ruhm wächst bis heute.  

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23
November
2015
  • Lecture
IFK

THE PUBLICS AND ORDINARY CRITIQUE: CHALLENGING AUTHORITARIAN REGIMES (E)

How does critique emanating from the television public become significant within authoritarian public spheres such as those of the Maghreb countries? Answering this question requires that we rethink the notion of the public and reconsider how to qualify ordinary critique. 

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25
November
2015
  • Lecture
IFK

DIE ROLLE DES KOMISCHEN IM TRAUERN

Das Lächeln, das bei Beileidsbekundungen durchbricht; das Weinen, das in Lachen umkippt; das sprichwörtliche „Du scherzt wohl?“ als Reaktion auf bestürzende Nachrichten – anhand solcher Alltagsszenen sucht Steffen Krüger in seinem Vortrag die widersprüchliche Nähe von Trauer und Komik zu beschreiben und das Wirken der einen Emotion in der anderen aufzuspüren.

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30
November
2015
  • Lecture
IFK

BEAMTE, EMPIRE UND DIE SPIELREGELN EUROPAS

Als Robert Langley im Jahr 1933 in den britischen Kolonialdienst eintrat, ahnte er wohl nicht, dass er rund ein Vierteljahrhundert später an der Unabhängigkeit Ugandas mitarbeiten würde. Nach dem Zweiten Weltkrieg kopierten insgesamt 15.000 nationale und britische Beamte die Spielregeln europäischer Institutionen in die verschiedensten Gesellschaften Afrikas, Asiens und Lateinamerikas – unter unterschiedlichen Voraussetzungen.

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02
Dezember
2015
  • Lecture
IFK

RELIGIOSITÄT UND SUBJEKTBILDUNG – FIGURATIONEN IN LITERATUR UND KULTUR DER GEGENWART

In der gegenwärtigen Zeit religiösen Aufruhrs erleben wir eine sich komplex gestaltende Begegnung zwischen Kulturen und Religionen. Spätestens seit den Pariser Attentaten ist die Debatte um Identitätsfindung und -bildung in den Religionen (v. a. Islam) neu entbrannt.

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09
Dezember
2015
  • Bücherschau
IFK

AUF DIE WIRKLICHKEIT ZEIGEN. ZUM PROBLEM DER EVIDENZ IN DEN KULTURWISSENSCHAFTEN. EIN READER (SCHAUPLÄTZE DER EVIDENZ, BAND 2)

Ereignet sich Evidenz, wenn die Argumentation nicht mehr weiterkommt, weil alle Begründungen erschöpft sind und man auf den „harten Felsen“ stößt, bei dem sich der wittgensteinsche Spaten zurückbiegt?   

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11
Dezember
2015
  • Workshop
IFK

MÜDE MUSEEN? ERSCHÖPFENDE AUSSTELLUNGEN!

Lähmende Langeweile und Spektakel sind Skylla und Charybdis jedes Ausstellungsprogramms. Wie lässt sich zwischen ihnen hindurch navigieren und dabei ein neuer Erfahrungs- und Wissensraum erschließen?

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14
Dezember
2015
  • Lecture
IFK

THE SEXUAL CONTRACT AND THE TIME OF BIOPOLITICAL VULNERABILITY (E)

Penelope Deutscher’s lecture considers the role played by time in modern analyses of differentially disposable life: its complex priors, presents, and futures. She explores a related preference for understanding political violence not just at the level of the catastrophic, sudden, and spectacular, but as enfolded in the everyday of ordinary life.Her analysis then probes how such claims can reconfigure the modern understanding of the sexual contract.

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11
Januar
2016
  • Lecture
IFK

NATUR – NACH DER NATUR. NATURÄSTHETISCHE BILDKUNST ZWISCHEN DARSTELLUNG UND REFLEXIVITÄT

Niemand hat in den letzten Jahren so sehr die Natur infrage gestellt und sie als Projektion, Fiktion, Konstrukt oder Artefakt dekonstruiert wie die Kulturwissenschaften, während NaturwissenschafterInnen nach wie vor ziemlich mühelos von Natur sprechen als jenem Referenzobjekt, das sie erforschen und das es auch „da draußen“ gibt.

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18
Januar
2016
  • Lecture
IFK

DER BAUCH DER METROPOLE. DIE STÄDTISCHE NAHRUNGSMITTELVERSORGUNG IM 19. JAHRHUNDERT

Das 19. Jahrhundert war das Jahrhundert der Industrialisierung und Urbanisierung. In der Zeitspanne von 1800 bis 1900 wuchs allein die Wiener Bevölkerung um mehr als 500%. Durch diese Entwicklung stießen die traditionellen Strukturen der Lebensmittelversorgung an ihre Grenzen und die Ernährung der Bevölkerung wurde zu einem Problem der städtischen Expansion.

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21
Januar
2016
-
22
Januar
2016
  • Conference
IFK

GERADE GEBOGEN – HERRSCHAFT DER GEOMETRIE ÜBER DIE LINIE?

Die Linie als ein Ideal von Ordnung, das Gerade als Regulator des Gekrümmten, Linearität als Norm des Narrativen – in unterschiedlichsten Wissensbereichen und Disziplinen kommen Praktiken und Konzepten von Linien jeweils wesentliche Funktionen zu.Ihren angestammten epistemischen Ort hat die Linie jedoch in der Geometrie – so scheint es zumindest.
25
Januar
2016
  • Lecture
IFK

DIE SYNAGOGE VON SOFIA ALS SPIEGEL DER EUROPÄISIERUNG EINER OSMANISCHEN STADT

Im Zentrum der bulgarischen Hauptstadt stehen sich, nur wenige Meter voneinander entfernt, die drei großen monotheistischen Religionen gegenüber: die noch aktive Moschee, die ehemalige bulgarisch-orthodoxe Kathedrale, die katholischen und rumänischen Kirchen und die Sofioter Synagoge. Sie zeugen von der langen, turbulenten Geschichte der Region und der Identitätsfindung im jungen Nationalstaat.

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26
Januar
2016
0:00 - 23:59
  • Specials
IFK

HARTMUT BÖHME UND DIETER BUCHHART: IM GESPRÄCH MIT MATHIAS KESSLER, NOWHERE TO BE FOUND

Gesellschaftliche Debatten fließen in die Fotoarbeiten, Installationen und Performances des in New York lebenden österreichischen Künstlers Mathias Kessler ein. Hartmut Böhme und Dieter Buchhart führen mit Mathias Kessler ein Gespräch zu Landschaftsmalerei und künstlerischen Interventionen in den urbanen Kunstszenen New Yorks, Rotterdams, Berlins oder Wiens.  

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01
März
2016
  • Specials
IFK

WELCOME RECEPTION

Das IFK lädt herzlichst am 1. März 2016 um 18.30 Uhr zur Welcome Reception ein. Wir begrüßen den neuen Direktor des IFK, Prof. Dr. Thomas Macho sowie die IFK_Fellows und IFK_Writers in Residence des Sommersemesters 2016.  

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07
März
2016
  • Lecture
IFK

DIE GRENZENLOSIGKEIT DER KULTURWISSENSCHAFTEN

Was hält die Kulturwissenschaften auf Trab und, noch schwieriger: Was hält sie zusammen? Aleida Assmann diskutiert Potenziale und Probleme einer Forschungsrichtung, die Schwierigkeiten mit ihrer Grenzziehung hat.

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09
März
2016
-
11
März
2016
  • Conference
IFK

ERRETTUNG ODER ERLÖSUNG DER WIRKLICHKEIT? FILM, GESCHICHTE UND POLITIK BEI SIEGFRIED KRACAUER

In seinem Nachruf notierte Theodor W. Adorno, er habe keinen je gekannt, „der so quer zum Altern stand wie Siegfried Kracauer“. Wie verhält es sich ein halbes Jahrhundert später: Welche Aspekte seiner Theorie und Kritik sind veraltet, welche sind von unverminderter Aktualität? Was sagt die Medientheorie heute zu dem Motiv der Rettung der äußeren Wirklichkeit im Film?  

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14
März
2016
  • Lecture
IFK

TECHNOLOGIES OF (DIS)ORDER: DRONES, CONFLICT, AND CULTURE

The current contradictory moment in human history can be understood as one of rational order, rapid transformation, and global integration, on the one hand, and of cultural dissonance, social disintegration, and rampant disorder, on the other. Drones vividly and viciously capture this moment, while also regenerating it, as Hamid Ekbia shows in his work.  

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04
April
2016
  • Lecture
IFK

„DIE AUFGABE DES ÜBERSETZERS“ JENSEITS DER SPRACHE

„You are nobody unless you have said something about this text“, sagte Paul de Man 1986 über Walter Benjamins Aufsatz „Die Aufgabe des Übersetzers“ (1921/23). Zöge man heute Resümee, dürfte es kaum noch Nobodys geben.

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06
April
2016
  • Lecture
IFK

HISTORY, TEMPORALITY, AND THE DUAL CRISIS OF CAPITALISM

Responding to the far-reaching transformations of recent decades, Moishe Postone will outline an approach that seeks to place consideration of the historical dynamics of modernity at the center of critical social analysis.

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11
April
2016
  • Lecture
IFK

Oper. Dorf. Soziale Skulptur - Schlingensiefs Operndorf Afrika

Das Operndorf ist das letzte große Projekt des deutschen Künstlers Christoph Schlingensief (19602010). Für sein Vorhaben konnte er den in Berlin arbeitenden Burkinabé Diébédo Francis Kéré als Architekten gewinnen. Gemeinsam haben die beiden das Operndorf in der Form entwickelt, wie es nun auch nach Schlingensiefs Tod in Burkina Faso verwirklicht wird.  

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14
April
2016
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15
April
2016
  • Conference
IFK

RED VIENNA

Als Kampfbegriff vom politischen Gegner geprägt, wurde das Rote Wien retrospektiv zum Mythos vom gelungenen gesellschaftspolitischen Gegenmodell. Mehr noch als seine Anfeindungen von außen sind es seine inneren Widersprüche, an die heutige und heute beinahe vergessene Fragen anknüpfen: Gibt es ein richtiges Leben im falschen?    

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18
April
2016
  • Lecture
IFK

UNTERSUCHUNG AN SCHREIBERN. ALBERT DRACHS PROTOKOLLE GEGEN DIE KAKANISCHE BÜROKRATIE

Die Verwaltung „Kakaniens“ hat Robert Musil einst mit liebevoller Ironie „die beste Bürokratie Europas“ genannt. Als eine Art rationalisierter und demokratisierter Inquisition hat sie hingegen der Jurist Albert Drach erfahren. Seine Romane machen der Bürokratie und ihren Nachwirkungen bis in die Zweite Republik auf eigentümliche Weise den Prozess. Ein Vortrag von Burkhardt Wolf.  

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20
April
2016
  • Lecture Series
WIEN MUSEUM

6. CARL E. SCHORSKE LECTURE: KARL SCHLÖGEL: SANKT PETERSBURG / PETROGRAD / LENINGRAD – ÜBERLEGUNGEN ZU EINER ARCHÄOLOGIE DER MODERNE

Es hat sich eingebürgert, von Paris, Wien, Berlin als den Zentren der europäischen Moderne zu sprechen. Die Stadt, in der man, wie Friedrich Nietzsche meinte, erfahren könne, was mit Europa geschieht, taucht in diesem Koordinatensystem nicht auf. Dabei markiert der Chronotop Petrograd/1917, dessen Jubiläum in einem Jahr begangen wird, eine Bruchstelle wie keine andere europäische Metropole.  

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25
April
2016
  • Lecture
IFK

REDEN, REDEN, REDEN. GESCHWÄTZIGKEIT IM ROMAN DES 19. JAHRHUNDERTS

Reden, schwatzen, parlieren Es gibt viele Umschreibungen für das Phänomen der Geschwätzigkeit, das man auf den ersten Blick nicht mit der Romankunst des 19. Jahrhunderts in Verbindung bringen würde. Gleichwohl hat es dort einen prominenten Ort. Barbara Naumann untersucht die Funktion des Redens am Rande der Sinnlosigkeit im Roman.  

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02
Mai
2016
  • Lecture
IFK

“WHO IS THE MONSTER AND WHO IS THE MAN” – HETERONORMATIVITY AND CONSTRUCTIONS OF (SEXUAL) OTHERNESS IN DISNEY’S ANIMATED FEATURE FILMS

„Disney“-Produktionen gelten meist als Musterbeispiele für konservative Bildpolitiken. Auch von akademischer Seite erschöpft sich die Beschäftigung mit Disneyfilmen oftmals in bloßer Kritik. Welche subversiven Räume erschließen sich hinter der vordergründigen Heteronormativität, wenn die Texte einem „queer reading“ unterzogen werden?

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09
Mai
2016
  • Lecture
IFK

CRITICAL BIOMASS – ODER DIE HISTORISCHE DYNAMIK VON „LEBENDMASSE“

Massen evozieren Utopien und Schreckensszenarien: Um 1900 galten Menschenmengen als Hoffnungsträger sozialer Reformen und zugleich als anarchische Bedrohung. Der biologische Begriff „Biomasse“ aus den 1920er-Jahren transportiert diesen Umschlagpunkt zwischen Kontrolle und Eigendynamik. Welche Geschichte hat dieses Konzept?  

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11
Mai
2016
  • Lecture
IFK
Michael Bracewell

“FOOD FOR A BLUSH”—A STRANGE EXAMPLE OF BRITISH ART SCHOOL CINEMA OF THE 1950s

Anomalous to the otherwise social-realist ethos of the British “Free Cinema” movement of the 1950s, “Food for a Blush” is a short, 30-minute  film made between 1956 and 1959 by two students at the Chelsea School of Art in London. It was described by one of its makers as “a documentary of worry” filmed between bedsits and bombsites.  

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18
Mai
2016
  • Lecture
IFK

FALTUNGEN. GOETHES "WAHLVERWANDTSCHAFTEN"

Goethes nach eigener Auskunft „bestes Buch“ ist zugleich sein nach wie vor rätselhaftestes , obgleich es sein meistanalysiertes sein dürfte. Aber alle Versuche müssen letztlich vor dem Inkommensurablen dieses Romans resignieren, der seine Leser und insbesondere Leserinnen weder exemplarisch belehrt, sie nicht zur Identifikation einlädt, noch durch seinen Plot besonders gut unterhält. Aber was sonst?

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19
Mai
2016
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20
Mai
2016
  • Conference
IFK

BILDGESCHICHTEN. VON DEN ANFÄNGEN DER FOTOREPORTAGE

Was passiert beim Zusammenspiel zweier so unterschiedlicher Medien wie des augenscheinlich die Wirklichkeit bloß aufzeichnenden Fotos und der verbalen Sprache mit ihrer erzählerischen Freiheit? 

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23
Mai
2016
  • Lecture
IFK

DAS IMAGINÄRE IM RUSSISCHEN KONSTRUKTIVISMUS

In den künstlerischen Arbeiten der russischen KonstruktivistInnen ist ein paradoxes Nachleben traditioneller Rezeptionsverhältnisse und repräsentationaler Strukturen zu beobachten. Stefanie Kitzberger fragt nach den historischen Kontexten dieser Wiederkehr.

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30
Mai
2016
  • Lecture
IFK

PUBLICS, PROPERTIES, PARAMETERS: AUSTRIAN NATURAL SCIENCE ON THE PERIPHERY, 1887—1914

Who makes scientific knowledge, and how? Who is excluded from knowledge-making processes, and why? Zachary Barr argues that the answer to these questions leads beyond laboratories, journals, and conferences, to sites of circulation and translation between scientists, scientific amateurs, and lay publics.

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01
Juni
2016
  • Bücherschau
IFK

„SELBST“. THOMAS MEINECKE LIEST AUS SEINEM DERZEIT ENTSTEHENDEN NEUEN ROMAN

Post-Porn? Post-Gender? Der sexuelle Diskurs versucht, die Mauern seiner Gefangenschaft innerhalb der von Freud, Foucault und Butler beschriebenen Hierarchien zu überwinden.  

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06
Juni
2016
  • Lecture
IFK

ZUR GENEALOGIE DES MESKALINS (1887–1919)

Meskalin gilt auch heute noch als „Meter“ für die Klasse der psychedelischen Substanzen, da es als Erstes wissenschaftlich systematisch erforscht worden ist. Aber wie wurde aus einem mexikanischen Kaktus überhaupt eine chemische Reinsubstanz?  

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13
Juni
2016
  • Lecture
IFK

REBELLION DES „UND“ / FREIHEIT ZUM „UND“

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg schuf der Merz-Künstler Kurt Schwitters ein Schlüsselwerk der Moderne: die Collage namens „Undbild“. Zur selben Zeit arbeitete der Philosoph Franz Rosenzweig an einer Philosophie des „und“. Beide rührten damit (auf je verschiedene Weise) an den Nerv einer Epoche, die als Trümmerfeld erfahren wurde.

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15
Juni
2016
  • Bücherschau
IFK

DER MENSCH, DER AFFE. BUCHPRÄSENTATION VON HANNA ENGELMEIER

Hanna Engelmeier, IFK_Research Fellow im Sommersemester 2016, präsentiert ihre neueste Publikation "Der Mensch, der Affe", die im Böhlau Verlag publiziert wird.  

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16
Juni
2016
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17
Juni
2016
  • Conference
IFK

HETERONOMIEÄSTHETIK DER MODERNE. JENSEITS LITERARISCHER AUTONOMIE

Unser Verständnis der Literatur seit 1800 ist von der Vorstellung geprägt, man habe es mit „autonomer“ Kunst zu tun. Die Tagung möchte diese Einschätzung revidieren und widmet sich denjenigen Bewegungen der Moderne, die in ihren Programmen oder Praktiken von einer Fremdbestimmung der Kunst ausgehen – von ihrer „Heteronomie".

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20
Juni
2016
  • Lecture
IFK

SOUNDTRACK DER SHOAH?

Filmmusik zwischen Gedenken und Provokation. Elias Berner wird anhand von Fallbeispielen den Paradigmenwechsel auf musikalischer Ebene der filmischen Darstellungen der Shoah überprüfen.  

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22
Juni
2016
0:00 - 23:59
  • Specials
ORF Radiokulturhaus Argentinierstraße 30a, Großer Sendesaal

MENSCHENRECHTE UND MENSCHENPFLICHTEN IM HISTORISCHEN KULTURVERGLEICH

"Menschenrechte" gibt es seit der frühen Neuzeit. Sie wurden in der Aufklärung erfunden und in der Französischen Revolution deklariert, aber keineswegs auch immer umgesetzt. Für viele blieben sie lange Zeit eine unerfüllte Forderung und müssen bis heute immer wieder neu erkämpft werden. "Menschenpflichten" dagegen gibt es seit Menschengedenken. Es geht dabei um Selbstverpflichtungen der Stärkeren und Etablierten, sich fürsorglich um Schutzlose und Bedürftige zu kümmern.

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27
Juni
2016
  • Lecture
IFK

FOOLS RUSH IN (WHERE ANGELS FEAR TO TREAD). MINDERE MIMESIS UND DIE WISSENSCHAFTEN

Wissenschaft treiben heißt Neues schaffen, innovativ sein, schöpfen. Oder? Welche Rolle spielen das “Nachäffen”, Wiederholen, “Aufkochen” und Imitieren dabei, dass die Wissenschaft über ihr eigenes Tun Bescheid weiß? Wie kommen diese Praktiken in Wissenschaftsparodien zum Tragen? Hanna Engelmeier schaut sich dazu die 20-jährige Geschichte der Sokal-Affäre an.

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03
Oktober
2016
  • Specials
IFK

WELCOME RECEPTION

Das IFK lädt herzlich am 3. Oktober 2016 um 18.30 Uhr zur Welcome Reception. Thomas Macho, Direktor des IFK, sowie der IFK_Staff und alle Interessierten begrüßen gemeinsam die IFK_Fellows des Wintersemesters bzw. des Studienjahres 2016/17:  

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10
Oktober
2016
  • Lecture
IFK

DER INSTITUTIONENROMAN GEHT INS KINO: KAFKAS „PROCESS“ IN WELLES’ „THE TRIAL“

In Orson Welles' Verfilmung des "Process" trifft K. in seinem Großraumbüro unversehens auf einen Computer. Einer von vielen Einfällen des größten Theatralikers des Kinos, die zeigen, was Kafka erzählt: Romanmenschen durchlaufen bei ihm nicht mehr Stationen ihrer Bildung; Geschichten sind aus Institutionen gemacht, die das Leben formatieren.

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13
Oktober
2016
-
15
Oktober
2016
  • Conference
KUNSTUNIVERSITÄT LINZ, AUDIMAX, DOMGASSE 1, 4010 LINZ

UTOPIA 2016 KREATIVDIALOG 5: IMAGINATION UND ENTWURF

1516 erschien, ein Jahr vor Luthers Thesenanschlag, mit Unterstützung des Humanisten Erasmus von Rotterdam, die „Utopia“ des englischen Staatsmanns Thomas Morus, der am 6. Juli 1535 – wegen der Verweigerung des Eids auf Heinrich VIII. – vor dem Londoner Tower enthauptet wurde. Die fiktive Beschreibung einer idealen Gesellschaft auf der Insel Utopia ist nach wie vor verblüffend aktuell, mit Bemerkungen zur Ökonomie, zur Abschaffung des Privateigentums und des Geldes, mit einer Kritik der Todesstrafe und des Krieges oder mit Kommentaren zu Religion und Sterbehilfe. Utopia 2016?  

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17
Oktober
2016
  • Lecture Series
ÖAW GROSSER FESTSAAL, IGNAZ-SEIPEL-PLATZ 2, 1010 WIEN
Anna L. Tsing

11TH ERIC WOLF LECTURE: ANNA L. TSING: OTHERS WITHOUT HISTORY: ORGANISMS AS AGILITY-SHIFTING ACTORS IN THE TRAJECTORY OF CAPITAL

Is history-making only the domain of human beings? For the American cultural anthropologist Anna L. Tsing, plants, fungi, and bacteria are also agents of historical change. Proceeding from the economics of colonial plantations and in light of the consequences of contemporary capitalism for the environment, Tsing argues in her Eric Wolf Lecture that we must foreground pests and pathogens, e.g., in our consideration of how history is made.

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24
Oktober
2016
0:00 - 23:59
  • Lecture
IFK

"FIRST RESPONDER" ARTISTS, 1945–1948: THEATRE—FROM THE RUBBLE TO RENEWAL

When the Red Army and Allied forces entered Berlin in 1945, the war had destroyed the city’s infrastructure, disrupting all “familiar points of reference—of community, of social and cultural network” for Germans caught in the transition.(1) Rebecca Rovit examines the effects of war and military occupation on an emergent theatre repertoire.

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27
Oktober
2016
  • Guest Lectures
INSTITUTE FOR SOCIAL ANTHROPOLOGY AUSTRIAN ACADEMY OF SCIENCES
Brigitta Lange

ANTHROPOLOGICAL REGISTRATION: PHOTOGRAPHIC TECHNIQUES DURING THE FIRST WORLD WAR

The lecture will elaborate Rudolf Pöch’s photographic practices applied during his anthropological in Austrian and German prisoner of war camps during the First World War. He and his assistant Josef Weninger not only systematically took pictures of the prisoners they measured – among them colonial soldiers from the “Half Moon Camp” near Berlin. They modified and optimized their photographic system in terms of techniques and procedures introducing a standardized system and a third obligatory photograph – which was stilled used in World War II and the post-War era.  

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28
Oktober
2016
  • Workshop
IFK

BILDERSTURM - TERROR UND KRIEG ALS VISUELLE INSZENIERUNGEN

Die symbolische Bedeutung des Bildersturms in aktuellen Konflikten ist bisher kaum Thema sozial- oder kulturwissenschaftlicher Analysen: Die TeilnehmerInnen des Workshops versuchen deshalb, anhand von drei Beiträgen zu zentralen Ereignissen und Akteuren Anstöße zu einer Diskussion dieser aktuellen Form der Visualisierung von politisch-religiösen Konflikten zu geben.

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07
November
2016
  • Lecture
IFK

PLANNING FOR FREEDOM. ISOTYPE UND DER BRITISCHE DOKUMENTARFILM IM ZWEITEN WELTKRIEG

Im April 1941 kontaktierte der britische Dokumentarfilmer Paul Rotha den seit Kurzem in Oxford lebenden Otto Neurath. Er stellte sich die Frage, ob die von Neurath entwickelten Piktogramme (Isotype) nicht auch in Filmen verwendet werden könnten. Daraus resultierte ein bemerkenswertes Kapitel in der Geschichte der britischen documentaries.   

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09
November
2016
-
10
November
2016
  • Workshop
IFK

LANGUAGES IN CONTACT: THE DANUBE AS A CULTURAL SPACE FROM A LINGUISTIC POINT OF VIEW

What happens to speakers of various languages, groups with diverse social and economic practices, when they come into contact with each other in a geographic area? The workshop explores this question with regard to the languages and peoples of the Danube region, focusing mainly on German, Hungarian, Romanian, Serbian and Croatian, and Yiddish.

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14
November
2016
  • Lecture
IFK
Chris Tedjasukmana

BEWEGUNGSBILDER 2.0 – ÖFFENTLICHKEIT, POLITISCHE ÄSTHETIK UND DIE NEUEN WEBVIDEOS

Augenzeugenvideos, Dokus und Kampagnentrailer mit Klickzahlen im Millionenbereich – seit der Entstehung des Web 2.0 formiert sich ein zivilgesellschaftlicher Videoaktivismus zwischen Online- und Offline-Öffentlichkeiten, Social Media und Social Movements. Chris Tedjasukmana stellt den Videoaktivismus 2.0 und dessen politische Ästhetik vor.   

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17
November
2016
0:00 - 23:59
  • Workshop
IFK

DERRIDA ÜBERSETZEN

Die Fragen der Schrift, Textualität und (Un-)Übersetzbarkeit standen im Zentrum des dekonstruktiven Denkens Derridas. Texte verstand er nicht als geschlossene Bedeutungsträger, sondern als differenzielle Verkettungen, die immer auch auf Nichtgesagtes, Ausgeschlossenes, Ausgegrenztes verweisen.

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21
November
2016
  • Lecture
IFK

POSTUTOPISCHE LANDSCHAFTSÄSTHETIK IN GE FEIS "JIANGNAN-TRILOGIE" UND BEI QIU ZHIJIE

In leisen Tönen und mit hintergründiger Ironie erzählen drei zwischen 2004 und 2011 entstandene Romane die Geschichte der unsterblichen Hoffnung auf eine bessere Welt. Drei Generationen einer entwurzelten Familie werden Zeuge, wie die verschiedenen Modernisierungsprojekte Chinas aufgrund der Verstrickung von utopischer Vision und Realität scheitern.

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28
November
2016
  • Lecture
IFK

ARBEIT AN DER KULTUR. MARGARET MEAD UND GREGORY BATESON AUF DER ANTHROPOLOGISCHEN SUCHE NACH SOZIALER ORDNUNG

In der Hoffnung, zu entscheidenden Erkenntnissen für die amerikanische Gesellschaft zu gelangen, forschte das Ehepaar Margaret Mead und Gregory Bateson in den 1930er-Jahren auf Bali. Warum sie glaubten, gerade dort fündig zu werden, und wie sie schließlich das gewonnene Wissen in den USA zur Geltung brachten, fragt Thilo Neidhöfer.

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02
Dezember
2016
  • Workshop
IFK

POLITIK UND SCHAUSPIEL: DENIS DIDEROT

Ist der versierte Schauspieler ein gefährliches Chamäleon, welches sich charakterlos stets auf die Seite der Mächtigen stellt, oder aber besonders fähig, auf die Bedingungen einer komplexen, freien und solidarischen Gesellschaft zu reagieren?  

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05
Dezember
2016
  • Lecture
IFK

DER ZWEITE WELTKRIEG UND DIE ANRUFUNG EUROPAS IN POSTSOZIALISTISCHEN GEDENKMUSEEN

Postsozialistische Gedenkmuseen kommunizieren auf zweierlei Arten mit „Europa“: Während die einen im Zuge der EU-Osterweiterung unter Beweis stellen wollten, dass ihre Dauerausstellungen „europäischen Standards“ entsprechen, und eine „Anrufung Europas“ betreiben, fordern die anderen von „Europa“, ihr Leid in der kommunistischen Ära anzuerkennen.   

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12
Dezember
2016
  • Lecture
IFK

OFF THE BEATEN TRACK. THE NORTH SEEN THROUGH ITALIAN EYES

Scandinavia was a rare destination for 17th-century travelers and represented Otherness within the borders of Europe. Anu Raunio examines the image of the exotic and far away North transmitted by a number of Italian travel accounts from Francesco Negri’s Viaggio settentrionale to Alessandro Bichi’s Relazione dei viaggi — some published, others recently discovered.   

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14
Dezember
2016
  • Bücherschau
IFK

IFK_BÜCHERSCHAU: DOMINIK HAGEL, "FIKTION UND PRAXIS" - STEFAN LAUBE, "NERVÖSE MÄRKTE"

Das IFK präsentiert im Rahmen seiner „IFK_Bücherschau“ wissenschaftliche Publikationen ehemaliger IFK_Junior Fellows. Diese Bücher fanden ihren Ursprung während des einjährigen Fellowships am IFK.

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19
Dezember
2016
  • Lecture
IFK

"KORRUPTION" IN DER SÜDOSTEUROPÄISCHEN VORMODERNE. ZUR HISTORISCHEN SEMANTIK EINER GRAUZONE

„Doch wehe demjenigen Richter, der die Beschlüsse durch Begünstigung erwirkt oder das Recht durch die Entgegennahme von Bestechungsgeld beugt,“ so heißt es drohend in der Präambel des ersten walachischen Gesetzeskodex von 1780. Doch was bedeutet diese Einschärfungsformel, wenn auf dem Titelblatt desselben Buchs Justitia ohne Augenbinde dargestellt wird?  

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09
Januar
2017
  • Lecture
IFK

“LUFT VON ANDEREM PLANETEN“: THE INTERPLAY OF SOUND AND SPACE IN LATE IMPERIAL VIENNA

Since Antiquity, Architecture and Music have been linked through the concept of harmony. In fin-de-siècle Vienna, this bond became further complicated through the work of urban planners, architects and composers, taking on new political and cultural implications. Ross Lipton explores the relationship between architectural and musical practices at the turn of the 20th century and how their approach to unity in form are both reflections and critiques of the conditions of urban modernity.

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16
Januar
2017
  • Lecture
IFK

REINE NERVENSACHE? PSYCHIATRIE UND NEUROLOGIE ZWISCHEN TOKIO UND WIEN UM 1900

Die Gründung des Institutes für Anatomie und Physiologie des Zentralnervensystems durch Heinrich Obersteiner in Wien im Jahre 1882 kann zweifellos als Geburtsstunde der Neurologie betrachtet werden. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum in diesem Labor schon nach wenigen Jahren besonders viele japanische Psychiater tätig werden sollten.   

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23
Januar
2017
  • Lecture
IFK

LÄUSE, FIEBER, ARBEITSTAUGLICHKEIT. MEDIZINISCHE SELEKTION UND SEUCHENPRÄVENTION IN NS-„GRENZENTLAUSUNGSLAGERN“

„Zur Sicherung der deutschen Heimat gegen Seucheneinschleppung und zur Aussonderung ungeeigneter Arbeitskräfte werden sämtliche Transporte vor Erreichen des Zielortes im Grenzgebiet nochmals ärztlich untersucht und entlaust.“ (Fritz Sauckel, 1942). Eva Hallama unterzieht diese Praxis im NS-Zwangsarbeitseinsatz einer kulturwissenschaftlichen Analyse.

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30
Januar
2017
  • Lecture
IFK

BEETHOVENS ÄSTHETISCHE POLITIK UND DAS ZIEL DER „KUNSTVEREINIGUNG“

Die idealistische Bedeutung der Kunst Beethovens dient bis heute als Gegengewicht zum Terror und hat ihre Wurzeln in der Zeit der Napoleonischen und revolutionären Kriege des frühen 19. Jahrhunderts. Beethovens leidenschaftliche Unterstützung der Ideale der Französischen Revolution und seine Ablehnung autokratischer Machtherrschaft verdienen eine Neubewertung.

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06
März
2017
19:00
  • Specials
IFK

VERNISSAGE BILDHAUEREI: TRANSENRAUM LINZ: INTERESSANTE FUMMEL KUNST

Interessante Fummel Kunst Die Klasse „Bildhauerei - transmedialer Raum" der Kunstuniversität Linz trifft auf das IFK und deren Fellows und das IFK mit den Fellows auf die Klasse. Sie berühren einander für einige Zeit.

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Interessante Fummel Kunst
Interessante Fummel Kunst
13
März
2017
18:15
  • Lecture
IFK

„Malta is like a prison“ – Islandness im Blickpunkt von Nichtabschiebbarkeit

Auf der Route von Afrika nach Europa stellen Inseln wie Lampedusa, Sizilien, die Kanaren und Malta meist ein Sprungbrett in den Schengen-Raum dar. Malta ist jedoch nicht zwangsläufig Wunschdestination für Geflüchtete, da deren Bewegungsfreiheit aufgrund des Inselstaates eingeschränkt ist. Im Fokus des Vortrags stehen Mobilitäten auf und von der Insel.

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15
März
2017
-
17
März
2017
  • Conference
WIEN MUSEUM - IFK - MUK

UTOPISCHE VISIONEN UND VISIONÄRE KUNST: BEETHOVENS „GEISTIGES REICH“ - REVISITED

Im Jahr 1516, vor 500 Jahren, erschien Thomas Morus’ „Utopia“. Das Buch hat damals eine Saite angeschlagen, die bis heute nachschwingt. Denn die fiktive Beschreibung einer idealen Gesellschaft beinhaltet eine Kritik, die auch für die Herausforderungen unserer heutigen Zeit relevant bleibt. Kulturelle Symbole für Aspiration und Reform – ob postuliert als „Symbole des Vortrefflichen“ (Schiller) oder als Verkörperung des „Prinzips Hoffnung“ (Bloch) – gehören zu diesem Kontext. Ein in diesem Sinne positives künstlerisches Symbol, nämlich Beethovens Musik für Schillers Ode „An die Freude“, dient als offizielle Hymne der Europäischen Union.

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20
März
2017
18:15
  • Lecture
IFK

CARTOGRAPHIC HUMANISM: REFRAMING EARLY MODERN EUROPE (1480–1580)

“What is Europe?” is a question that is as relevant and urgent now as it was in the Renaissance. Studying Europe’s multifaceted past allows us to view the present in a more informed and nuanced light. By looking at cartography and literature, this talk shows that defining Europe was much more complex than we typically think.

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22
März
2017
18:15
  • Lecture
IFK

DIE NATUR DER ANDEREN: BERNARDINO DE SAHAGÚNS „ENZYKLOPÄDIE DER AZTEKEN“

Berge, die sich ausbreiten, Bäume, die Menschen ähneln, und über die Seiten einer Handschrift kriechende Kreaturen: In Sahagúns ethnografischer Enzyklopädie über die Welt der Azteken gerät die Ordnung der Natur gründlich durcheinander. Ein Vortrag über die Frage, was im Moment der Entdeckung Amerikas mit den Wissenskategorien der Alten Welt passiert.

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27
März
2017
18:15
  • Lecture
IFK

FROM AN OBJECT’S VIEW. DAS KRANKENBETT UND DIE MATERIELLE KULTUR DER PSYCHIATRIE

Als psychiatrische Anstalten um 1900 die Bettruhe als Behandlungsmethode einführten, erfuhr das Krankenbett als Objekt, an das therapeutisches Handeln delegiert werden konnte, eine veränderte Aufmerksamkeit. Wie sich eine Geschichte der Psychiatrie darstellt, die aus der Perspektive eines Krankenbettes erzählt wird, fragt Monika Ankele.

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Bettsaal im Landeshospital Haina 1912
Bettsaal im Landeshospital Haina 1912
03
April
2017
18:15
  • Lecture
IFK

DIE FREUDEN DER ENTFREMDUNG. CHARLIE CHAPLINS „CITY LIGHTS“

Charlie Chaplins „City Lights“ gilt auch deshalb als großes Meisterwerk der Filmgeschichte, weil Komödie und Melodrama auf eine neue Art und Weise zusammengeführt werden. Sulgi Lie geht in seinem Vortrag von der Annahme aus, dass diese Synthese weniger auf einer harmonischen Versöhnung, sondern vielmehr auf einem strukturellen Antagonismus zwischen Komik und Tragik basiert.

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Szene aus City Lights
Szene aus City Lights
06
April
2017
14:00 - 18:00
  • Workshop
IFK

APOKALYPSE UND POLITIK. ZUR AKTUALITÄT VON JACOB TAUBES

Der Religionsphilosoph Jacob Taubes (1923–1987) war ein radikaler Denker, der die religiösen Traditionen seit der Antike ausgezeichnet kannte und sie über die Theologie hinaus produktiv weiterführte. Mythologien, Riten, Dogmen galten ihm als Möglichkeiten, erfahrene Offenbarung für die Gegenwart nutzbar zu machen. Zugleich stand er der Moderne, ja der Welt, so wie sie ist, zutiefst skeptisch gegenüber.

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24
April
2017
18:15 - 20:00
  • Lecture
IFK

DIE KARRIERE DER KÜNSTLERISCHEN FORSCHUNG

Künstlerische Forschung/Artistic Research macht seit Jahren auch im deutschsprachigen Gebiet eine anhaltende Karriere, und zwar diskursiv, institutionell sowie auch förderpolitisch. Sie bewegt sich konstitutiv zwischen Theorie und Praxis und stellt dabei ihr wissenschaftlich-künstlerisches Selbstverständnis auf den Dauerprüfstand.

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26
April
2017
18:15
  • Guest Lectures
IFK
Brigitte Weingart

ACHTUNG: ABGESAGT!

ACHTUNG: DER VORTRAG MUSS WEGEN KRANKHEIT ABGESAGT WERDEN! Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „INTIME ÖFFENTLICHKEITEN: MEDIEN – RÄUME – GEMEINSCHAFTEN“   Mit der Datenüberwachung von Apple & Co wird einmal mehr die Auflösung der Grenze zwischen öffentlich und privat diagnostiziert. Doch ein Blick auf die alltagskulturellen Praktiken im globalen Nordwesten zeigt, dass diese Grenze seit Langem brüchig und durchlässig ist – und neue intime Öffentlichkeiten hervorbringt.

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02
Mai
2017
18:15
  • Guest Lectures
IFK
Leopold Lippert

HUMOR, INTIME ÖFFENTLICHKEITEN UND DIE LITERATUR DER AMERIKANISCHEN REVOLUTION

Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „INTIME ÖFFENTLICHKEITEN: MEDIEN – RÄUME – GEMEINSCHAFTEN“   Mit der Datenüberwachung von Apple & Co wird einmal mehr die Auflösung der Grenze zwischen öffentlich und privat diagnostiziert. Doch ein Blick auf die alltagskulturellen Praktiken im globalen Nordwesten zeigt, dass diese Grenze seit Langem brüchig und durchlässig ist – und neue intime Öffentlichkeiten hervorbringt.

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04
Mai
2017
18:15
  • Lecture
IFK
Chris Hann

WELFARE, WORKFARE, AND FAIR ACCESS TO DECENT WORK IN THE VISEGRAD STATES

Since the end of socialism, both labor markets and social policies have undergone great changes in Hungary, Poland, Slovakia, and the Czech Republic. Focusing on workfare schemes in the countryside of Viktor Orbán's Hungary, this lecture investigates the links between the absence of attractive local jobs and anti-migrant sentiment.

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08
Mai
2017
18:15
  • Lecture
IFK

ÖSTERREICHISCHE ANTHROPOLOGIEGESCHICHTE UND DER HANDEL MIT MENSCHLICHEN ÜBERRESTEN

Europäische anthropologische Sammlungen stehen schon lange in der Kritik. Doch scheint die Diskussion hierzulande kaum über das meist akademische Fachpublikum hinauszugehen. Verhandlungen um menschliche Überreste in Sammlungen machen die weitreichenden gesellschaftspolitischen Dimensionen und Fragen nach sozialer Gerechtigkeit in den Debatten greifbarer.

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10
Mai
2017
18:15
  • Lecture
IFK

DIE ERZIEHUNG ZUR RAUMVORSTELLUNG UND RAUMANSCHAUUNG: STEREOSKOPIE IM DRITTEN REICH

Die Stereoskopie ist ein seit dem 19. Jahrhundert bekanntes Verfahren, um räumlich anmutende Bilder zu erzeugen. Sie ist meist als eine Art Unterhaltungsmedium bekannt – noch heute (in veränderter Form) im populären 3-D-Kino. Doch sie wurde auch bei politischen wie wissenschaftlichen Praktiken eingesetzt, um „Ordnung“ herzustellen. So auch im Dritten Reich.

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15
Mai
2017
18:15
  • Lecture
IFK

ACHTUNG: VORTRAG ENTFÄLLT!! NACHDENKEN ÜBER MACHTVERHÄLTNISSE — TRANSKULTURELLES ÜBERSETZEN IM KONTEXT PALÄSTINAS. ACHTUNG: VORTRAG ENTFÄLLT!!

„Ein Projekt des transkulturellen Übersetzens ist an der Analyse von Hegemonie interessiert“ (Encarnación G. Rodríguez 2008). Klaudia Rottenschlager behandelt in ihrem Vortrag die Möglichkeiten/Unmöglichkeiten der partizipativen Wissensproduktion innerhalb eines Hochschulkooperationsprojekts zwischen Österreich und Palästina sowie palästinensischen Communitys im Libanon und in Jordanien.

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Foto: Klaudia Rottenschlager
Foto: Klaudia Rottenschlager
17
Mai
2017
-
19
Mai
2017
  • Conference
IFK

UNSICHTBARE DRITTE? ÜBERSETZUNGSPRAKTIKEN IN PSYCHOTHERAPIE UND PSYCHOANALYSE

Die Rolle von ÜbersetzerInnen in der ethnotherapeutischen Arbeit mit emigrierten Menschen ist komplex. Denn ihre Arbeit beschränkt sich ja nicht nur auf die möglichst reibungslose Überwindung sprachlicher Grenzen, sondern impliziert häufig auch eine Art von Teilnahme am therapeutischen Prozess. Erweitert ihre Präsenz schlicht die klassische therapeutische Zweierbeziehung, oder ist sie sogar als Beginn einer kollektiven Öffnung der Klinik zu verstehen?

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Filmstill aus „Der unsichtbare Dritte" (Originaltitel North by Northwest), MGM 1959
Filmstill aus „Der unsichtbare Dritte" (Originaltitel North by Northwest), MGM 1959
17
Mai
2017
18:15 - 20:00
  • Conference
IFK
Mascha Dabić

REIBUNGSVERLUSTE - LESUNG

Mascha Dabić liest im Rahmen der IFK_Tagung "Unsichtbare Dritte? Übersetzungspraktiken in Psychotherapie und Psychoanalye" aus ihrem Roman "Reibungsverluste" (Wien: Edition Atelier 2017). Danach findet ein Gespräch mit der Autorin statt.

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22
Mai
2017
18:15
  • Lecture
IFK

KLATT — ÜBERLEBENSKUNST IN HOLOCAUST UND GEHEIMDIENSTKRIEG

In der Abwehr, dem Nachrichtendienst der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges, war er als „der Jude Klatt“ bekannt. Seine „Max“-Meldungen aus dem Hinterland der sowjetischen Front waren legendär und blieben für die Geheimdienste der Briten und Amerikaner noch über Jahrzehnte „eines der größten Rätsel des Krieges“.

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Max-Meldungen als Anlage zur Kurzen Feindbeurteilung der Abteilung Fremde Heere Ost, 11. November 1942 (Bundesarchiv, Freiburg i. Br.
Max-Meldungen als Anlage zur Kurzen Feindbeurteilung der Abteilung Fremde Heere Ost, 11. November 1942 (Bundesarchiv, Freiburg i. Br.
23
Mai
2017
-
24
Mai
2017
  • Conference
IFK - VGA - Wien Museum

EMPIRE, SOCIALISM, AND JEWS, V: THE POSTWAR YEARS

This is the concluding international conference in a series that began in 2012 as a collaboration between Duke University and several Austrian partners. The project endeavors to rewrite the Empire back into Austrian history by recalling lost Socialist imperial traditions, the Jewish love story with imperial Austria, and nostalgia for a multicultural Central Europe.

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29
Mai
2017
18:15
  • Lecture
IFK

HEIDEGGER’S “DASEIN” TRANSLATED INTO BOSNIAN / CROATIAN / MONTENEGRIN / SERBIAN

What is the nature of the relation between philosophy and translation? How does translation influence the reception of philosophical texts? Sabina Folnović Jaitner explores these questions by analyzing the ways in which Heidegger’s term “Dasein” was translated into Bosnian / Croatian / Montenegrin / Serbian.

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Sabina Folnovic-Jaitner
Sabina Folnovic-Jaitner
31
Mai
2017
18:15
  • Lecture
IFK

BAKU: OIL AND URBANISM

Since Baku’s first oil boom in the late 19th century—when the Russian branch of the Nobel family modernized the oil industry and local oil barons channeled their profits into institution building, representation, and the public life of citizens—oil and urbanism have been inextricably linked in the political, cultural, and physical fabric of Baku. What can we learn from the long, conjoined history of oil and urbanism in Baku about global urbanization processes?

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Platform in the Caspian Sea _Baku 2011_ Photo © Iwan Baan
Platform in the Caspian Sea _Baku 2011_ Photo © Iwan Baan
12
Juni
2017
18:15
  • Lecture
IFK

TÄUSCHUNG UND OFFENBARUNG: PSYCHOPHYSISCHE KÖRPERAPPARATUREN IM SELF-TRACKING UND IN DEN PSYCHOLOGISCHEN DISZIPLINEN

Am Körper getragene Self-Tracking-Technologien messen Bewegungsabläufe, Pulsschläge und Temperaturschwankungen, um Rückschlüsse auf die Körperfunktionen, das längerfristige Verhalten und einen »gesunden Lebensstil« zu ziehen. Wie Messapparaturen den Körper mit der Psyche, und die Täuschung mit der Offenbarung zusammen bringen, wird im Vortrag historisch nachvollzogen.

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13
Juni
2017
18:30 - 20:00
  • Lecture Series
Wien Museum
László F. Földényi

7. CARL E. SCHORSKE LECTURE: László F. Földényi: WAHRHEIT ERLÜGEN – BIOGRAFIE AN DER SCHWELLE VON DICHTUNG UND WAHRHEIT

In seinem Vortrag geht László F. Földényi der Frage nach, warum die Gattungen der Biografie und Autobiografie so tief in der europäischen Kultur verwurzelt sind. Das Bedürfnis nach völliger Bloßlegung schließt sich wegen der unvermeidlichen narrativen Konstruktion notwendig mit einer starken Stilisierung zusammen, die gerade der Entblößung widerspricht. László F. Földényi untersucht dieses Paradoxon, mit Einbeziehung von Beispielen aus der bildenden Kunst, mit besonderem Blick auf die zeitgenössische Porträtmalerei.    

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19
Juni
2017
18:15
  • Lecture
IFK

MUSICAL POWER: MUSIC, SOCIALIST REALISM, AND POLITICAL AESTHETICS IN THE GERMAN DEMOCRATIC REPUBLIC

Socialist realism was the main aesthetic doctrine and cultural policy of the socialist countries. Drawing on a cultural approach, Golan Gur explores the implications of this doctrine to music aesthetics in the GDR in view of the political experiences and convictions of Hanns Eisler and other émigré composers and musical thinkers.

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Golan Gur
Golan Gur
21
Juni
2017
-
23
Juni
2017
  • Workshop
WIEN MUSEUM - WIENER WIESENTHAL-INSTITUT FÜR HOLOCAUSTSTUDIEN (VWI) - IFK

HANNAH ARENDT UND DIE WERTUNGEN DER MODERNE

Die Hannah Arendt gewidmete, gemeinsam mit dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) veranstaltete Tagung versucht, die ideengeschichtlichen Traditionen jener humanen und sozialen Vision zu rekonstruieren, die in der Überzeugung wurzelt, dass es – auch in einer säkularen Epoche – möglich ist, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

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Hannah Arendt, in der Sendung Zur Person; 28. Oktober 1964
Hannah Arendt, in der Sendung Zur Person; 28. Oktober 1964
26
Juni
2017
18:15
  • Lecture
IFK

DER AUTOR ALS ÜBERSETZER. „THE CORPSE WASHER“ — EIN IRAKISCH-AMERIKANISCHER ROMAN

In seinem im Jahr 2010 erschienenen Roman „Waḥdahā šaǧarat ar-rummān“ thematisiert der irakisch-amerikanische Autor Sinan Antoon eine von Krieg und Gewalt zerrüttete Gesellschaft. Drei Jahre später veröffentlicht der Autor die englische Version „The Corpse Washer“ und macht den Roman einem internationalen Publikum zugänglich.

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Deckblatt der englischen Ausgabe "Der Leichenwäscher"
Deckblatt der englischen Ausgabe "Der Leichenwäscher"
09
Oktober
2017
18:15
  • Lecture
IFK

JULIEN BENDA UND DER DISKURS UM DEN „VERRAT DER INTELLEKTUELLEN"

Vor neunzig Jahren hat der französische Philosoph und Schriftsteller Julien Benda seinen Traktat über „La trahison des clercs“ im Pariser Verlag Grasset publiziert.

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16
Oktober
2017
18:15
  • Lecture
IFK

TRANSLATION AND BLASPHEMY

The lecture focuses on confessional reactions to controversial translations. It deals, in particular, with verses 22–45 of “canto XXVIII” of Dante Alighieri’s Inferno, which describe the position and punishment of Muhammad and Ali in hell. Considered by Dante as “seminator di scandalo e di scisma” (sowers of scandal and schism), they are condemned to be perpetually “fessi” (torn asunder). How do Muslims react to the translation of these verses in the languages of predominantly Islamic countries.

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18
Oktober
2017
-
20
Oktober
2017
  • Conference
Kunstuniversität Linz, Audimax, Domgasse 1

KUNST & REVOLUTION

„Die Kunst kann nur insoweit ein großer Bundesgenosse der Revolution sein, als sie sich selbst treu bleibt.“ (Leo Trotzki im Juli 1939)

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23
Oktober
2017
18:15
  • Lecture
IFK

VERSUCH EINER HAUNTOLOGIE DES SCHICKSALSJAHRES 1933

In seinem Buch „Marx' Gespenster“ bemerkt der Erzvater der „Hauntologie“, der französische Philosoph Jacques Derrida, dass ein Phantom niemals wirklich stirbt: „es bleibt stets zu-künftig und wieder-künftig“. Diese Definition trifft wohl in besonderem Maße für das Schicksalsjahr 1933 zu, das in der historischen Imagination des 21. Jahrhunderts noch immer sehr lebendig und spukhaft geblieben ist.

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King Kong und die weiße Frau, USA 1933
King Kong und die weiße Frau, USA 1933
30
Oktober
2017
18:15
  • Lecture
IFK

SELBSTVERTRAUEN UND LEISTUNGSKRAFT. PRAKTIKEN DER REHABILITATION KRIEGSINVALIDER

Die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit Kriegsinvalider während des Ersten Weltkriegs sollte diese nicht nur ökonomisch in die Gesellschaft reintegrieren, sondern auch emotional wieder in der staatlichen Gemeinschaft verankern und charakterlich zu Staatsbürgern erziehen. Die Praktiken verflochten daher Medizin, Wirtschaft und Moral.

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06
November
2017
18:15
  • Lecture Series
MARCEL HÉNAFF

ACHTUNG: ABGESAGT: 12TH ERIC WOLF LECTURE: MARCEL HÉNAFF

Leider muss die Eric-Wolf-Lecture vom 6. November aus Krankheitsgründen abgesagt werden.

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07
November
2017
17:00
  • Specials
IFK

Diskussion mit Marcel Hénaff (12TH ERIC WOLF LECTURE)

Diskussion mit Marcel Hénaff
13
November
2017
18:15
  • Lecture
IFK

HOW TO TRANSLATE THE EXPERIENCE OF MIGRATION: PARTICIPATORY PRACTICES IN SOCIAL DOCUMENTARY PHOTOGRAPHY

What happens when the theory of translation is not restricted to the translation of cultural representations and symbolic forms, but is extended to include the translation of real people/active subjects, their present life situations? How does the photo-documentary translation of migrants’ lives reshape and diversify our understanding of “cultures of translation”?

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Jim Goldberg, Muzzafar „Alex“ Jafari, Athens 2003; migrant portrait from the photo book Open See. Polaroid photo inscribed with felt pen.
Jim Goldberg, Muzzafar „Alex“ Jafari, Athens 2003; migrant portrait from the photo book Open See. Polaroid photo inscribed with felt pen.
20
November
2017
18:15
  • Lecture
IFK

AFFEKTIVE ÖFFENTLICHKEITEN – ZUR POLITISCHEN ÄSTHETIK DES ONLINE-VIDEOAKTIVISMUS

Von der iranischen Grünen Welle bis #BlackLivesMatter – ziviler politischer Aktivismus setzt heute verstärkt auf Videos, die auf Online-Plattformen wie YouTube und Facebook ohne Aufwand und Kosten massenhaft geteilt werden. Chris Tedjasukmana widmet sich dem Videoaktivismus 2.0 und untersucht die Folgen für politische Öffentlichkeiten.

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21
November
2017
18:15
  • Specials
IFK
Beatriz Sarlo

TRANSLATION AS CULTURAL STRATEGY IN LATIN AMERICA

Latin America has developed, from the 19th century, an interest in reading and translating texts from other languages into our own tone and nuance of Spanish. Borges and Victoria Ocampo were most eminent translators. Mariátegui “translated” Surrealism and Marxism into Peruvian politics and culture. Translation is a founding gesture of independence.

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Foto: Alejandra López
Foto: Alejandra López
27
November
2017
18:15
  • Lecture
IFK

THEORY, JOYOUS AND UNTIMELY

A work of prurient pop anthropology, “What Do Artists Do All Day” is a BBC documentary series devised, no doubt, as reality TV’s answer to Giorgio Vasari’s “Vite”. Obliquely, it is a reinterpretation of Richard Scarry’s seminal critical enquiry (for ages 3 to 6) “What Do People Do All Day”, and it is also the pointedly pecuniary theme of the 2016 Manifesta art biennial: “What Do People Do for Money”.

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30
November
2017
-
01
Dezember
2017
  • Conference
IFK

Augenblicksaufzeichnung – Momentaufnahme. Kleinste Zeiteinheit, Denkfigur, mediale Praxis

Mediale Praktiken der Momentaufnahme setzen sich derzeit als dominantes Muster der öffentlichen Kommunikation durch. Wie lassen sich ästhetische Konzepte und Gebrauchsweisen von Augenblicksaufzeichnung und Momentaufnahme und ihre historischen Diskursspuren im Lichte der gegenwärtig zu beobachtenden Phänomene lesen?

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04
Dezember
2017
18:15
  • Lecture
IFK

OPERETTE – KONTRASTE IN ZENTRALEUROPA

Die Gattung Operette hatte ihren Beginn in den 1850er-Jahren; ihre Glanzzeit war in den Jahren 1870 bis 1930. Immer noch spielt sie eine entscheidende Rolle auf den Spielplänen europäischer Musiktheater. Was bedeuten die älteren Operetten für das heutige Publikum in verschiedenen europäischen Städten?

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Hortense Schneider als La grande Duchesse de Gérolstein, 1866
Hortense Schneider als La grande Duchesse de Gérolstein, 1866
11
Dezember
2017
18:15
  • Lecture
IFK

HAUNTING GHOSTS. ÜBERSETZUNG KOLONIALER ERINNERUNG IN VISUELLEN FAMILIENGEDÄCHTNISSEN

Die kolonialen Projekte europäischer Staaten hinterließen vielfältige Spuren in ihren Gesellschaften – nicht nur in den offiziellen, sondern auch in Familiengedächtnissen. Der Vortrag nimmt in Familien überlieferte Bildbestände in den Blick und fragt, wie Individuen durch deren Aneignung oder Ablehnung koloniale Erinnerungen verhandel(te)n.

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13
Dezember
2017
18:15
  • Specials
IFK
Brigitte Weingart

„IF YOU LIKE GOSSIP WITH THE GLOVES OFF, THIS ONE IS FOR YOU!“. ZUR ZIRKULATION VON KLATSCH IN CELEBRITY CULTURES

Der Vortrag bezieht die Frage nach den „Zwischenformen“ von Intimität und Öffentlichkeit auf Medienkulturen der Berühmtheit.

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20
Dezember
2017
18:00
  • Bücherschau
IFK
Helmut Konrad

Isabella Matauschek: Lokales Leid - Globale Herausforderung

Die Debatte über globale Hilfe für notleidende Kinder beginnt nicht erst mit der Flüchtlingskrise des frühen 21. Jahrhunderts. Isabella Matauschek präsentiert eine tiefgreifende Analyse der Verschickung von Wiener Kindern nach Dänemark und in die Niederlande im Anschluss an den Ersten Weltkrieg. Vier Fallbeispiele, eingebettet in umfangreiches Archivmaterial und Interviews, ergeben eine spannende Geschichte humanitären Engagements in der Zwischenkriegszeit.  

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Isabella Matauschek
Isabella Matauschek
08
Januar
2018
18:15
  • Lecture
IFK

Diderot deutsch. Übersetzen und unterbrechen

„Brücken zu bauen“ ist im vielsprachigen Europa eine der Lieblingsmetaphern. Zum Abenteuer des Übersetzens aber gehört auch die Schwierigkeit der unterbrochenen Wege, abgerissenen Kontakte oder der blockierten Überlieferungen. In der deutschsprachigen Rezeption des französischen Aufklärers Diderot bringt das Phänomen der produktiven Unterbrechung sogar erst die Pointe dieses Denkers zur Geltung.

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15
Januar
2018
18:15
  • Lecture
IFK

IN DEFENSE OF EMPIRE: AUSTRIAN SOCIOLOGY AND THE EUROPEAN NATION-STATE, 1870–1914

Just what was the Habsburg monarchy? How was it to be defined, classified? While many legal scholars around the turn of the 20th century regarded Austria as an archaic state, others advanced a more positive interpretation, using the language of sociology to critique the analytical distinction between “normal” nation-states and “abnormal” empires.

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18
Januar
2018
-
19
Januar
2018
  • Conference
IFK

LIBERTY AND DEATH: PIRATES AND ZOMBIES IN ATLANTIC MODERNITY

Since early modern times, both zombies and pirates have shared a history of diverging appropriations and attributions. The Caribbean marks a crossroad in the circulation and transformation of these figures in the context of an “Atlantic modernity“ (Stephan Palmié). The participants discuss this entangled cultural history from a trans-disciplinary perspective.

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"What are they? They are us". Bildstill aus "The Monster Inside Me". Antonia Prochaska
"What are they? They are us". Bildstill aus "The Monster Inside Me". Antonia Prochaska
22
Januar
2018
18:15
  • Lecture
IFK

HOMO ACADEMICUS AUSTRIACUS? HABSBURGISCHE WISSENSCHAFT ALS PLURIKULTURELLER RAUM

Geschichte der Imperien als Geschichte kultureller Gemeinsamkeiten ist im Kommen. In seinem Vortrag geht Jan Surman dem nachhaltigen Einfluss des imperialen Zusammenseins auf die gelehrte Kultur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Zentraleuropa nach.

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24
Januar
2018
18:15
  • Specials
IFK
Bettine Menke

SPRACHKONFUSIONEN: ÜBERSETZEN

Von Babel her schreibt sich eine Geschichte, der zufolge Einheit und Transparenz der Sprache durch den schuldigen und verschuldenden Fall in die Vielheit der Sprachen als einer Sprachen-Verwirrung, durch göttlich auferlegte Zerstreuung verloren seien und Übersetzen aufgegeben sei. Von daher wird das Übersetzen aber an den (vermeintlichen) Verlust des „einen“ Signifikats gebunden und mit diesem Gesetz dem Scheitern unterstellt.

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29
Januar
2018
18:15
  • Lecture
IFK

ARTISTS AS NATION-BUILDERS? HERITAGE, NATIONALISM, AND ART IN THE ARAB GULF

Narratives about Bedouin heritage currently dominate the Arab Gulf state’s nation-building agendas. In the UAE, the state-led heritage industry includes artists into their nation-building projects, seeking to establish common national narratives. Are artists aiding the state’s efforts, or are they resisting these attempts?

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Al-Ayyala performers at the Qasr al Hosn Heritage Festival in Abu Dhabi (2015). © Melanie Sindelar
Al-Ayyala performers at the Qasr al Hosn Heritage Festival in Abu Dhabi (2015). © Melanie Sindelar